Der Handel vor Ort habe durch Schließungen der Geschäfte und den weiterhin bestehenden Berührungsängsten mit dem stationären Handel ein deutliches Verschieben zum Onlinehandel feststellen müssen. Je länger dieser Trend anhalte, desto unwahrscheinlicher werde es, dies wieder umzukehren. Das Gastrogewerbe habe noch nicht einmal eine zeitliche Perspektive, für die Aufnahme ihres Geschäftsfeldes und ihnen laufe aufgrund des Saisongeschäfts die Zeit davon.
"Es war eine besondere Leistung innerhalb kurzer Zeit seitens der Politik Soforthilfeprogramme und Übergangskredite seitens der KfW zur Verfügung zu stellen, um die besonders betroffenen Gewerke zu stützen und den Erhalt der Firmen und ihren Arbeitsplätzen zu ermöglichen", so Volker Rode. Und weiter: "Die Kredite sind im ersten Jahr tilgungsfrei und müssen aber innerhalb von fünf Jahren getilgt werden. Das bedeutet, bei einem Darlehen von 100.000 € müssen diese ab dem zweiten Jahr jährlich mit 20.000 € zuzüglich Zinsen getilgt werden. Dies wird vielen Betrieben auf Dauer nicht möglich sein, da dies aus zu versteuertem Gewinn zusätzlich pro Jahr erwirtschaftet werden muss. Erschwerend kommt hinzu, dass zum Beispiel das Hotel- und Gastrogewerbe/die Schausteller mit ihrer Abhängigkeit zum Wetter, einem sehr großen Risiko unterworfen sind. Anderen Branchen geht es ähnlich und aus diesem Grund brauchen wir sehr schnell ein kurzfristiges vernünftiges Hochfahren der Wirtschaft, um diesen Betrieben die Chance zu geben 'sich selbst zu retten'."
Eine dauerhafte "Angstrhetorik" - bezogen auf Corona - über mögliche und nicht zu verharmlosende Risiken seien nicht zu unterschätzende handelsbremsende Auswirkungen für viele Dienstleister und auch bei dem bereits geöffneten Handel. "Es muss möglich sein, schnellstens zu einem normaleren Umgang mit dem nicht zu verharmlosenden Risiko Corona zu kommen, ein Wettkampf der Pessimisten ist in diesem Fall nicht zielführend. Wir sind davon überzeugt, dass die Wirtschaft in der Lage ist, die spezifischen Hygiene- und Abstandsregelungen einzuhalten und somit einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Corona Virus gewährleistet. Nur so wird sich die Abwärtsbewegung der Wirtschaft und der große Verlust von Arbeitsplätzen in großem Umfang stoppen lassen. Das Ifo-Institut hat Berechnungen erstellt, dass eine Woche Verlängerung des Shutdowns Deutschland ca. 25 bis 50 Milliarden Euro kostet. Kein Land kann dies auf Dauer durchstehen und unbegrenzt eine nicht handeln dürfende Wirtschaft zu alimentieren. Die finanzielle Grenze Deutschlands wäre bald erreicht. Dies hätte zur Folge, dass die Politik gezwungen wäre, Sozialleistungen und freiwillige Leistungen schmerzhaft zu kürzen, deutliche Steuererhöhungen durchzusetzen und keinerlei freie Mittel für wichtige Dinge, wie den Klimawandel zur Verfügung stellen kann", so der Kreisvorsitzende der MIT Main-Kinzig Volker Rode.



