Besonders brisant war die Lage durch ein unmittelbar angrenzendes Seniorenheim, das zeitweise massiv durch die dichten Rauchschwaden bedroht wurde. Die Einsatzkräfte handelten sofort und wiesen in enger Abstimmung mit dem Rettungsdienst Bewohner und Personal an, sämtliche Fenster geschlossen zu halten, wodurch eine Verrauchung der Pflegeeinrichtung glücklicherweise verhindert werden konnte.
Die Löscharbeiten gestalteten sich für die rund 80 angerückten Kräfte extrem schwierig. Immer wieder stürzten Teile der brennenden Halle ein, was das Vorgehen in den Innenbereich unmöglich machte. Zudem sorgte die winterliche Kälte für gefährliche Glätte an der Einsatzstelle, da das Löschwasser am Boden gefror. Zur Unterstützung wurde die Straßenmeisterei für Streumaßnahmen hinzugezogen. Auch die Wasserversorgung bereitete anfänglich Probleme, konnte jedoch im Verlauf über mehrere Wasserbehälter stabilisiert werden. Ein Stromausfall im Ortsteil erschwerte die Koordination zusätzlich, woraufhin der Energieversorger alarmiert wurde.
Christian Dippel, der 2. Stadtbrandinspektor der Stadt Steinau, schilderte die dramatische Anfangsphase: „Bereits auf der Anfahrt hatten wir eine massive Rauchentwicklung. Wir haben das Feuer im hinteren Gebäudetrakt festgestellt, das sich schnell auf das gesamte Gebäude ausbreitete.“ Die Feuerwehr richtete daraufhin mehrere Einsatzabschnitte ein und bekämpfte die Flammen über den Hof sowie die Gebäuderückseite. Unterstützt wurden die Steinauer Brandschützer von Einheiten aus Schlüchtern, Wächtersbach, Flieden und Hanau sowie Polizei und Rettungsdienst. Zur Brandursache und möglichen Verletzten liegen derzeit noch keine Informationen vor.
Fotos: 5VISION.NEWS


