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„Hilfe zum An- und Weiterkommen“ für Flüchtlinge

„Hilfe zum An- und Weiterkommen“ für Flüchtlinge

Mit dem Programm „Leben – Arbeit – Sprache“ haben der Main-Kinzig-Kreis, das Kommunale Center für Arbeit – Jobcenter – und Soziales (KCA) sowie die gemeinnützige Gesellschaft für Arbeit, Qualifizierung und Ausbildung (AQA) ein neues Integrationsprojekt gestartet.

Zum Auftakt wünschte Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler den rund 40 Teilnehmern in den Schulungsräumen bei der AQA in Gründau-Rothenbergen einen guten Start für das Programm, das sich bis ins kommende Jahr erstrecken wird.

„Integration gelingt vor allem dann, wenn die Menschen die deutsche Sprache beherrschen und sich einen Zugang zum Arbeitsmarkt erarbeiten“, sagte Simmler. „Gleichzeitig findet Integration auf mehreren Ebenen statt. Daher haben wir uns für diesen Namen entschieden. Unser Ziel ist es, beim Zurechtfinden im alltäglichen Leben, bei der Vermittlung in Arbeit und beim Lernen der deutschen Sprache zügig zu Erfolgen zu kommen. Das Programm ist als Hilfe zum An- und Weiterkommen gedacht.“

Der ersten LAS-Gruppe gehören Menschen aus Syrien, Afghanistan, Pakistan und Eritrea an, die meisten von ihnen sind jung und männlich. Mit Begeisterung sind sie bei der Sache, wie Simmler erfreut feststellte. „Es gilt das Prinzip des Förderns und Forderns. Jeder Teilnehmer muss sich also aktiv im Unterricht einbringen und auch außerhalb der Schulungen lernen. Daran wird man die Teilnehmer in dieser Gruppe aber nicht so oft erinnern müssen, wenn ich mir das derzeit schon gezeigte Engagement so anschaue“, lobte die Erste Kreisbeigeordnete und Aufsichtsratsvorsitzende der Kreistöchter KCA und AQA.

Simmler ermunterte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, unbedingt am Ball zu bleiben. Integration funktioniere nicht von heute auf morgen, ein selbstbestimmtes Leben sei langfristig nur mit einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung möglich. „Nutzen Sie die Chance, die Sie hier geboten bekommen.“ Neben Spracherwerb und beruflicher Orientierung geht es bei LAS auch um Alltagskompetenzen für das Leben in Deutschland, immer mit dem speziellen Fokus auf den Main-Kinzig-Kreis. „Wenn die Menschen im Asylverfahren eine Anerkennung erhalten, dann muss unser Anspruch sein, gemeinsam Möglichkeiten zu suchen und zu schaffen, damit sie dauerhaft ohne staatliche Alimente auskommen. Bis zu diesem Ziel wird es einige Zeit dauern, daher ist bei den Frauen und Männern auch Geduld und Leistungswille gefragt“, so Simmler.

Das neue Programm ist so angelegt, dass bis zu 1.000 Flüchtlinge noch in diesem Jahr die Gelegenheit erhalten, an der dreimonatigen Maßnahme in Gründau, Hanau oder Schlüchtern teilzunehmen. „Die Größenordnung ist schon beachtlich“, machte Simmler deutlich, „aber wir sind davon überzeugt, dass sich diese Anstrengungen für die Menschen und den Kreis bezahlt machen. Das sieht man an den ersten Vermittlungserfolgen aus den Projekten, die wir aus dem Kompetenzteam ‚Migranten in Arbeit‘ seit dem vergangenen Jahr angestoßen haben.“ Im Kompetenzteam, das Susanne Simmler im Frühjahr 2015 erstmals einberufen hatte, arbeiten Kreis, KCA, AQA, Agentur für Arbeit, Industrie- und Handelskammer, Kreishandwerkerschaften sowie die Bildungspartner Main-Kinzig zusammen.

„Wir setzen bewusst auf die Netzwerke verschiedener Akteure, sowohl bei den Jobvermittlern wie auch auf Seiten der Wirtschaft. Die gemeinsame Arbeit der vergangenen Monate hat es uns ermöglicht, dieses groß angelegte Programm LAS nun zu starten und dabei die Interessen zwischen den Arbeitssuchenden und dem Arbeitsmarkt zu berücksichtigen“, verdeutlichte Simmler.

ddFoto: Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler (Mitte) begrüßt die Teilnehmer des Programms „Leben – Arbeit – Sprache“.

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