Interkulturelle Wochen im Main-Kinzig-Kreis

Im einzigartigen Barockgarten des Schlosses Schwetzingen erleben Besuchende vom 5. bis 7. September 2025 eine faszinierende Zeitreise durch die Automobilgeschichte: von den eleganten Klassikern der Vorkriegszeit über luxuriöse Sportwagen bis hin zu den charmanten Kleinwagen der Nachkriegszeit und einzigartigen Einzelkarosserien bekannter Designer. Eine internationale Jury prämiert die schönsten und seltensten Fahrzeuge, während die Besucher in stilvollem Ambiente flanieren und staunen.

Die ASC-Classic-Gala Schwetzingen ist mehr als ein Wettbewerb – sie ist ein gesellschaftliches Ereignis, das Automobilkultur, Kunst und Lebensart vereint. Inmitten dieser exklusiven Kulisse erwarten Sie kulinarische Highlights, Live-Musik und eine besondere Kunstausstellung, die das Erlebnis perfekt abrunden. Ausgezeichnet als „One of the Greatest Concours“ durch The Concours Year, setzt die ASC-Classic-Gala Schwetzingen Maßstäbe in der Welt der Automobilveranstaltungen. Dank des günstigen Eintritts ist dieses besondere Event für jedermann zugänglich – eine einmalige Gelegenheit, automobile Exzellenz in einem der schönsten Schlossgärten Europas zu erleben.

73 Automarken im Schlosspark

Anders als bei anderen Treffen klassischer Automobile wird in Schwetzingen ein möglichst breites Spektrum an Marken und Typen annähernd in der Folge ihrer Baujahre gezeigt, um den Besuchern das Erleben der Automobil-Entwicklung zu ermöglichen. Zur 21. ASC-Classic-Gala versammeln sich Klassiker von 73 Automobilmarken aus aller Welt, von denen sich ein Teil im US-Classic-Car-Concours USCCC findet. Marken wie Gladiator oder Lux sind zum ersten Mal dabei, andere sind, wie die britische Marke Jensen, mit dem ersten Modell ihrer Geschichte vertreten.

13 Meilensteine für 125 Jahre ASC

Auf der Schlossterrasse werden die Besucher diesmal von 13 Meilensteinen der Automobilgeschichte begrüßt, die in Jahrzehnt-Schritten das 125jährige Jubiläum des ASC als ältestem Oldtimerclub der Welt begleiten. Ältestes Auto ist der Lux Tonneau des Jahrgangs 1900, der als einziges Exemplar dieses 2-Zylinder-Boxers aus der Fabrik in Ludwigshafen die Zeiten überstanden hat. Neben einem einmaligen Bedford Buick des Jahrgangs 1909 zeigt ein großer Daimler DMG400 aus Bad Cannstatt die frühe Kompressortechnik des Jahres 1926 in einem großen offenen Tourenwagen, der als Mercedes 15/70/100 zwischen 1925 und 1929 gebaut wurde. Für die 30er Jahre steht die geheimnisvolle Adler Trumpf Stromlinien-Rennlimousine von 1936 deren Form die damaligen Stromlinienversuche spiegelt. Wenig später entwickelte sich auch der Wunsch nach kleinen, preiswerten Wagen, für den natürlich der berühmte VW-Brezelkäfer steht. Die völlig neue Pontonkarosserie mit integrierten Scheinwerfern und Rädern revolutionierte anfangs der 50er Jahre mit Autos, wie der Lancia Aurelia als Coupé von Pininfarina das Design, das in den 60er Jahren mit dem Citroen DS und dem NSU Ro 80 in den Siebzigern die Aerodynamik zum wichtigsten Gestaltungskriterium machte. Der NSU Ro 80 darf aber vor allem wegen seines Wankelmotors nicht fehlen. Die darauf folgenden Jahrzehnte sind vom Porsche 911 geprägt, dem in den 90er Jahren der wassergekühlte Porsche 968 zur Seite gestellt wurde. Mit dem BMW Z8 gelingt der Schritt ins neue Jahrtausend, in dem ab 2010 auch der Elektroantrieb wie im BMW i8 zur immer stärker wirkenden Entwicklungsaufgabe wurde – und Super-Sportautos wie der aktuelle AMG GT machen am Ende des Bogens bespielhaft deutlich, wie stringent sich das Automobil mit all seinen Varianten in seinen 125 Jahren gewandelt hat.

