Nun müssen nur noch zwei Hürden überwunden werden. Nachdem Julius Klose den Klassensieg erreichte, konnte er als Sieger der Hohen Landesschule Hanau (HOLA) gegen seine Mitschüler durchsetzen und qualifizierte sich damit für den hessischen Landesentscheid im März. Damit würde sich der 15-jährige Langenselbolder einen Platz im Deutschlandfinale des Wettbewerbs „Diercke-Wissen“ am 5. Juni 2026 in Braunschweig sichern, in dem die besten Geographie-Schüler Deutschlands gegeneinander antreten.
Julius Klose reiste bisher bis nach Wien und nach Ägypten, sein Lieblingskontinent sei aber die Antarktis, berichtete der erfolgreiche Schüler, der offenbar vor unbekanntem Terrain nicht zurückschreckt. Geographie-Lehrer Stefan Prochnow überreichte auch der Zweitplatzierten Patricia Damian und der Drittplatzierten Marie Schneegold Urkunden. Außerdem erhielten alle einen passenden Pokal mit einer Erdkugel, der fast ein wenig an den WM-Pokal im Herren-Fußball erinnert.
Patricia Damian (16 Jahre) aus Hanau plant, Biologie und Geographie als Leistungskurse zu wählen. Ihr Lieblingsland ist Brasilien. „Mein Berufswunsch ist noch nicht ganz sicher, aber es könnte in Richtung Architektur gehen“, berichtet sie. Marie Schneegold (16) aus Nidderau wird Leistungskurse in Chemie und Informatik belegen und bekennt: „Eigentlich mag ich Geographie gar nicht so.“ Wer glaubt, dass zum Erfolg beim Geographie-Wettbewerb der Atlas auswendig gelernt wird, der irrt sich. Längst untersucht der Geographie-Unterricht auch komplexe Phänomene wie den Klimawandel, den Energie-Mix deutscher Haushalte oder den demographischen Wandel.
„Inzwischen haben über 8 Millionen Schülerinnen und Schüler am Wettbewerb DIERCKE WISSEN seit seinem Bestehen teilgenommen. Wir sind froh, dass dem Fach Geographie als problemlösungsorientiertes Zukunftsfach auf diese Weise ein hohes Interesse entgegengebracht wird und wir mit dem „Diercke Weltatlas“ in diesem Kontext ein Tor zur Welt bilden.“ sagt Thomas Michael, der die Diercke – Redaktion seit 1999 leitet. „Das Fach Geographie ist die einzige Wissenschaft, die Mensch-Umweltbeziehungen räumlich untersucht. Dass dies enorm wichtig ist, zeigen die globalen Herausforderungen unseres Jahrhunderts. Das Interesse und Talent der Jugendlichen dafür bleiben hoch. Ich freue mich daher sehr auf die Schülerinnen und Schüler, die es am 5. Juni 2026 zum Bundesfinale nach Braunschweig schaffen werden.“ sagt Dr. Florian Ringel, 1. Vorsitzender des VDSG (Verband Deutscher Schulgeographie e.V.).
Sieger Julius Klose (Mitte), Patricia Damian (links), Marie Schneegold (rechts) mit HOLA-Lehrer Stefan Prochnow.



