Am Nachmittag klingelte das Telefon des 85-jährigen Rentners, die Betrüger machten ihm glaubhaft, dass am anderen Ende der Leitung die Polizei wäre und sein Geld bei ihm nicht mehr sicher sei und sie dies abholen müssten. Um ihr Ziel zu erreichen, redeten die Betrüger mehrere Stunden am Telefon auf den Offenbacher ein. Schließlich übergab dieser gegen 19.30 Uhr sein Erspartes an einen etwa 40 Jahre alten Mann, welcher eine große blaue Tasche mit sich führte. Nachdem dieser das Geld an sich genommen hatte, stieg er in einen blauen Toyota Corolla und flüchtete über die Ziegelstraße. Laut dem Offenbacher habe der Abholer des Geldes sowie der Mann am Telefon ausschließlich Russisch gesprochen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts des Betruges aufgenommen und bittet unter der Kripo-Hotline (069/8098-1234) um Zeugenhinweise. Um auf Betrugsanrufe wie diese nicht hereinzufallen, raten die Beamten erneut:
- Die Polizei wird Sie niemals um Geld oder Wertgegenstände bitten!
- Übergeben Sie grundsätzlich niemals Geld oder Wertsachen an fremde Personen.
- Die Täter versuchen gezielt, bei den Opfern eine Stresssituation durch erfundene Geschichten zu erzeugen. Meist erfolgt die Kontaktaufnahme zunächst telefonisch; die Betrüger geben etwa vor, dass ein Bekannter oder Verwandter einen schlimmen Verkehrsunfall verursacht habe und man nun eine Kaution zur Freilassung des Bekannten zahlen müsse oder das Vermögen des Angerufenen nicht sicher sei, weil - wie in diesem Fall vorgegaukelt - Kriminelle es darauf abgesehen hätten. Nehmen Sie sich daher Zeit, um die Angaben der Anrufer zu überprüfen. Ein gesundes Misstrauen gegenüber den Anrufern ist dabei keine Unhöflichkeit.
- Legen Sie einfach auf und verständigen Sie über den Notruf 110 die Polizei.
- Da die Opfer meist ältere Menschen sind, sollten Familienangehörige sie auf die Gefahren von solchen Telefonaten aufmerksam machen.
- Weitere hilfreiche Präventionstipps erhalten Sie bei der sicherungstechnischen und verhaltensorientierten Prävention des Polizeipräsidiums Südosthessen unter der Rufnummer 069 8098-2424 oder im Internet unter www.polizei-beratung.de.



