Kita-Betreuung: Vorausschauende Bedarfsplanung notwendig

Schöneck
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Die Schönecker Gemeindevertretung ist in ihrer konstituierenden Sitzung einstimmig einem Antrag der Freien Demokraten gefolgt, der die Vorlage eines Konzepts für eine vorausschauende kurz- und mittelfristige Bedarfsplanung für die Betreuung von Kita-Kindern sicherstellt.

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Dabei sollen sowohl bereits entstehende, als auch potentielle künftige Wohngebiete Berücksichtigung finden. Das Konzept soll zudem eine Aufteilung in die planungsrelevanten Bereiche der unter- und über Dreijährigen enthalten. In der Februarsitzung hatte die Schönecker Gemeindevertretung den Nachtragshaushalt für 2021 und mit ihm Planungskosten für den Bau einer neuen viergruppigen Kita für über dreijährige Kinder in der Kilianstädter Waldstraße in Höhe von € 250.000 beschlossen. Auf dem für den Neubau vorgesehenen Grundstück gegenüber der Kita Waldwiese war bereits vor zehn Jahren seitens der Gemeinde ein Neubau geplant worden war. Die Realisierung scheiterte jedoch trotz seinerzeit verausgabter Planungskosten in Höhe von € 60.000 daran, dass Investitionskostenzuschüsse, mit denen die Gemeinde gerechnet hatte, infolge leerer Fördertöpfe nicht zur Verfügung standen. Dennoch wandte die Gemeinde in der Folge weitere Mittel in Höhe von ca. € 20.000 auf, um die Pläne bis zur Bauantragsreife zu bringen. Erklärtes Ziel war dabei, auf die Planungen zu einem späteren Zeitpunkt zurückgreifen zu können.

Nach Meinung der Freien Demokraten könnte dieser Moment nun gekommen sein. „Der Standort der neuen Kita soll derselbe wir vor zehn Jahren sein“, erläutert Anke Pfeil, Fraktionsvorsitzende der Freien Demokraten. „Da bereits Planungen existieren, aus denen sich ergibt, dass damals eine unter bauplanerischen Erwägungen bestmögliche Ausnutzung des Grundstücks erfolgt ist, wird es in erster Linie um eine Anpassung der erforderlichen Raumaufteilung gehen, die sicherlich einen vergleichsweise geringen Aufwand erfordert,“ glaubt Pfeil. Auch geänderte energetische Anforderungen beträfen nur einen kleinen Aspekt des Gesamtprojekts. In jedem Falle könnte die Einbeziehung der bereits bestehenden Pläne dazu beitragen, die für die Planung veranschlagte viertel Million Euro deutlich zu reduzieren.

Genauso wichtig, wie unnötige Planungsmehrkosten zu vermeiden, sei es nach Auffassung der Freien Demokraten zudem, eine möglicherweise am kurz- und mittelfristigen Bedarf vorbei erfolgende Vorfestlegung auf einen Neubau für eine bestimmte Altersgruppe zu verhindern. Wichtig sei, sich die gebotene Flexibilität mit Blick auf den tatsächlichen kurz- und mittelfristigen Betreuungsbedarf, aufgeschlüsselt nach unter- und über dreijährigen Kindern zu erhalten. Die schnellstmögliche Konzeptionierung einer entsprechenden Bedarfsplanung sei deswegen erforderlich. Sinnvollerweise sollten dabei auch Optionen zu möglichen Umstrukturierungen hinsichtlich der derzeitigen Belegung mit unter- und über Dreijährigen innerhalb der bestehenden Betreuungs-Einrichtungen oder auch Möglichkeiten für eine Unterbringung altersgemischter Kita-Gruppen aufgezeigt werden. Entsprechende Überlegungen könnten dazu führen, dass sogar einige der in der vor zehn Jahren geplanten Einrichtung vorgesehenen Schlafräume Verwendung finden könnten, was den Planungsaufwand weiter reduzieren könne, so Pfeil. Schließlich müsse man auch im Auge behalten, dass die Entscheidung für einen Neubau für eine bestimmte Altersstufe im Hinblick auf gegebenenfalls bestehende Zuschussmöglichkeiten, unter Umständen eine vieljährige Zweckbindung mit sich bringe, die dazu führen könne, dass eine Änderung der Nutzungsform bei geändertem Bedarf ausgeschlossen sei.

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