Teilnehmer aus 10 Nationen
Zur 21. Auflage des Internationalen Concours d’Elegance ASC-Classic-Gala Schwetzingen kommen Teilnehmer aus neun Nationen, nach Länderkennzeichen sortiert aus A, B, CH, F, GB, LUX, MAL, MKD und NL. Speziell in der Schweiz genießt der Concours d’Elegance in Schwetzingen eine große Wertschätzung, aber in Zukunft soll auch die Freundschaft nach Frankreich erweitert und mit speziellen Exponaten aus Frankreich gelegt werden.

Ein Triumph-Sportwagen kommt aus Malta

Wie schon angekündigt wird Schwetzingen zur Premiere des Triumph Roadsters TRX mit Alu-Karosse im Ponton-Stil, der 1950 als erstes britisches Auto mit Klappscheinwerfern, elektrischen Fensterhebern und elektrischem Verdeck auf dem Autosalon in Paris dem Jaguar XK 120 die Schau stahl. Zwei der drei gebauten TRX blieben erhalten, der erste überlebte die Zeiten in einer Autosammlung , bis ihn sein heutiger Besitzer Chris Cachia aus Malta entdeckte, kaufen konnte und ihn einer penibel detailgereuen Restaurierung unterzog. Diese Restauration wird eigens zu ASC-Classic-Gala Schwetzingen fertiggestellt und der Triumph TRX von 1950 wird im Schlosspark sein erstes weltweites Roll-Out erleben, bevor er seinen Weg zu weiteren internationalen Concours d’Elegances antritt.

Freunde aus Frankreich mit Facel Vega

Die erst 1954 gegründete Marke Facel Vega wollte trotz enormer Luxussteuern auf Autos mit mehr als 2-Litern Hubraum, an die Tradition der französischen „Grandes Marques“ wie Delahaye, Delage, Talbot oder Bugatti anknüpfen. Der Firmengründer Jean Daninos setzte einen großen Chrysler-V-8-Motor in sein eigens konstruiertes Chassis und versah diese Plattform in seiner Stahlfabrik mit einzigartigen Karosserieformen. Nach den ersten FV-Coupés kam schon 1958 der viertürige Excellence mit Panorama-Frontscheibe, Chauffeurtüren und angedeuteten Heckflossen im amerikanischen Stil, von dem bis 1964 nur 151 Stück gebaut wurden. Die Freunde der Amicale Facel werden in Schwetzingen aber auch den kleinen Facellia, den großen HK 500 und andere Facel Vega zeigen.

Der Kombi für Rennfahrer

Nicht erst seit dem Jaguar im Film „Harold and Maude“ sind Kombiwagen auf Basis von Sportwagen erstrebenswert – man denke nur an den Volvo P1800 ES. Vielleicht hat der Aston Martin Shooting-Brake die Amerikaner Joseph Vos und Charles Schwendler mit ihrer Firma Murena veranlasst, den schnellsten und luxuriösesten Kombiwagen bauen zu lassen, jedenfalls war ihr Freund Frank Reisner von Intermeccanica in Turin bereit, die Autos zu bauen. Chassis und Antrieb des 7-Liter V-8-Ford Thunderbird mit 360 PS sollten den so genannten Murena 429 GT in 7,5 Sekunden auf 100 km/h bringen, die Höchstgeschwindigkeit wurde mit mehr als 240 km/h gemessen. Trotz full options mit Ledersitzen, Klima, el. Fenstern wurden von 1969 bis ‘70 aber nur 10 Exemplare gebaut, weil der Wagen mit 14.000 Dollar teurer als Ferrari oder Lamborghini war – das Auto in Schwetzingen ist der einzig fahrbereite Intermeccanica Murena in Europa.

Aston Martin

ASC-Classic-Gala Schwetzingen zeigt Aston Martin als Ehrenmarke in der Sonderschau am Hirschbrunnen wichtige Bertelli-Aston Martin, dazu die Entwicklung der 6-Zylinder-Reihe, die ab 1947 vom britischen Traktorenkönig und Investor David Brown geprägt ist und die Buchstaben DB als Typenbezeichnung trägt. Diese Nomenklatur führt über den DBS und die Modelle DB 7 bis 11 bis in die heutige Zeit, in der es auch Aston Martin mit Typennamen wie Volante, Vanquish, Valkyrie gibt. Ein Aston Martin V8 Zagato wurde 1986 auf Wunsch von Mr. Bean als Rennsport-Bolide gebaut ist als Rarität im Schlosspark zu sehen. Aston Martin Baden-Baden ergänzt das Display in Schwetzingen mit den aktuellen Aston Martin Supersportscars.

