Da dieser aber verhindert sei, müssten sich die KRS-Absolventinnen und -Absolventen mit seinen Glückwünschen zufriedengeben. Diese jedenfalls kommen genauso von Herzen wie die weiteren zahlreichen Gratulationen während der feierlichen Verabschiedung der KRS-Abiturientinnen und -Abiturienten.
Der „dreizehnjährige Ernst des Lebens“ sein nun vorbei, konstatieren die beiden Abiturientinnen Ilaria Gazzetto und Emilija Jeftic unisono. Gerade die nervenaufreibende Klausuren- und Prüfungsphase habe den Umsatz von Energy-Drinks in ungeahnte Höhen getrieben. Die Eltern mussten Prüfungspanik samt Tränen am Küchentisch aushalten – dafür habe nun das tägliche Befüllen von Brotdosen doch ein glückliches Ende genommen. „Mit maximalem Spaß bei minimalem Aufwand zum Abitur“: Rückblickend sei festzuhalten, dass die gesamte KRS-Schulzeit neben Schulstress auch eine Vielzahl schöner Momente hervorgebracht habe wie etwa Kursfahrten oder andere gemeinsame Veranstaltungen. Einen Dank senden die Abiturienten an die Lehrkräfte und die Eltern für deren fortwährende Unterstützung und Begleitung in der Schulzeit. Und so hat die Unterstützung am Ende auch Früchte getragen: Bei einem Notendurchschnitt von 2,15 konnten sich zehn Abiturientinnen und Abiturienten die Traumnote eins einheimsen, darunter Charlotte Volbers, Klara Luies Schauer und Emilija Jeftic als die drei besten.
„Dies ist ein Tag der Freude, der Erleichterung, vielleicht auch ein wenig ein Tag der Wehmut. Aber vor allem ist es ein Tag der Anerkennung. Wir stehen hier, um Euren Erfolg zu feiern –Euer Abitur. Dieser Abschluss ist mehr als eine Note, mehr als ein Stück Papier. Er ist der sichtbare Beweis für Jahre geprägt vor allen Dingen von Lernen, von Herausforderungen und von Entwicklung“, ruft KRS-Schulleiter Stephan Rollmann „seinen“ Abgängern zu. Und doch sei dieser Moment kein Schlusspunkt, sondern vielmehr ein Doppelpunkt: „Das Entscheidende liegt nicht hinter euch. Es liegt vor euch“, mahnt Rollmann. Denn die Zeiten in einer immer komplexeren und unübersichtlicheren Welt, geprägt von Konflikten und rasanten technischen Entwicklungen, erforderten vor allem den Kampf für eine gelingende Demorkratie, die der Garant für Frieden sei: „Zuhören, Abwägen, Differenzieren, Verantwortung tragen und auch Aushalten im gegenseitigen Respekt – all diese Werkzeuge habt ihr im Laufe eures Schullebens mit auf euren Weg bekommen“, so Rollmann weiter. „Und genau das möchte ich euch heute mitgeben: Gestaltet. Lasst euch nicht bloß treiben. Wartet nicht darauf, dass andere entscheiden. Bringt euch ein.“ Mit dem Erwerb des Abiturs, so auch Bieri, halten die ehemaligen Schülerinnen und Schüler den „Schlüssel zu den Toren der Welt“ in der Hand. Man müsse ihn eben nur nutzen.
Dazu zählt auch soziales Engagement. Dem Rotary Club Hanau war dies eine besondere Ehrung wert: So wurden Ahmed Daniya und Johannes Streck für ihren unermüdlichen Einsatz für den KRS-Schulsanitätsdienst ausgezeichnet sowie Ilaria Gazzetto für ihr langjähriges Amt als Schulsprecherin, die zusammen mit ihrem Team das Schulleben verantwortungsvoll mitgestaltet habe.
Daneben wurden durch den Schulelternbeirat, dem „Verein der Freunde der KRS“ und der Schulleitung besondere und herausragende Leistungen in den unterschiedlichen Fächern gewürdigt. So etwa Anja Cvetkovic, eine einstige Intensivschülerin, die sich in der zehnten Klasse gekommen mit großem Eifer und Willen zum Abitur „durchgebissen“ habe. Daneben standen zahlreiche KRS-Leistungssportler wie etwa Jakob Raststätter, der sich während der Abiturphase für die U-23-Ruder-Weltmeisterschaft qualifiziert habe, oder auch der U-19-Vize-Weltmeister Simon Gimplinger, auf der Bühne. So kam dann unter lautstarkem Applaus der große Moment der Zeugnisübergabe, die dann in eine rauschende Abi-Ballnacht mündete.



