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„Grünes Licht“ für Kreisfreiheit der Stadt Hanau

„Grünes Licht“ für Kreisfreiheit der Stadt Hanau
Übergabe Grenzänderungsvertrag beim RP Darmstadt. © RP Darmstadt

Das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt hat den Grenzänderungsvertrag der Stadt Hanau und des Main-Kinzig-Kreises genehmigt. Regierungspräsident Prof. Dr. Jan Hilligardt hat den Genehmigungsbescheid heute übergeben. Hierzu kamen Vertreterinnen und Vertreter von der Stadt Hanau und dem Main-Kinzig-Kreis mit dem Staatsekretär im Hessischen Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz, Martin Rößler, in das Kollegiengebäude nach Darmstadt. Die Stadt Hanau wird zum 1. Januar 2026 kreisfrei und damit aus dem Main-Kinzig-Kreis ausgegliedert.

Im Grenzänderungsvertrag werden neben der eigentlichen Gebietsveränderung die organisatorischen, personellen und finanziellen Rahmenbedingungen der Auskreisung geregelt. Hanau hat als Sonderstatusstadt bislang nur einzelne Aufgaben der Landkreise übernommen und wird zukünftig als kreisfreie Stadt auch alle Landkreis-Aufgaben übernehmen.

Mit dieser Genehmigung vollzieht das RP – nach dem Landtagsbeschluss aus dem Februar dieses Jahres – den letzten rechtlich notwendigen Schritt und gibt abschließend „Grünes Licht“ für die Auskreisung der Stadt Hanau aus dem Main-Kinzig-Kreis. „Mit der Kreisfreiheit der Stadt Hanau ab 1. Januar 2026 wird ein Stück Kommunalgeschichte in Hessen geschrieben. In unserem Bundesland wird es damit künftig sechs anstelle bisher fünf Städte mit Kreisfreiheit geben. Für das Regierungspräsidium ist es ein ausgesprochen bedeutender Vorgang, die Genehmigung für die Auskreisung zu erteilen“, sagte Regierungspräsident Hilligardt. Er verwies auf die zügige Genehmigung des Grenzänderungsvertrages durch seine Behörde und betonte die aus der Kreisfreiheit erwachsende größere Verantwortung für die Stadt Hanau. „Wir als Regierungspräsidium werden Hessens neue kreisfreie Stadt und den Main-Kinzig-Kreis in neuem Zuschnitt weiter eng, kompetent und konstruktiv beraten und begleiten“, versprach er.

Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) führte aus: „Der genehmigte Grenzänderungsvertrag markiert – nach dem Landtagsbeschluss – einen weiteren historischen Moment für unsere Stadt. Mit ihm ist der Weg zur Kreisfreiheit nun endgültig geebnet. Ab dem 1. Januar 2026 übernehmen wir nun die Aufgaben in eigener Verantwortung. Für unsere Bürgerinnen und Bürger bedeutet das: kürzere Wege, klare Zuständigkeiten und noch mehr Entscheidungen direkt vor Ort. Wir können mit unserer Ortskenntnis und der Vernetzung in der Stadt schnellere und bessere Lösungen anbieten, die sich auch wirtschaftlich positiv auswirken werden. Das ist ein Gewinn an Selbstbestimmung, Verwaltungskraft und Bürgernähe, auf den wir in Hanau lange hingearbeitet haben.“ Der Oberbürgermeister ergänzte: „Mein Dank gilt dem Main-Kinzig-Kreis für die konstruktive Zusammenarbeit in den vergangenen und kommenden Jahren und ebenso dem Regierungspräsidium Darmstadt für die verlässliche Begleitung des Prozesses.“

„Wir haben als Main-Kinzig-Kreis von Anfang an erklärt, diesen Vorgang konstruktiv zu begleiten und dabei die Interessen unserer Bürgerinnen und Bürger zu wahren. Mit dem gemeinsam ausgehandelten Vertrag ist das auf eine sehr gute Weise gelungen, denn es wird ausdrücklich festgeschrieben, dass die Auskreisung der Stadt Hanau nicht zum Nachteil der anderen 28 Städte und Gemeinden erfolgt. Das gemeinsame Ziel ist vielmehr, die Wirtschaftskraft, das Leistungsvermögen und die Attraktivität der gesamten Region nachhaltig zu entwickeln. Der Inhalt beschreibt also nicht nur die formalen und rechtlichen Schritte, sondern er ist auch der Ausdruck einer neuen Form des partnerschaftlichen Miteinanders“, betonte Landrat Thorsten Stolz (SPD).

