Neu hinzu kommt jetzt, dass schon ab Jahrgangsstufe sieben und acht die Potenziale und Interessen der Heranwachsenden mit Hinblick auf die Schul-, Berufs- und Studienlaufbahn systematisch erarbeitet und besprochen werden. Dazu hat die HOLA eine Kooperationsvereinbarung mit der Hanauer Gesellschaft für Wirtschaftskunde e. V. (GfW) getroffen. Ab dem kommenden Schuljahr führt der in der Berufs- und Studienorientierung erfahrene anerkannte Bildungsträger mit zwei Pilotklassen eine Potenzialanalyse durch, in der die Schülerinnen und Schüler ihre Stärken und Schwächen, ihre Interessen und Potenziale in Bezug auf ihre sozialen Fähigkeiten erfahren können.
Der nächste Schritt sind dann die zweiwöchigen „Werkstatttage“, die unter dem Begriff TalenteWerkstatt durchgeführt werden. Hier haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, bis zu zehn verschiedene Berufsfelder kennenzulernen und ihre vielleicht bisher noch verborgenen beruflichen Talente zu entdecken. Geplant ist, dass die Jugendlichen dabei ganz praktisch unter Anleitung Tätigkeiten aus unterschiedlichen Bereichen ausüben, wie z.B. Metall, Elektro, Hotel- und Gastronomie, Verwaltung, Gesundheit, Erziehung und Soziales, Hauswirtschaft, Kosmetik und Körperpflege sowie Farb- und Raumgestaltung.
„Dabei werden nicht nur die Ausbildungsberufe vorgestellt, sondern ebenso Studienmöglichkeiten und Duale Studiengänge in den Mittelpunkt gerückt“, berichtet Projektleiterin Daniela Grund. „Es geht also nicht um den Elektroinstallateur und die Krankenschwester, sondern um den Elektroingenieur und den Mediziner oder die medizinische Gerätetechnik“, ergänzt Grund. „Insgesamt wollen wir erreichen, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch Berufsfelder kennenlernen, an die sie bisher noch nicht gedacht haben“, sagt Reinhold Maisch, Geschäftsführer der GfW. „Egal ob jungen-oder mädchentypischer/s Beruf oder Studium, entscheidend ist es, Erfahrungen zu machen und Vorstellungen davon zu bekommen, was in und nach einer Ausbildung oder einem Studium in einem bestimmten Berufsbereich für Anforderungen zu erfüllen sind. Das ist das Ziel dieser frühen Berufsorientierung“, ergänzt Stefan Prochnow, zuständiger Fachbereichsleiter an der HOLA.
Foto: Stefan Prochnow, Fachbereichsleiter II an der HOLA, und Reinhold Maisch sowie Daniela Grund von der GfW besiegeln die Zusammenarbeit bei der Berufsorientierung.


