Der Kippenfänger stammt von der Bremer Initiative Goodis und besteht aus einer Halterung aus LKW-Plane, die mit Kabelbinder befestigt wird. In die Halterung wird ein gebrauchtes Tetrapak gestellt, in das die Kippen entsorgt werden können. Wenn das Tetrapak voll ist, wird es in den Restmüll entsorgt und durch ein neues ersetzt. Vorstellbar ist, dass künftig für weitere Standorte „Patenschaften“ übernommen werden, so dass weder Anschaffung noch Betreuung Aufwand für die Gemeinde verursachen.
Die Grünen hoffen auf breite Akzeptanz. Denn weggeworfene Zigarettenkippen sind eine enorme Belastung für die Umwelt. Geschätzt zwei von drei Kippen landen in der Umwelt, in Deutschland rund 70 Milliarden Stück jährlich. Besonders kritisch sind die vielen im Filter enthaltenen Giftstoffe (z.B. Blei, Arsen, Kupfer, Chrom, Kadmium und Nikotin), die durch Regen herausgewaschen werden und zum Tod von Tieren führen.
Die Anregung zum Kippenfänger kam von einer Teilnehmerin der Mitmachinitiative „sauberhaftes Schöneck“, die von den Grünen Ende 2024 gestartet wurde und aus der Vorschläge sukzessive umgesetzt werden sollen. Ein erster Antrag der Grünen in der Gemeindevertretung wurde kürzlich teilweise umgesetzt: Auf öffentlichen Mülleimern wurden QR-Code-Aufkleber angebracht, über die Passant*innen den digitalen Mängelmelder aufrufen können und beispielsweise überquellende Mülleimer an die Gemeinde melden können. Die Erledigung eines zweiten Teil dieses Antrags aus dem Februar 2025 ist noch ausstehend: Die Installation weiterer Hundekottütenspender an beliebten Übergängen aus der Ortslage auf das Feld.
Kann es so einfach sein? Die Antwort darauf soll mit dem Versuch herausgefunden werden.
Die frisch gewählte Kilianstädter Ortsbeirätin Daniela Euler und der Fraktionsvorsitzende Wolfgang Seifried übernehmen die Patenschaft für den ersten Kippenfänger und haben initial am Fahrradständer saubergemacht. Aktualisierung: Zwischenzeitlich wurde der Kippenfänger in den hinteren Bereich des Fahrradständers verlagert, da sich vor allem dort Menschen versammeln und rauchen.





Kommentare
Nicht auszudenken, wenn dieser herunterfallen würde.
Ich liebe die Innovationen und den Fortschritt!
Ich bin wirklich gespannt, wie der Pfosten aussieht, wenn eine glühende Kippe andere Kippen in dem Pack entzündet und sich die ganze Sache zu einem Schwelbrand entwickelt.
Aber, die Grünen werden schon wissen, was sie machen....sind ja die Grünen!
Gute Idee die auch Sinn machen würde, wenn, ja wenn die Menschen die ihre Kippe achtlos wegwerfen sich die Mühe machen würden, ihre Kippe auch dorthin zu entsorgen, wo man es gerne sehen würde.
Vieles würde funktionieren wenn man den Willen dazu motivieren könnte.
Lobenswert ist die Absicht, sich des Kippenfängers anzunehmen und sicherlich nachhaltig ausleeren wird, sowie neue Behälter bereitstellt.
Erfahrungsgemäß ist es so, das sich die Zuständigkeit, nach kurzer Zeit an den kommunalen oder städtischen Bauhof verlagert.
Die initiale Reinigung des Fahrradständers, hat so nebenbei erwähnt den fahlen Beigeschmack, das sich wieder einmal die Politik um Dinge kümmern muss, die man scheinbar im Bereich der kommunalen Verwaltung und Zuständigkeit nicht gebacken bekommt.
Den politisch und umweltbewussten Aktionisten sei ein langer Atem gegönnt, um sich des "einen" Kippenfängers nachhaltig zu widmen. Den Rest machen die, die es immer machen müssen, die Menschen in Orange!
So nebenbei:
Solche Gute Ideen haben meist den Nachteil, das sie durch unangemessene Aggression und ungezügelter Gewalt, selbst zum Abfall werden.