Kunstausstellung mit C.A.R.

Die vom künstlerischen Kurator Curd-Achim Reich C.A.R. aus Bad Homburg zusammengestellte Kunst-Verkaufsausstellung mit den Werken namhafter Künstler des automobilen Genres und hoch qualifizierten Neu-Entdeckungen ist wieder das Forum der darstellenden Kunst mit automobilem Bezug. Curd-Achim Reich hat zuletzt meisterliche Scherenschnitte und neue Malerei einbezogen und wird diesmal an beiden Wochenend-Tagen zu einer besonderen Vernissage mit Musik und Bel Canto einladen. Der bekannte Tenor Thomas Kiessling wird am Samstag um 16 Uhr und am Sonntag um 14 Uhr mit seiner Stimme Auge und Ohr verschmelzen lassen und Emotionen entfachen, die Sprache und Gestik allein nicht bieten können.

290 km/h mit 1,5-Liter-Vierzylinder

Einmalige Rennautos aus der Nähe sehen – ein echter Bonus von ASC-Classic-Gala Schwetzingen. Zum 70. Jubiläum von Alpine sieht man den Alpine Renault A210, ein Sportwagen-Prototyp, der von 1966 bis 1969 hauptsächlich bei Langstreckenrennen wie Le Mans eingesetzt wurde. Er war mit Renault-Gordini-Motoren und einer leichten Glasfaserkarosserie ausgestattet und verfügte ein verlängertes Heck für verbesserte Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten. Die Vierzylindermotoren reichten von einem 1,0-Liter- (115 PS) bis zu einem 1,5-Liter- (178 PS) Gordini-Aggregat und schafften trotz ihres bescheidenen Hubraums auf den Geraden von Le Mans Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 290 km/h. Das Chassis bestand aus einem geschweißten Stahlrohrrahmen in Kombination mit leichten Aluminiumkomponenten in das der Motor in Wagenmitte eingesetzt wurde. Der A210 debütierte 1966 bei den 24 Stunden von Le Mans, wo der A210 wiederholt seine Klasse gewann. Zu den Siegern gehörten Jean-Claude Andruet und Jean-Pierre Nicolas, die 1968 den Index of Performance gewannen. 1968 errang dieser A210 bei den 500km am Nürburgring den 4ten Gesamtrang! Es sollen nur 10 Exemplare gebaut worden sein.

2-Takt meets Supersports

Ein Concours d’Elegance lebt von Kontrasten, die im Rennsport und auch im Alltag nicht aufeinander treffen, obwohl meist die gleiche Intention dahinter steckt: sich mit Motorkraft möglichst effektiv zu bewegen. Die Ausführung solcher Sportwagen hängt essentiell mit den Rahmenbedingungen zusammen – in knappen Zeiten sehen die Fahrzeuge anders aus, als mit freiem Budget. In den dreißiger Jahren waren die kleinen Hubraumklassen bis 1 Liter das Betätigungsfeld von Herstellern und Privatfahrern, ganz besonders DKW, die auch im Zweiradsport erfolgreich waren. Leichtbau und Minimalismus prägten diese 2-Takt-Renner bis zur Mitte der 50er Jahre. Dem kleinen F-1 (für erster Frontantrieb), seinen Nachfolgern F 5 und anderen genügten bis zu 1 Liter Hubraum für mehr als 50 PS und 150 km/h. Erstmals treffen sich F-5-Sportwagen, ein F-9-Rennsportwagen, ein Drews-DKW, der DKW-Monza und der 1000 SP für einen einmaligen Rückblick. In der Nähe der Orangerie ist der Überfluss zu Hause: der Reigen der Supersport-Autos beginnt mit dem Ferrari F40 von 1988, umfasst auch den Porsche Carrera GT mit V-10-Motor und Raritäten von Artega, Dallara, McLaren, Lamborghini und Aston Martin.

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Außergewöhnliche Fahrzeuge in einem tollen Ambiente, dem Schwetzinger Schlossgarten. Fotos: Vorsprung Online / Hennes Stichel


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