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MIT fordert Handlungskonzept für digitale Zukunft

MIT fordert Handlungskonzept für digitale Zukunft

Der digitale Wandel der letzten Jahrzehnte verändert zunehmend unser Berufsleben. Ohne Computer und Internet steht die Arbeit heute in vielen Betrieben still.

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Diese Entwicklung lässt sich nicht aufhalten – das wollen wir auch nicht, so der Kreisvorsitzende der MIT Volker Rode. So hat zum Beispiel Google eine Kontaktlinse entwickelt, die dem Diabetiker permanent seine Blutwerte auf die App seines Smartphones überträgt und zu einer deutlichen Verbesserung der Lebensqualität der Menschen beiträgt. Auf der Kehrseite des digitalen Wandels sehen Arbeitsmarktforscher, dass bis zum Jahr 2025 ca. 1,50 Millionen Arbeitsplätze in Deutschland verloren gehen bei gleichzeitigem Entstehen von 1,50 Millionen neuen Arbeitsplätzen.

Wenn unter dem Strich kaum Arbeitsplätze wegfallen, bedeutee dies, dass sich Hunderttausende von Arbeitnehmern umstellen bzw. neu oder nachqualifizieren müssen, um in der neuen digitalen Welt bestehen zu können. Laut der Studie von Carl Benedikt und Michael Osborne ist davon auszugehen, dass ca. 47% der Arbeitsplätze digitalisiert werden. Der Schwerpunkt dieser Entwicklung liegt im Berufsbereich der Mittelschicht/Mittelstand: Buchhalter, Rechnungsprüfer, Verkäufer, Immobilienmakler, Sekretäre, Piloten, Ökonomen, medizinisches Personal werden deutlich betroffen sein.

Heute ist bereits ein deutlicher Rückgang der Arbeitsplätze in den mittleren Einkommensbereichen zu verzeichnen. So waren hier der Anteil 1970 noch 60% und in 2012 nur noch 45% und dies führt zu einer deutlichen Veränderung im Lohngefüge. Der absteigende Mittelstand wird im Zuge der Kostensenkungen den Wert seiner Arbeit zukünftig schlechter entlohnt bekommen und über deutlich geringere Einnahmen verfügen, so Volker Rode der auch Mitglied im Bundesvorstand der MIT ist.

Bereits heute haben junge Erwachsene häufiger ein geringeres Einkommen, als noch vor 20 Jahren. Das führt dazu, dass kaum finanzielle Freiräume bestehen für die eigene Rente vorzusorgen. Die aufgeführten Faktoren der Digitalisierung werden unser Rentensystem zusätzlich zum demographischen Wandel weiter belasten und die persönliche Vorsorge, bzw. die betriebliche Altersversorgung wird einen deutlich größeren Stellenwert erlangen, als dies vor Jahren noch der Fall war.

Seitens der MIT Main Kinzig sehen wir großen Handlungsbedarf den Herausforderungen des digitalen Wandels/Digital 4.0 zu begegnen. Es geht nicht darum, den Menschen vor dieser Entwicklung Angst zu machen, sondern ihnen die besten Zukunftschancen zu geben. Aus diesem Grund regen wir ein Handlungskonzept für den Main Kinzig Kreis an, dass sich speziell dieser Problematik beschäftigt. Vertreter von Schulen, IHK, Kreishandwerkerschaft, Kreisausschuss und kundige Bürger müssen hier genauso eingebunden sein, wie die Vertreter der Politik im Kreis, so der Kreisvorsitzende der MIT Volker Rode. Es ist eine der großen Herausforderungen der nächsten Jahre. Digital 4.0 ist mehr, als nur ein paar bunte Apps auf dem Smartphone.

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