"Der Rückzug von Annegret Kramp-Karrenbauer vom Amt der Parteivorsitzenden der CDU-Deutschlands und der gleichzeitige Verzicht auf die Kanzlerkandidatur ist folgerichtig und konsequent. Frau Kramp-Karrenbauer ist es nicht gelungen, die CDU in die notwendige politische Geschlossenheit zu führen. Jetzt kommt es darauf an, der Union ein klares und unverwechselbares Profil zu verschaffen, damit sie als Volkspartei der politischen Mitte weiterbestehen kann. Die Entwicklungen in Thüringen und die danach sichtbar gewordene Führungsschwäche in der Parteiführung besitzen das Potenzial, die traditionsreiche CDU in eine existenzielle Krise zu stürzen", teilt Reul mit. Und weiter: "Was die Union jetzt braucht ist einen glaubwürdigen politischen Neuanfang mit inhaltlicher Orientierung auf der Basis unserer Grundwerte sowie eine erkennbare politische Führung. Parteivorsitz und Kanzlerkandidatur gehören in eine Hand. Aus meiner Sicht ist Friedrich Merz die Persönlichkeit, die diese Anforderungen eindeutig erfüllt und die CDU in eine erfolgreiche Zukunft führen kann. Wichtig ist, dass die notwendigen Entscheidungen bald getroffen werden und es keine monatelange quälende Hängepartie geben darf. Die künftige Parteiführung muss auch wieder mehr Empathie für die ehrenamtliche Basis entwickeln, denn diese ist und bleibt das Rückgrat der Union. Unsere Basis hat einen berechtigten Anspruch auf respektvollen Umgang von der Bundes- bis zur Kreisebene!"
Leikert ließ folgendes verlautbaren: "Die Entscheidung von Annegret Kramp-Karrenbauer stimmt mich nachdenklich: Sie macht vor allem deutlich, dass wir in der Partei einen respektvolleren Umgang miteinander brauchen. Annegret Kramp-Karrenbauer ist es nach ihrer Wahl zur Vorsitzenden gelungen, CDU und CSU zu einen. Jetzt sind wir alle in der Verantwortung, die verschiedenen Strömungen innerhalb der CDU wieder zusammenzuführen. Es wird auch darum gehen, die Personalfrage zu klären. Ich halte nichts von einer monatelangen Hängepartie. Wir brauchen jetzt einen geordneten Prozess, bei dem wir vor allem unsere Mitglieder mitnehmen. Die Frage, wer künftig unsere Partei führen soll, muss innerhalb dernächsten Wochen geklärt sein. Erkenntnis des vergangenen Jahres ist für mich auch, dass Parteivorsitz und Kanzlerkandidatur in eine Hand gehören. Die CDU muss zu einer neuen Geschlossenheit finden."



