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Nicht gemeinnützig: AfD schwärzt "Hand aufs Herz" beim Finanzamt an

Nicht gemeinnützig: AfD schwärzt "Hand aufs Herz" beim Finanzamt an

Der Kreisverband der Partei "Alternative für Deutschland" (AfD) zweifelt in einer Pressemitteilung die Gemeinnützigkeit des Gelnhäuser Vereins "Hand aufs Herz" an. Der Verein hatte Anfang der Woche mit einer Plakataktion auf sich aufmerksam gemacht (wir berichteten), die wiederum auf Großplakate der AfD reagiert (wir berichteten).

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"Nach der Satzung des Vereins sollen eigentlich Gedenkveranstaltungen, Förderung von Jugendarbeit, Erwachsenenbildung und Aufklärungsarbeit angeboten werden. Der erst 2021 gegründete Verein um Alexander Schopbach und Julia Hott bewegt sich wiederholt außerhalb des selbst gegebene Satzungszwecks. Das Pikante an der Geschichte ist: Landrat Thorsten Stolz (SPD) übernimmt und unterstützt unkritisch die Machenschaften des Vereins und der Main-Kinzig-Kreis unterstützt zusätzlich mit finanziellen Zuwendungen. So hat der Verein aktuell großflächige Plakate im Stadtgebiet von Gelnhausen aufgestellt, mit der Aufforderung in großen Buchstaben - #noAfD. Im Vorfeld dieser Kampagne hatte der Vereinsvorsitzende am Montag vergangener Woche wiederholt zum Widerstand gegen eine demokratisch gewählte Partei aufgerufen", erfüllt der Verein aus Sicht der AfD nicht die Voraussetzungen für die Anerkennung der Gemeinnützigkeit.

Anders als in der Satzung dokumentiert, beteilige sich der Verein regelmäßig an "tagespolitischem Aktivismus": "Hand aufs Herz führt immer wieder Kampagnen gegen eine Partei. Diese Kampagnen sind keine gemeinnützige politische Bildungsarbeit. Es gibt etwa 25 festgelegte, gemeinnützige Tätigkeitsbereiche. Dazu zählen unter anderem der Sport, der Umweltschutz, die Wohlfahrt und die Volksbildung, nicht aber die Tagespolitik. Auch Parteien sind im Steuerrecht nicht gemeinnützig. Vordergrund muss aber der gemeinnützige Zweck stehen, nicht politische Kampagnen, will der Verein nach Auffassung der AfD mit den politischen Kampagnen außerhalb der Parteienlandschaft die politische Willensbildung und die öffentliche Meinung „im Sinne eigener Auffassungen“ beeinflussen.

„Schon aus diesem Grund sollte der Verein die Gemeinnützigkeitsstatus im Sinne des Steuerrechts verlieren, denn der Verein verlässt klar die Ebene der politischen Bildung. Wir gestehen dem Verein natürlich zu, sich politisch zu engagieren – aber eben nur zugunsten seines Satzungszwecks. Wir sind gespannt, wie das Finanzamt den Sachverhalt beurteilt", heißt es abschließend in der Pressemitteilung der AfD Main-Kinzig.

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Kommentare

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Burkhardt Brinkmann
3 jahre vor
Und "Spaltung" ist nun einmal das Prinzip der Demokratie.
Wer sich darüber beklagt, sehnt sich nach einem autoritären Regime und ist ein Gegner jener freiheitlichen und demokratischen Grundordnung, die unser Land glücklicher Weise errungen hat.
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Burkhardt Brinkmann
3 jahre vor
In der Tat haben diejenigen nichts aus der Geschichte gelernt, die den Staat missbrauchen, um demokratische Konkurrenzparteien zu unterdrücken.
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Erika Reußwig
3 jahre vor
Aus der Geschichte nichts gelernt?Gegen das hetzerische und Bürger spaltende Treiben der AfD kann man gar nicht genug tun. Genau so muss die Gesellschaft handeln. Wehret den Anfängen. Dem Verein sei Dank.
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Burkhardt Brinkmann
3 jahre vor
Ein MIT STEUERMITTELN geförderter Verein macht parteipolitische Propaganda gegen die AfD - und die Partei geht nicht JURISTISCH dagegen vor???
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