In der Arbeitsgemeinschaft „Schülervertretung“ und im Geschichts- und evangelischen Religionsunterricht bei Oberstudienrätin Angela Kirchhoff wurden Fragen zur Aktualität der Menschenrechte gestellt: Können Briefe Folter verhindern, Menschen Hoffnung schenken oder sogar Leben retten? Wofür setzt sich Amnesty International ein? Lohnt es sich mit zu machen?
Wie selbstverständlich für uns eine freie Partnerwahl, die Berufswahl oder der Besuch einer Schule ist, wurde während einer ersten Gesprächsrunde deutlich. Aber ist das weltweit auch so selbstverständlich? Es folgten Informationen zu den Personen, die laut Amnesty International zu unterstützen seien, weil für sie keine Freiheitsrechte gelten. Schnell stellte sich heraus, dass weltweit betrachtet, die Einhaltung der Menschenrechte keine Selbstverständlichkeit ist. Gefängnisstrafen und sogar Folter erleiden viele Menschen in vielen Teilen dieser Welt, die nichts anderes fordern als Freiheit oder die nicht den Vorstellungen der Mehrheit entsprechen.
Dazu zählen auch Arme und Kranke. Mit der Teilnahme an der Aktion Briefmarathon ergab sich eine interessante Chance, viel über das Thema Menschenrechte zu lernen und gleichzeitig selbst aktiv zu werden. Besonders ergriffen waren die Teilnehmer von der Lebenssituation Annie Alfreds, die wie andere Menschen mit Albinismus in ihrem Heimatland Malawi in ständiger Angst vor Verfolgung und Ausgrenzung leben muss. Die Schüler verfassten und unterschrieben Briefe an den malawischen Präsidenten. Sie formulierten verschiedene Forderungen, die Menschen wie Annie schützen und respektieren sollen. Wie erfolgreich diese Aktionen sind, lässt sich anhand verschiedener Erfolge aus den vergangenen Jahren ersehen. Deshalb hoffen die OHS Schüler auch für Annie Alfred und andere Betroffene auf eine Verbesserung ihrer Lebenssituation.



