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Den „Rehbein-Spirit“ auf die Bühne gebracht

Den „Rehbein-Spirit“ auf die Bühne gebracht
Mit Verve in einer hochwertigen Qualität präsentieren die KRS-Kinder einen Querschnitt durch die aufregende Welt des „Königs der Löwen“. Fotos. KRS

Wer schon immer mal wissen wollte, was diesen so oft beschworenen „Rehbein-Spirit“ eigentlich ausmacht, der konnte in den traditionellen Sommerkonzerten der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS) eine sehr eindrucksvolle Lehrstunde erleben.

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Es ist der letzte Auftritt von Stefan Glück, der in über 35 Jahren die Rehbein-Konzerte mit „seiner“ Big-Band bereichert hat. Er verabschiedet sich in den Ruhestand. Ein letztes Mal senden er und seine grandios aufspielenden Musikerinnen und Musiker dynamisch wohl austarierte Dynamik-Abstufungen eingebunden in komplexe Rhythmusstrukturen von der Bühne. Geballte Bläserpower als Ohrenschmaus. Und dann kommt der große Moment des „Adieu-Sagens“. In den vergangenen 35 Jahren „kann ich mich an keinen Auftritt erinnern, an dem ich nicht …“, weit kommt Stefan Glück nicht. „beschwingt und beseelt nach Hause gefahren wäre“, wollte er eigentlich mit versagender Stimme noch sagen.

Als wären das nicht schon genug an Emotionen, kommt ein weiterer großer Augenblick auf die Bühne. Als bekennender Udo-Jürgens-Fan habe er sich schon immer gewünscht, einmal das Jürgens-Stück „Der Mann mit dem Fagott“ zu spielen. Das setzt er um mit seinem Sohn Mathis, der den „Mann mit Fagott“ live präsentiert, Jens Weismantel mimt Udo Jürgens. Unter stehenden Ovationen sinken sich die beiden Glücks in die Arme. Und damit immer noch nicht genug: Jetzt schlägt der „Rehbein-Spirit“ voll zu: Die gesamte Bühne bevölkert sich mit Musikerinnen und Musiker, die im Laufe der letzten 35 Jahre in der KRS- Big-Band ein ganzes Schulleben lang mitgespielt haben. Aus ganz Deutschland sind sie extra für diesen kleinen Auftritt angereist, um Big-Bandleader Stefan Glück ihre Reverenz zu erweisen. Das Stück „You Are The Sunshine Of My Life“ wird umgetextet in „Wir verneigen uns vor dir“ – ein mit nichts zu toppender, unvergesslicher Konzertmoment, durchtränkt von Anerkennung und Respekt, den sich Glück wahrlich auch verdient hat.  „Kinder, die frühzeitig mit Musik in Berührung kommen, sind und bleiben besondere Menschen“, so Glück zum Abschied. Wohl wahr gesprochen.

Das zeigt sich schon zu Beginn des Abends mit dem KRS-Kinderchor der Klassen fünf und sechs unter Gudrun Hildebrandt, der einen sehr zauberhaft arrangierten Querschnitt durch die Welt des „Königs der Löwen“ zum Besten gibt. Unterstützt mit Band und dem Gesangs-Ausnahmetalent Sanvi Kakkar (Voice Kids Germany) bringt der Chor eine sowohl fröhliche als auch stimmlich sehr hochwertige Aufführung ins vollbesetzte CPH. Das KRS-Blasorchester unter Daniel Ulb glänzt mit feinen, zum Teil skurrilen Klangnuancen, die oftmals in eruptive Crescendi münden. Hier zeigt sich einmal mehr, wie sich lange Probentage auszahlen können. Ein Riesenlob an die KRS-Schülerinnen und -Schüler, die trotz der unsäglichen Hitze zur Höchstform aufliefen.

Dem in nichts nach steht das KRS-Sinfonieorchester unter dem Dirigat von Jens Weismantel, der sich die Probenarbeit mit Sophia Schüller teilt. Lupenrein in der Intonation die „Prélude“ aus der Bühnenmusik „L’Arlesienne-Suite Nr.1“ von Georges Bizet. Gleißende Dynamik sorgt für gut nachvollziehbare Spannungsbögen des instrumental und harmonisch viermal variierten Marschrhythmus des provençalischen Weihnachtsliedes „Marcho dei Rei“. Cineastische Spannung verbreitet die Konzert-Suite aus dem Film „Harry Potter und der Orden des Phönix“ aus der Feder von John Williams, bevor das Publikum dann durch die Bilder einer Ausstellung“ geleitet wird, daraus die „Promenade“, das prachtvolle „Heldentor von Kiew“ – wieder so ein opulenter Gänsehaut-Moment – und „Gnomus“, den der mehrfache Preisträger Lukas Bender in absoluter Perfektion ergreifend auf die Tasten bringt. Und auch hier wieder ein Abschied: Der langjährige 1. Konzertmeister und Ausnahmetalent Manfred Hubert wird die KRS verlassen, hat er als Zehntklässler ganz frisch die Aufnahmeprüfung für das Violin-Studium an der Uni Würzburg geschafft.           

„Im Salzkammergut, da kann man gut…“ und „Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist“: Bekannte „Gassenhauer“ aus Benatzkys Operette „Im weißen Rössl“, die vom Chor der Musikklasse 5g, dem Chor ab Klasse 7 und dem Chor der Freunde der KRS unter der Leitung von Frank Hagelstange in Klavierbegleitung von Petra Weiß und Uwe Heller stilecht in Dirndln und Lederhosen zelebriert wurden. Der Einsatz zahlreicher Solistinnen und Solisten sorgt für weitere Kurzweile einer augenzwinkernden Darbietung. Mit einem gemeinsamen Schunkeln „Im weißen Rössl“ verlassen die „Piefkes“ unter großem Applaus die Bühne.        

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Zum Abschied „Der Mann mit dem Fagott“: Udo-Jürgens-Fan Stefan Glück erfüllt sich zusammen mit seinem Sohn Mathis (Fagott) den Traum, dieses Werk einmal live auf die Bühne zu bringen. 

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Mit Verve in einer hochwertigen Qualität präsentieren die KRS-Kinder einen Querschnitt durch die aufregende Welt des „Königs der Löwen“. Fotos. KRS

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