Er ist Teil einer Expeditionsgruppe von zehn Lehrkräften aus ganz Deutschland, die im Arbeitskreis „Polarlehrer“ in der Deutschen Gesellschaft für Polarforschung organisiert sind. Geplant hat die Tour der Flensburger Geographie-Professor Rainer Lehmann, der auch über entsprechende Kontakte zu Forschern in Spitzbergen und zum Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven verfügt.
Die Lehrkräfte werden vor Ort in Spitzbergen und den umliegenden Gewässern verschiedene Forschungsfragen untersuchen. Eine Gruppe befasst sich mit der Entwicklung der Gletscher vor Ort, andere mit botanischen und zoologischen Themen. Prochnow wird zusammen mit anderen Lehrkräften Untersuchungen zu Mikro- und Makroplastik an den Stränden und in den Gewässern Spitzbergens machen. Außerdem ist geplant, eine ganz besondere Geographie-Unterrichtsstunde von Bord aus zu geben. „Die Schüler dürfen mich dann alles fragen, was sie zum Thema Arktis interessiert“, sagt Prochnow.
Auf dem Instagram-Kanal der Deutschen Gesellschaft für Polarforschung wird ab dem 29. Mai 2026 täglich über die Aktivitäten der Expeditionsteilnehmer berichtet, die auf engstem Raum auf dem kleinen Forschungsschiff zusammenleben und forschen werden. „Wir wollen dazu beitragen, dass der Polar- und der Meeresforschung mehr Raum gegeben wird und die Schüler Einblicke in die Forschungsarbeit vor Ort gewinnen können“, erläutert der Hanauer Lehrer, der auch Mitglied im Vorstand der Wetterauischen Gesellschaft für die gesamte Naturkunde e. V. in Hanau ist. „Das Thema Arktisforschung ist nämlich ziemlich cool“, findet Prochnow, der Geographie in Kiel studiert hat und seit 2002 an der HOLA unterrichtet.
Die Polarlehrer haben eine Instagram-Seite eingerichtet. Sie werden dort über ihre Forschungsreise berichten, Fragen und Kommentare beantworten: https://www.instagram.com/polarlehrer/
Dort gibt es auch Links zu polaren Unterrichtseinheiten, zur monatlichen Polarstunde und den Unterrichtsmaterialien, die auf der Expedition erstellt werden.
Der Hanauer Lehrer Stefan Prochnow von der HOLA vor einer Europa-Karte in seinem Klassenzimmer, auf der Spitzbergen allerdings gar nicht zu sehen ist, so weit nördlich liegt es.
Logo der Spitzbergen-Expedition der Polarlehrer.




