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Kinzig-Schule Schlüchtern: 69 Abiturientinnen und Abiturienten am Beruflichen Gymnasium

Kinzig-Schule Schlüchtern: 69 Abiturientinnen und Abiturienten am Beruflichen Gymnasium

„Sie haben sich in Zeichen geopolitischer Unsicherheiten Ihrer Odyssee gestellt und segeln heute in den geschützten Heimathafen, Ihr Ittaka, ausgestattet mit der allgemeinen Hochschulreife, dem höchsten schulischen Abschluss, den unser schönes Bundesland Hessen zu bieten hat.” In der Festansprache von Oberstudiendirektor Karsten Günder, dem Schulleiter der Kinzig-Schule, drehte sich viel um antike Helden aus der griechischen Mythologie, um den bereits zitierten Odysseus, um Troja oder den Zorn des Poseidon.

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Dies wurde in den Kontext der „Odyssee” der Absolventinnen und Absolventen gesetzt, die sich Herausforderungen stellen und diese mit Hilfe ihrer Eltern und Lehrerinnen und Lehrer meistern mussten. „Nach der Odyssee zum Abitur türmen sich neue Aufgaben und Herausforderungen vor Ihnen auf. Haben Sie weder Angst noch Scheu, vertrauen Sie darauf, was Sie können und gelernt haben, auf Ihr Handwerkszeug, Ihre Schläue und Wendigkeit”, betonte Karsten zum Abschluss seiner Rede und brachte seine Zuversicht zum Ausdruck, dass die Jahrgangsmitglieder, ähnlich wie Odysseus an der Seite seiner Frau Penelope, ihren Platz in der Gesellschaft werden einnehmen können. 

69 Absolventinnen und Absolventen des Beruflichen Gymnasiums erhielten an diesem Junitag ihre Abiturzeugnisse, weitere 11 freuten sich über den erfolgreich gemeisterten schulischen Teil der allgemeinen Fachhochschulreife. Der Abiturschnitt liegt in diesem Jahr bei 2,25 und damit über dem Landesschnitt. „Aufatmen” sei nun angesagt, auch wenn „heute nicht das Turnier eures Lebens endet, sondern lediglich die erste große Spielphase”, unterstrich Studiendirektorin Bettina Fest. Der zunächst ungewisse Weg zum Abitur sei von Siegen und Niederlagen gesäumt gewesen und habe von Runde zu Runde geführt, zunächst zur K.o.-Phase. „Nun beginnt ein neues Leben und man wird unterschiedliche Wege beschreiten. Auch wenn man den Spielplan des Lebens noch nicht kennt, sollt ihr eure Neugier bewahren”, gab die Abteilungsleiterin den jungen Menschen mit auf den Weg.

Bettina Fest kam im Rahmen der Feierstunde auch eine andere Rolle zu: die der Tutorin eines Englisch-Leistungskurses: Sie verabschiedete ihre Kursmitglieder nach dem erfolgreich gemeisterten „Final chapter”, dem Abitur, mit den Worten: „Write your own success story!” Gymnasiallehrer Ben Elm nahm nach eigenem Bekunden in der Qualifikationsphase seinen Englisch-LK auf eine Weltreise mit, wodurch man den Horizont habe erweitern können, auch wenn es gerade bei Shakespeare nicht immer leicht gefallen sei. Nun gehe die Weltreise in Richtung Uni, Ausbildung oder echte Weltreisen weiter – „Seid offen für Neues!”, so der Rat des erfahrenen Englischlehrers. Gymnasiallehrerin Denise Ludwig (Deutsch-Leistungskurs) nahm in einer persönlich gehaltenen Rede Abschied von ihren Kursmitgliedern und betonte, dass die Zusammenarbeit neben der Vorbereitung auf das Abitur von intensiver Lebensberatung geprägt worden sei. Studienrat Marian Brys widmete sich in seiner Ansprache unterschiedlicher Sprachvarietäten, lobte seine Kursmitglieder für das „verdiente Abitur” und verabschiedete sich – für viele unerwartet – mit den Worten: „Ihr seid baba großartig!” Studienrätin Dr. Susanne Schrodt freute sich, dass alle Mitglieder ihres Leistungskurses Biologie das Abitur bestanden haben und betonte, dass sie alle Spuren hinterlassen hätten. Gymnasiallehrerin Margarete Kolenda beschrieb das Leben als eine Kurvendiskussion mit Null-, Wende-, Hoch- und Tiefpunkten. „Heute haben wir einen Wendepunkt erreicht”, so die Leiterin des Leistungskurses Mathematik. Die Kurve gehe aber weiter und dazu wünschte Kolenda ihren Ehemaligen viel Erfolg.

Die Feierstunde endete mit Ehrungen und dem Grußwort des Abiturjahrgangs – diese Aufgabe übernahmen Sila Cakal und Florian Buchhold. Für herausragende Leitungen wurden Franka Bagus, Clara Klagges und Carl Ruf mit einem Schnitt von jeweils 1,0 sowie Lorena Braukmann und Jenny Trute für ein Gesamtergebnis von jeweils 1,1 geehrt.

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