„Dafür ist es jetzt schon von besonderer Wichtigkeit, dass wir gemeinsam auch die beiden Bürgermeisterkandidaten in Maintal und Großkrotzenburg unterstützen und deutlich machen, dass die FDP vor Ort über hervorragende Persönlichkeiten verfügt.“ Zentrales Thema war eine bessere Koordination der Zuweisung und der Unterbringung von Flüchtlingen in Hessen und damit auch im Main-Kinzig-Kreis. Der ehemalige Justizminister wies darauf hin, dass das Land leider seine führende Rolle bei der Unterbringung von Flüchtlingen hat abgeben müssen. „In Wiesbaden wird nicht mehr richtig koordiniert, es wird mit den Kommunen auch nicht richtig diskutiert und die Lage besprochen, so dass die Kommunen sich mit der Herkulesaufgabe sehr einsam fühlen,“ hob der Freie Demokrat hervor. Klassisches Beispiel sei die Diskussion um die Ausweitung des Erstaufnahmelagers des Landes Hessen in Gießen in die Hutierkaserne in Hanau.
Die Freien Demokraten im Main-Kinzig-Kreis forderten gemeinsam mit Hahn die Landesregierung auf, endlich sämtliche Gelder, und „d. h. jeden Cent!“, von Bundesmitteln auch direkt den Kommunen zur Verfügung zu stellen. „Das Land Hessen hat ´klebrige Finger´, es behält Bundesgelder für sich ein, die ihm aber nicht zustehen,“ so der finanzpolitische Sprecher der FDP Landtagsfraktion weiter. Für einen Außenstehenden, so der in der Wetterau in Bad Vilbel lebende Hahn weiter, seien die Äußerungen des Landrates des Main-Kinzig-Kreises über Unternehmer und Unternehmen „nur noch grotesk, oder vielleicht sogar nur noch pittoresk!“. Er kenne keinen Landrat in Hessen, der mit einer derartigen Böswilligkeit Unternehmer und Unternehmen an den Pranger stelle. „Offenbar ist es dem Genossen Pipa auch vollkommen Schnuppe, ob es sich dabei um berechtigte oder sogar um unberechtigte Kritik handelt, so geht man mit kleinen und mittelständischen Unternehmen nicht um!“
Auf die Tagesordnung der Zusammenarbeit zwischen den Freien Demokraten im Wetteraukreis und im Main-Kinzig-Kreis setzte Hahn auch die Straßen- und ÖPNV-Verbindungen. Zum einen gelte es, den Ausbau des Stockheimer Lieschens nach vorne zu bringen. Zum zweiten müsse endlich die Kreisstraße zwischen Karben und Nidderau bevorzugt gebaut werden. „Es ist doch ein Schildbürgerstreich, dass tatsächlich die Ortsumfahrungen Nidderau einerseits und Karben andererseits fertig sind, die Verbindungsstraße aber „nicht nur optisch, sondern auch von der Gefahrenlage aus dem letzten Jahrtausend“ stamme. Auch wolle man sich, so die Verabredung des auch für den Main-Kinzig-Kreis zuständigen Landtagsabgeordneten Hahn mit dem Kreisvorstand unter dem neuen Vorsitzenden Kolja Saß und dem Kreistagsfraktionsvorsitzenden Alexander Noll, dem Thema weiterer Ausbau der Nutzung von Güterzügen auf der DB-Strecke zwischen Friedberg und Hanau widmen. Bereits eine optische Begehung habe deutlich gemacht, dass es eine Vielzahl von „Engstellen“ gerade auf dieser Strecke gebe, so dass man von der DB intensiv informiert werden wolle, wie sie sich den Ausbau vorstelle.



