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Holaner planen Stadtteile der Zukunft

Holaner planen Stadtteile der Zukunft
Kenan Koc, Quentin Lotz, Julius Klose und Yaron Arnold (von links nach rechts) vom Siegerteam „Fortunae Urban Core Group“ diskutieren am Modell über ihr Bebauungskonzept im fiktiven Stadtteil „Schönfeld“.

"Unsere Schülerinnen und Schüler sind die Stadtbewohner der Zukunft. Sie haben eigene Vorstellungen und Ideen, wie ihre Stadt aussehen soll", heißt es aus der Hohen Landesschule (HOLA) in Hanau.

Umso wichtiger sei, dass Stadtentwicklung mit und von ihnen gemacht werde. Mit dem Planspiel Urban Plan des Urban Life Instituts Frankfurt führten die Geographie-Studenten Felicitas Wende und Nico Leidekker die „Stadtbewohner von morgen“ an die Welt der Stadt- und Quartiersentwicklung heran, zeigten verschiedene Berufsfelder in der Branche auf und ermutigten die Jugendlichen, sich bei der Gestaltung ihres Wohnumfelds einzubringen. Diesen sehr praxisnahen Unterricht ermöglichte in der Klasse 10G Geographie-Lehrer Stefan Prochnow.

Die 28 Schüler bildeten vier Siebener-Gruppen, gaben ihrem Unternehmen einen Namen und formulierten Ziele, die sie im fiktiven Stadtteil „Schönfeld“ vorrangig umsetzen wollten. Dann ging es an die Planung, um die Ziele umzusetzen. Dabei waren unterschiedliche Interessensgruppen und die Belange des „Stadtrats“ zu beachten. Es wurden zwar nicht alle Details des deutschen Baurechts übernommen, aber Mindestabstände und Verschattungen waren nur einige der zu berücksichtigenden Faktoren. Nachhaltigkeit, Rentabilität und die Vermeidung von Nutzungskonflikten mussten bestmöglich vereinbart werden.

Die Schüler sollten als Team ein stimmiges Konzept für das Plan-Gebiet liefern, das wirtschaftlich rentabel ist. Sie mussten sich aktiv in ihre Aufgaben und Rollen vertiefen, um ein schlüssiges Ergebnis zu erzielen. Gleichzeitig mussten sie im Team Entscheidungen treffen und einem gemeinsamen Leitbild folgen. In direktem Austausch mit Experten aus der Immobilienwirtschaft, die eigens in die Schule angereist waren, vertraten sie ihre Ideen und hinterfragten ihre Entscheidungen. Am Modell planten sie mit Miniatur-Gebäuden die Bebauung ihres Stadtteils, am Rechner kalkulierten sie die finanziellen Folgen ihrer Entscheidungen. Das Handy-Blitzlicht wurde zur Sonne, um Lichteinfall und Verschattungen zu prüfen, Dachterrassen wurden mit Modell-Bäumen begrünt.

Bei den Schülern der Klasse 10G kam der Projekttag gut an. Der Jury, bestehend aus vier Immobilien-Profis des Frankfurter Unternehmens PIMCO, fiel die Entscheidung am Ende nicht leicht. „Alle Gruppen haben gut durchdachte Konzepte im Modell realisiert“, resümierten die Juroren Luca Freyhofer, Felix Junghanns, Carina Swatek und Laura Wolf. Dank ihrer besonders überzeugenden Präsentation wurden schließlich Yaron Arnold, Sophia Bickelhaupt, Patricia Damian, Paul Hünert, Julius Klose, Kenan Koc und Quentin Lotz zum Siegerteam gekürt.

"Wenn das Planspiel dazu beigetragen hat, dass jungen Menschen die Abläufe der Stadt- und Raumplanung nähergebracht und die Hemmschwelle zu eigenem Engagement in diesem Bereich verringert wurde, zählen zweifellos alle Beteiligten zu den Gewinnern", heißt es abschließend aus der Schule.

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Kenan Koc, Quentin Lotz, Julius Klose und Yaron Arnold (von links nach rechts) vom Siegerteam „Fortunae Urban Core Group“ diskutieren am Modell über ihr Bebauungskonzept im fiktiven Stadtteil „Schönfeld“.

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