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„Ideen, die die Integrationsarbeit erheblich erleichtern“

„Ideen, die die Integrationsarbeit erheblich erleichtern“

Vor mehr als anderthalb Jahren hat sich das Kompetenzteam „Migranten in Arbeit“ mit dem Ziel gegründet, Asylbewerber und Flüchtlinge schnell in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Dieser Gruppe gehören der Main-Kinzig-Kreis, die Industrie- und Handelskammer (IHK), die Kreishandwerkerschaften, die Agentur für Arbeit, das Kommunale Center für Arbeit – Jobcenter – und Soziales (KCA), die gemeinnützige Gesellschaft für Arbeit, Qualifizierung und Ausbildung (AQA) sowie die Bildungspartner Main-Kinzig an. Kürzlich trafen sie sich wieder in großer Runde. „In den Unternehmen, bei Jobvermittlung und in der Verwaltung haben wir gemeinsam viel vorangebracht und gute, konkrete Projekte entwickelt, worauf wir in den nächsten Monaten aufbauen können“, erklärte Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler.

Simmler war es auch, die im Frühjahr des vergangenen Jahres erstmals zu dieser Runde eingeladen hatte. „Wichtig und richtig ist es gewesen, dass wir uns damals in vielen Dingen rechtzeitig abgesprochen und vernetzt haben. Ob es das Projekt ‚MiA‘ auf der Lehrbaustelle in Schlüchtern war, die neu eröffneten Info-Points oder das massiv ausgebaute Deutschkurs-Programm: Wir haben im Team sehr schnell Ideen umgesetzt, die die Integrationsarbeit im Main-Kinzig-Kreis heute erheblich erleichtern. Dafür spreche ich allen Beteiligten meinen herzlichen Dank aus“, so die Erste Kreisbeigeordnete.

Simmler erinnerte daran, dass das Kompetenzteam seine Arbeit aufgenommen hat, als die Zuweisungszahlen an Flüchtlingen noch weit entfernt waren von der Größenordnung im Spätherbst des vergangenen Jahres. Die Kooperation sei damals „ihrer Zeit weit voraus“ gewesen. Nun befinde man sich in einer anderen Lage, wenngleich auch heute niemand abzuschätzen vermag, wie sich die Zahl der eintreffenden Flüchtlinge – derzeit seien es für den Main-Kinzig-Kreis etwa 200 Menschen im Monat – über den Sommer hinweg verändere.

In den zurückliegenden Monaten trafen sich die einzelnen Mitgliedsinstitutionen vor allem auf Arbeitsebene. Sie verabredeten, sich darüber hinaus mindestens zweimal im Jahr abzustimmen, welche weiteren Projekte angegangen werden. Der Geschäftsführer der Bildungspartner, Horst Günther, berichtete vom Ausbau der ergänzenden Deutschkurse in praktisch allen Städten und Gemeinden des Kreises. Michael Krumbe, KCA-Vorstand, gab einen Ausblick auf die Jobvermittlungsprojekte, die sich an den jeweiligen sprachlichen und fachlichen Hintergründen der Asylberechtigten orientieren. AQA-Geschäftsführerin Helmtrud Abs wies auf die Ausweitung des MiA-Programms hin, das nach den Sommerferien auch im Westkreis sowie speziell für Frauen angeboten werden soll. Heike Hengster, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hanau, gab Einblicke in die Unterrichts- und Vermittlungsangebote ihrer Behörde, die in den vergangenen Monaten ebenfalls ausgeweitet wurden.

Die Kreishandwerkerschaften sowie die IHK beurteilten wiederum die bisherigen Projekte aus Sicht der Betriebe positiv und verdeutlichten, dass aufgrund des Fachkräftebedarfs höhere Auszubildenden-Zahlen erwünscht seien. Sie wiesen zugleich auf vereinzelte Vorbehalte in der Wirtschaft hin, die mit der teils unklaren rechtlichen Situation der jungen Männer und Frauen zusammenhingen. „An der Bundesgesetzgebung können wir natürlich so einfach nichts ändern. Wo wir vor Ort aber etwas ändern, vereinfachen und beschleunigen können, tun wir das“, versprach Simmler. Das nächste Treffen des Kompetenzteams wird im Herbst dieses Jahres stattfinden.

Foto: „Wo wir vor Ort etwas ändern, vereinfachen und beschleunigen können, tun wir das“: Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler bei ihrer Begrüßung des Kompetenzteams.

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