An dem Termin nahmen teil: Regierungspräsident Prof. Dr. Jan Hilligardt, Regierungsvizepräsident Dr. Stefan Fuhrmann; Martin Rößler, Staatssekretär im Hessischen Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz, Hanaus Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri sowie Stadträtin Isabelle Hemsley und vom Main-Kinzig-Kreis neben Landrat Thorsten Stolz auch der Erste Kreisbeigeordnete Andreas Hofmann (SPD) und der Kreisbeigeordnete Jannik Marquart (CDU).

Hintergrund:

Da sich durch die Ausgliederung einer Kommune aus dem Kreisgebiet die Grenze eines Landkreises ändert, bedurfte die Ausgliederung von Hanau nach der Hessischen Landkreisordnung eines „Auskreisungsgesetzes“, das der hessische Landtag bereits im Februar dieses Jahres beschlossen hat. Der Main-Kinzig-Kreis und die Stadt Hanau hatten dann alle Folgen der Auskreisung in einem Grenzänderungsvertrag zu regeln. Diese Verträge bedürfen immer der aufsichtsbehördlichen Genehmigung.

Das RP fungiert aktuell als Rechts- und Finanzaufsicht über die Landkreise im Regierungsbezirk Darmstadt, die kreisfreien Städte Darmstadt und Offenbach, außerdem die Sonderstatusstädte (über 50.000 Einwohner). Künftig wechselt Hanau aus der Gruppe der Sonderstatusstädte zu den kreisfreien Städten. Die Zuständigkeit des Regierungspräsidiums für die Stadt ändert sich hierdurch nicht.

Link: https://rp-darmstadt.hessen.de/sicherheit-und-kommunales/kommunalaufsicht

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Von links: Regierungsvizepräsident Dr. Stefan Fuhrmann, Regierungspräsident Prof. Dr. Jan Hilligardt, Oberbürgermeister Claus Kaminsky, Landrat Thorsten Stolz und Staatssekretär Martin Rößler. © RP Darmstadt

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Übergabe Grenzänderungsvertrag beim RP Darmstadt. © RP Darmstadt

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Kommentare

10
Hätteesgernschönhier
9 monate vor
Diese Welt ist voller Holzwege. Irre.

Ich gratuliere dem Kreis, dass sie uns los sind.

Irre, was für eine Welt wir unseren Kindern hinterlassen.

Eine Großstadt, die keine ist, alle völlig überfordert. Nicht mal Sicherheit kann man uns bieten. Dafür schießen die Kosten durch die Decke und die paar übriggebliebenen Zahler zahlen sich zu Tode.

Bravo. Hoch die Tassen ...
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3
C.H.K.
9 monate vor
Als Hanauer Bürger sehe ich nun freudig den kommenden (Grund)steuererhöhungen entgegen, die wohl wegen einiger neu zu installierender Institutionen fällig werden.
Ich bin gespannt.
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Proximo
9 monate vor
In der Kreisverwaltung des MKK sind aktuell ca. 1.500 Personen beschäftigt. Wie viele von diesen Personen gehen denn dann nach Hanau? Gelnhausen wird doch dann nach der Kreisfreiheit von Hanau personell ein wenig abgespeckt werden, oder?
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4
C.H.K.
9 monate vor
@Proximo:
"...personell ein wenig abgespeckt..."
Sie Optimist!
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6
Markus
9 monate vor
Es sind laut offizieller Homepage des Main-Kinzig-Kreises etwa 1.200 Angestellte (https://www.mkk.de/kreisverwaltung/karriere_im_mkk/personal__planung_und_organisation/personal_planung_organisation_1.html). Aber mit korrektem Recherchieren haben es die "blaunen" Demokratieverächter und Rückgratlosen bekanntlich nicht so!
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10
Proximo
9 monate vor
Markus, belegen Sie bitte, warum ich ein Demokratieverächter und rückgratlos bin. Ansonsten ist Ihre Beleidigung - wie so viele von Ihnen - einfach nur ein Werfen mit Dreck, mit der Hoffnung, dass etwas hängen bleibt. Mehr haben Sie - und auch das haben Sie oft genug bewiesen - einfach nicht drauf.
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12
HUGA
9 monate vor
Endlich. Der MKK verliert damit ein Klientel, das niemand möchte. Endlich geschafft!
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12
Zurechnungsfähiger
9 monate vor
Bin neulich umfangreich "über Land" geradelt.
Was sich da bei Euch öffentlich herumtreibt, lässt keine positive Zukunft erwarten. Die Kristallisationspunkte sind gesetzt. Von hier an geht es unaufhaltsam weiter.
Ihr seid genauso im Arsch wie wir, nur ein wenig später.
In Hanau wird man mittlerweile beim Warten am Kassenband bedroht, ganz schamfrei.
Viel Spaß damit........
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13
Ruffty
9 monate vor
"It's like a jungle sometimes,it makes me wonder how I'm keep from going under."
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