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Notunterkunft Hanau: Streit unter DRK-Kreisverbänden

Notunterkunft Hanau: Streit unter DRK-Kreisverbänden

Die Arbeit in der Flüchtlings-Notunterkunft in Hanau ist für die vielen ehrenamtlichen Helfer anstrengend und geht offenbar auch an die Nerven: Auf einen Bericht des DRK Gelnhausen über den Einsatz in der August-Schärttner-Halle gab es in dieser Woche eine ungewohnt scharfe Reaktion vom Rot-Kreuz-Verband in Hanau.

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Kreispressesprecher John K. Mewes stellt auf Nachfrage klar, dass die Berichterstattung über die Arbeit der Hilfsorganisationen in der Notunterkunft von der Kreispressestelle koordiniert wird und dies auch so bleiben werde.

Dem Bericht des DRK Gelnhausen waren mehrere Fotos über die Arbeit in Hanau beigefügt, außerdem sind die verantwortlichen Personen und verschiedene Arbeitsabläufe geschildert. Eigentlich nicht außergewöhnlich: Die Rot-Kreuz-Verbände berichten immer wieder über ihre Einsätze und vermitteln so einen Einblick in ihre Arbeit. Aus Sicht des Geschäftsführers des DRK Hanau, Stefan Betz, hat der Bericht aus Gelnhausen allerdings diesmal den Eindruck erweckt, dass die Verantwortung für die Notunterkunft in den Händen der Barbarossastädter liege.

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In einem Brief an das Nachrichtenportal „Osthessen-News“, das zunächst den Bericht des DRK Gelnhausen und anschließend auch die „Gegendarstellung“ von Betz veröffentlichte, nahm er daher in ungewohnt scharfer Form dazu Stellung. Betz bezeichnete die Darstellungen als „Schlag in das Gesicht aller ehrenamtlichen Helfer vor Ort“, die Leitung der Notunterkunft für Flüchtlinge in Hanau liege in der Verantwortung des Main-Kinzig-Kreises, der im Rahmen des Katastrophenschutzes durch die Hilfsorganisationen unterstützt werde.

„Die Campleitung liegt beim DRK Kreisverband Hanau und der Johanniter-Unfall-Hilfe Hanau als ortsansässige Hilfsorganisationen. Keinesfalls liegt die Campleitung beim DRK Kreisverband Gelnhausen. Neben dem DRK Kreisverband Hanau, der Johanniter-Unfall-Hilfe Hanau, dem Arbeiter-Samariter-Bund in Großkrotzenburg, dem Malteser-Hilfsdienst, die Feuerwehren, dem THW, der Bundeswehr ist auch der DRK Kreisverband Gelnhausen dort tätig. So ist es richtig. Der Betrieb der Notunterkunft für Flüchtlinge ist eine gemeinsame Aufgabe aller Hilfsorganisationen, welche auch nur gemeinsam diese Aufgabe bewältigen können“, schreibt Betz weiter. Und: „Die Darstellung, der DRK Kreisverband Gelnhausen wäre hier federführend oder hätte gar die Campleitung, ist seitens der Kollegen aus Gelnhausen eine Frechheit!“, kündigt er eine verbandsinterne Klärung an.

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Fotos: Mike Bender, Kreispressestelle, Kai Pfaffenbach, Sascha Rheker.

Kreispressesprecher John K. Mewes bemüht sich unterdessen, die Gemüter zu beruhigen: In den nächsten Woche werde noch ausführlich über die Arbeit aller Hilfsorganisationen in der Notunterkunft in Hanau berichtet und so der Einsatz der vielen ehrenamtlichen Helfer gewürdigt.

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