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"Eigentlich müsste Herr Schopbach AfD wählen"

"Eigentlich müsste Herr Schopbach AfD wählen"
Jürgen Mohn (AfD).

"Der Kopf eines linksextremen Vereines aus Gelnhausen fordert, auf ein demokratisches, weltoffenes, tolerantes und solidarisches Deutschland zu setzen", reagiert der AfD-Landtagskandidat Jürgen Mohn auf ein Interview mit Alexander Schopbach, Vorsitzender des Vereins "Hand aufs Herz" (hier lesen).

„Es ist zwar höchst anstrengend, aber dennoch interessant zu lesen, dass Herr Schopbach in erster Linie mehr Mitwirkung und Mitsprache der Bürger unseres Landes fordert. Er hätte sich einfach einmal die Mühe machen sollen, dazu Kernforderungen der Alternative für Deutschland zu lesen und diese auch zu verstehen. Hätte er das getan, dann wäre seine Wahlentscheidung einfach – er müsste die AfD wählen. Auf Bundesebene hatte die AfD-Bundestagsfraktion einen ausgearbeiteten Entwurf einer Grundgesetzänderung eingebracht, der ein System von plebiszitären Regelungen umfasst, das in Anlehnung an Regelungen der Schweiz das Demokratiedefizit Deutschlands beseitigen würde. Auf Landesebene strebt die AfD gemäß ihrem Grundsatzprogramm eine Reihe von Maßnahmen an, die vorhandene Missstände beseitigen und Verbesserungen von Demokratie und Staat erreichen sollen. Voraussetzung für echte Demokratie ist an vorderster Stelle die Gewaltenteilung. Dazu gehört, dass Abgeordnete als Parlamentsmitglieder nicht zugleich Mitglied einer Regierung als Spitze der Exekutive sein dürften. Dies müsste auf Bundesebene so sein und natürlich auch in Hessen. Der Ministerpräsident könnte also nicht zugleich Abgeordneter sein und ein Minister und ein Staatssekretär ebenso wenig. Reife Demokratien leben das. Die Organisation der Justiz müsste aus der Exekutive herausgelöst werden. Ein Justizminister ist Teil des Kabinetts und damit der Exekutive. Wenn er die Richterschaft auswählt, einsetzt und befördert oder eben nicht, dann ist er aber auch Herr der Judikative. Folgerichtiges demokratisches Gebot wäre also: Die Justiz erhält eine Selbstverwaltung. Das würde bedeuten, dass alle Anstellungsentscheidungen und die Bestimmung der leitenden Funktionsstelleninhaber der Staatsanwaltschaften und der Gerichte durch Verfahren innerhalb der Justiz getroffen werden müssten. Fast jeder Bürger kennt sie und die politischen Akteure betreiben sie mit Fleiß. Die öffentliche Verwaltung ist konzipiert als loyaler Mittler zwischen legislativer Staatsgewalt und der hoheitlichen Gewalt unterliegenden Bürger. Das Gelingen oder Scheitern von Staaten hängt vielfach von einer rechtstreuen und unbestechlichen Mitarbeiterschaft in allen Behörden ab", so Mohn.

Und weiter: "Auch die Verfasser des Grundgesetzes hatten erkannt, dass für den Aufbau des neuen Staates eine leistungsfähige und von politischen Einflüssen möglichst unabhängige öffentliche Verwaltung, insbesondere Beamtenschaft, notwendig sei. Das Dienstrecht für die Mitarbeiterschaft wurde unter Berücksichtigung der hergebrachten Grundsätze des Berufsbeamtentums geregelt. Zudem wurde der Zugang zu jedem öffentlichen Amt nach Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung abhängig gemacht. Aus diesen Prinzipien ist das beamtenrechtliche Institut der Bestenauslese entwickelt worden. Und genau das verbietet, den politischen Spezi überhaupt im öffentlichen Dienst unterzubringen und schon gar, dort wichtige Führungsfunktionen mit politischen Genossen zu besetzen, die dann die Infiltration von Unfähigen und politisch Loyalen als Lebensaufgabe betrachten. Gegen dieses Gebot wird jedoch ungezählt, vielfach und überall von der Bundestagsverwaltung bis zum Gemeindesekretär verstoßen. Das sind nur einige Beispiele für Demokratie mit mehr Bürgernähe. Für politisch Interessierte ist also offenkundig, die AfD steht deutlich und ehrlich für mehr Bürgerbeteiligung.Wenn Herr Schopbach es mit seinen Forderungen tatsächlich ernst meint, dann muss er seine Stimme der Alternative für Deutschland geben. Und wenn er es nicht ernst meint, dann hat er sich gerade selbst entlarvt."

 

 

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Kommentare

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Maria Gubisch
2 jahre vor
Es ist schade und traurig, dass viel Zeit darauf verwendet wird, mit dem Finger auf andere zu zeigen. Selbst findet man sich gut. Und die anderen greift man an. Das gilt für beide Seiten. Und es bringt gar nichts. Kostet Zeit und Nerven und hält davon ab, einen guten Kurs zu finden. Sachliche Kritik muss sachlich vorgebracht und beantwortet werden. Persönliche Angriffe sollten unterbleiben. Mit Hass, Wut, Neid ist keinem geholfen. Setzt euch zusammen und sucht Wege, wie Menschen friedlich und in Würde MITeinander leben können, hier und anderswo.
Dann lohnt es sich wieder Nachrichten zu lesen. Und die Polizei hat Zeit für ihre eigentliche Arbeit.
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klieskopp
2 jahre vor
zitiere Maria Gubisch:
Setzt euch zusammen und sucht Wege, wie Menschen friedlich und in Würde MITeinander leben können, hier und anderswo.


Liebe Frau Gubisch, bis vor ca. 10-15 Jahren konnte man hier so zusammenleben.
Worin sehen sie die jetzigen Probleme?
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Elfriede Denk
2 jahre vor
So ist es bei den Linksextremisten. Keine Ahnung und Hauptsache Hass und Hetze verbreiten und alles verdreht darstellen. Sich selbst in die Opferrolle stellen und alle anderen als Schuldig zu bezeichnen, wer nicht mit der Herde läuft.
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Bruno de Barry
2 jahre vor
Herr Mohn hat (analog zu seinen politischen Gegnern) eine schiefe Optik. Einen SPD-Mann als "linksextrem" zu bezeichnen, ist schon etwas lächerlich. (Dass ich von Herrn Schopbach nichts halte, habe ich ja deutlich gemacht.) Sollte das Etikett "linksextrem" für die anderen
Mitglieder dieses Vereins gelten, ist das genauso falsch. Auch die LINKE ist es nicht. Der gute Herr Mohn scheint hier wenig Ahnung zu haben. Aber seine Gegner auch nicht.
Lasst die Sprechblasen, bringt sachorientierte Argumente!
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