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Müller rät zu „kreativer Denkpause“ beim ESC

Müller rät zu „kreativer Denkpause“ beim ESC

Der ehemalige Vorsitzende des Rundfunkrats des Hessischen Rundfunks (hr), Dr. Rolf Müller aus Gelnhausen, hat sich angesichts des neuerlichen Debakel beim „Eurovision Song Contest (ESC) für eine „kreative Denkpause“ beim deutschen Beitrag ausgesprochen. „Wir haben seit 2019 jeweils den vorletzten oder letzten Platz bei diesem Musik-Wettbewerb belegt, da wäre ein Aussetzen unserer Teilnahme eine angemessene Reaktion, um das innerdeutsche Auswahlverfahren zu überdenken“, sagte Müller.

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Es sei interessant zu beobachten, dass die deutschen Beiträge zwar sehr unterschiedlicher Natur gewesen seien, aber jeweils bei den Jurys und dem europäischen Publikum ohne Resonanz geblieben seien. Diese seit Jahren immer wiederkehrende deprimierende Erkenntnis müsse intensiv und ehrlich analysiert werden. Es sei ein typischer Reflex, dass nur kurze Zeit nach dem wenig schmeichelhaften Abschneiden der deutschen Gruppe „Lord oft the Lost“ die ARD trotzig betonte, dass sie weiterhin am ESC teilnehmen wolle so, als gäbe es keinerlei Grund für ein Nachdenken.

„Die ständig wiederholten Argumente der Fernsehverantwortlichen für das Festhalten an der 400.000 Euro teuren ESC-Teilnahme, es seien ja so hohe Einschaltquoten zu verzeichnen, offenbart ein hohes Maß an Leidensfähigkeit und fehlendem Selbstbewusstsein. Man muss auch zugeben können, dass man mit den bisherigen Mitteln nicht erfolgreich ist“, betonte Rolf Müller.

Er habe die Hoffnung, dass in den Aufsichtsgremien der ARD eine Diskussion begonnen werde, die zu einer Reform der Auswahlkriterien und der Struktur der deutschen ESC-Teilnahme führen werde, sagte Müller.

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