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Die Reise der Störche: Zugrouten, Brut und Auenprojekte

Die Reise der Störche: Zugrouten, Brut und Auenprojekte
Foto: GNA

Die Gesellschaft für Naturschutz und Auenentwicklung (GNA) lädt am Mittwoch, den 24. Juni, um 18 Uhr zu einer barrierefreien Exkursion in die Rodenbacher Kinzigaue ein.

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„Das Röhrig von Rodenbach ist ein ganz besonderes Feuchtgebiet, das seinen Ursprung der Kinzig verdankt. Bereits 1959 wurde es wegen seiner Bedeutung für die Vogelwelt als Naturdenkmal unter Schutz gestellt. Seit 1976 ist es offiziell Naturschutzgebiet, in dem mehr als 130 Vogelarten dokumentiert wurden. Kiebitze, Bekassinen und Zwergschnepfen machen hier Rast. Grau- und Silberreiher schreiten über die feuchten Wiesen und gelegentlich sind auch Teich- und Schilfrohrsänger zu hören. Und nach fast 40 Jahren Abwesenheit haben die Weißstörche Rodenbach im Jahr 2000 wieder entdeckt“, berichtet Susanne Hufmann, Biologin und Vorsitzende der GNA.

Ein Schwerpunkt der Führung ist das veränderte Zugverhalten der Störche: Viele Störche machen sich nicht mehr auf den kräftezehrenden und gefährlichen Weg in die afrikanischen Winterquartiere. Die sogenannten "Westzieher", zu denen auch die Rodenbacher Störche zählen, überwintern zunehmend in Spanien, Südfrankreich oder direkt in Hessen.

Adebar baut wieder eigene Nester

Wenn die Weißstörche nach ihrer langen Reise aus dem Süden an die Kinzig zurückkehren, stellt die Suche nach einem Nistplatz heutzutage kein Problem mehr dar. Neben Bruten auf Nisthilfen, die von Naturschutzorganisationen errichtet wurden, gibt es inzwischen wieder viele Baumbruten. Besonders beliebt als Niststandorte sind in Rodenbach die Pappelreihen direkt am Bach.

Auenprojekte für den Weißstorch

Den Artenschützern von der GNA ist es wichtig, dem großen Wiesenvogel intakte Lebensräume zu bieten, in denen er genügend Nahrung findet. Deshalb setzt sich die GNA für den Schutz der Brutgebiete und den Erhalt der Auen und Feuchtwiesen im Kinzigtal ein.

Im Mittelpunkt der Arbeit stehen aktuell groß angelegte Auenprojekte, darunter die Renaturierung des Feuchtgebiets Herrenbruch in Hasselroth und die Reaktivierung der Elbertsaue bei Gelnhausen. Beides sind typische Auenlandschaften, die durch extensiv genutzte Mähwiesen und Weiden landwirtschaftlich geprägt sind.

Um den Offenlandcharakter der Elbertsaue wiederherzustellen und Nahrungs-, Rast- und Brutflächen anbieten zu können, werden von der GNA und ihren Kooperationspartnern überalterte Gehölz- und Brombeerbestände entfernt, vorhandene Feuchtbiotope saniert und neue Gewässerbiotope angelegt, die den Weißstörchen als Nahrungstümpel dienen.

Fachkundige Exkursion in der Rodenbacher Aue

Am Mittwoch, den 24. Juni, berichten Günter Könitzer und Susanne Hufmann ab 18 Uhr über Lebensweise, Zugverhalten und Zugrouten der Störche. Treffpunkt ist der Parkplatz am Landhof Schmidt (Kinzigstraße 11, 63517 Rodenbach). Bitte Ferngläser mitbringen, sofern vorhanden.

Die Führung dauert etwa 1,5 Stunden. Die Teilnahmegebühr von 4 Euro kommt dem Artenschutzprojekt Weißstorch zugute. Kinder und Jugendliche können kostenlos teilnehmen.

Faltblatt zum Weißstorch

Die Geschichte des Weißstorches ist in Hessen dank umfangreicher Schutzmaßnahmen eine Erfolgsgeschichte. Ein Faltblatt der GNA informiert über den vielseitigen Jäger und Langstreckenflieger und ist kostenlos erhältlich unter Telefon 06184 9933797 oder per E-Mail an gna.aue@web.de.

Storchenpaten gesucht

Die GNA sucht Menschen, die das Artenschutzprojekt Weißstorch als Paten nachhaltig und langfristig unterstützen möchten. Patenbeiträge gelten als Spenden und können steuerlich als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Eine Patenschaft kann jederzeit und ohne Angabe von Gründen beendet werden. Das Spendenkonto der GNA bei der Raiffeisenbank Rodenbach lautet:

IBAN: DE75 5066 3699 0001 0708 00, Stichwort: Weißstorch

Für die Ausstellung einer Spendenquittung und die Zusendung der Urkunde bitte den vollständigen Namen und die Anschrift angeben. Weitere Informationen unter www.gna-aue.de.

Spenden helfen

Wer die Arbeit der Gesellschaft für Naturschutz und Auenentwicklung (GNA e. V.) und ihre Projekte unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende tun. Weitere Informationen finden sich unter www.gna-aue.de

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