"Die Sanierung schafft die Grundlage für stabile, zuverlässige Verkehre in der Region. Störungen und infrastrukturbedingte Verspätungen sollen sich so reduzieren. Während der Sanierung modernisiert die DB im Kinzigtal Weichen, Gleise und Stellwerkstechnik oder baut sie neu. Um das große Bauvolumen in der geplanten Zeit zu schaffen und damit die Einschränkungen für Fahrgäste und Anwohnende möglichst kurz zu halten, arbeitet die DB gewerkeübergreifend", heißt es in einer Pressemitteilung. Für die Generalsanierung ist eine Vollsperrung der Strecke notwendig.
Nach aktuellem Stand stehen auf dem circa 58 Kilometer langen Streckenabschnitt zwischen Gelnhausen und Fulda unter anderem zur Modernisierung und Erneuerung an:
- circa 100 Kilometer Oberleitung
- 87 Weichen
- 75 Kilometer Gleise
- 10 Bahndämme und Stützwände
- 5 moderne elektronische Stellwerke (ESTW)
- 5 Verkehrsstationen
Mit der Generalsanierung will die DB auch fünf Bahnhöfe auf den neusten Stand bringen und diese soweit möglich barrierefrei umbauen. In Wirtheim, Bad Soden-Salmünster, Steinau a. d. Straße, Schlüchtern und Flieden baut die DB unter anderem neue Bahnsteige, Wetterschutzhäuser, erneuert die Beleuchtung sowie das Mobiliar und richtet ein taktiles Wegeleitsystem ein. Außerdem saniert die DB Personenunterführungen und Bahnsteigdächer. Fahrgäste erhalten künftig Informationen über moderne Anzeigen.
Um die Erreichbarkeit der Region auch während der Bauphase sicherzustellen, ist ein umfangreiches Ersatzverkehrskonzept vorgesehen. Für den Nahverkehr wird ein Ersatzverkehr (EV) mit Bussen insbesondere zwischen Langenselbold und Fulda eingerichtet. Im Fernverkehr sind Umleitungen vorgesehen, sodass Reisende trotz Baumaßnahmen verlässliche Verbindungen nutzen können. Die DB steht hierzu laut eigenen Angaben in engem Austausch mit den beteiligten Eisenbahnverkehrsunternehmen sowie den Kommunen, um bestmögliche Reisealternativen bereitzustellen. In den kommenden Wochen und Monaten wird das Verkehrskonzept für die Generalsanierung „Kinzigtal“ gemeinsam mit allen Beteiligten weiter konkretisiert und detailliert ausgearbeitet.
"Mit der Generalsanierung von mehr als 40 hochbelasteten Streckenabschnitten bündelt die DB alle anstehenden Baumaßnahmen der kommenden Jahre. Ziel ist es, die Infrastruktur innerhalb eines möglichst kurzen Zeitraums komplett zu erneuern. Dazu gehören Schwellen und Schotter, Gleise und Weichen, Signale und Stellwerke ebenso wie die Bahnhöfe. Das bedeutet: Die Strecke wird einmal gesperrt, statt wie bisher viele kleinere Einzelarbeiten zu realisieren. Anschließend sind in der Regel für mehrere Jahre keine größeren Bauarbeiten mehr erforderlich. Zudem werden die generalsanierten Abschnitte deutlich leistungsfähiger, erhalten einen erstklassigen Ausrüstungsstandard und werden für den digitalen Bahnbetrieb der Zukunft vorbereitet. Auch zwischen Hanau und Gelnhausen setzt die DB den viergleisigen Ausbau der Strecke fort und sorgt damit auch in diesem Teil des Bahnhofs für eine neue und zuverlässige Infrastruktur", heißt es abschließend in der Pressemitteilung.




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Mehr Güterverkehr, weniger Personenverkehr ...