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Nicht vergessen: Der Hanauer Theodor Groppe

Nicht vergessen: Der Hanauer Theodor Groppe

Die Otto-Hahn-Schule konnte ihren langjährigen stellvertretenden und kommissarischen Schulleiter Hans Michael Müller wieder an seiner alten Wirkungsstätte begrüßen, an der er von 1972 bis zu seiner Pensionierung tätig war.

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Dieses Mal besuchte er die Schule jedoch als Zeitzeuge. Er stellte den kommenden Abiturienten der Jahrgangstufe 12 Theodor Groppe auf eindringliche Art und Weise vor. Vor faszinierten jungen Zuhörern berichtete der aktive Pensionär Müller die beeindruckende Lebensgeschichte Theodor Groppes, ein ehemaliger Hanauer Bürger, der ein überzeugter Nazi-Gegner war. Die Macht der Nazi -Ideologie und deren furchtbaren  Einfluss veranschaulichte der Referent mit dem Verweis auf Hitlers Buch  "Mein Kampf". Dessen Inhalt hätten damals sehr, sehr viele gekannt, aber offenbar nicht wahrhaben wollen. Leiden mussten dann Millionen unter den Gräuel eines weltweit geführten Krieges. Hans Michael Müller hat das wie seine Familie am eigenen Leib erleben müssen. Am 8. November 1941 geboren, lebte er mit seinen Angehörigen in der Hohen Tanne. Er musste Zeitzeuge des verheerenden Bombenangriffs auf Hanau werden, der am  20.März 1945 riesige Areale der Stadt in Schutt und Asche legte. Die Folgen reichen bis in die Neuzeit, in der der Stadtumbau versucht, architektonischen Glanz zurückzugewinnen.

Die Geschichte Theodor Groppes, so Müller, sei die eines Generals. Es sei die eines kaum beachteten Widerstandkämpfers. Ein Vergessen, das Groppe zu Unrecht geschehe. Es sei wert, an ihn zu erinnern. Die Schule sei ein sehr geeigneter Ort, das zu tun. Dem Militär Groppe sei die Ideologie der Nazis mit seinem Gewissen nicht vereinbar gewesen. Er habe sich von Anfang an mit seinen Nazi treuen Vorgesetzen anlegelegt, sei deswegen nach Hanau strafversetzt worden. Als er auch hier "negativ" auffiel, weil er u.a. den Hitler-Gruß verweigerte, wurde er unehrenhaft aus der Armee entlassen. Durch den Ausbruch des Weltkriegs blieb diese Entlassung aber wirkungslos. Während des Kriegs habe Groppe seine Stellung an der Front genutzt, um Ausschreitungen gegen Juden zu verhindern. Aber als Groppe  öffentlich gegen einen Befehl protestierte, der dazu verpflichten solle, um jeden Preis Kinder zu  zeugen – auch außerehelich – verlor er endgültig seine Stellung.  Enge Beziehungen zu der Widerstandsgruppe des 20.  Juli 1944  führten schließlich zu seiner Verhaftung. Dem Tod durch Erschießen sei der General nur durch eine abenteuerliche Flucht entkommen. Die einzige öffentliche  Ehrung, die Theodor Groppe in Hanau bekam, ist eine kleine Straße, die nach seinem  Namen benannt wurde.

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