TPL_VORSPRUNG_SKIP_NAV
Keiler Bier

Aus dem Kart durch die Pylonen an den Berg?

Die 16-jährige Gründauerin Lena Fechter geht in ihre zweite Auto-Slalom Saison.

Die meisten Mädchen in Lenas Alter machen sich Gedanken über Styling, Nagellack, Lipgloss. Auf ihr Äußeres legt die Realschülerin aus Gründau natürlich auch Wert, aber die Wahl der Kleidung unterscheidet sich dabei regelmäßig. Immer dann wenn Lena ihren Rennoverall anzieht und ihren Helm überstreift liegt der Fokus auf Bremspunkten, Linienwahl und fehlerfreien Läufen. Sie geht 2026 in Ihre zweite Saison im  „ADAC Slalom Youngster Cup“. Bereits im vergangenen Jahr 2025 absolvierte sie nach erfolgreichem Sichtungslehrgang fünfzehn Wertungsläufe. Dabei konnte Lena einen soliden Platz im Mittelfeld herausfahren.

„Einige Teilnehmer kommen schon im Auto zur Veranstaltung“ erzählt Lena, „die haben natürlich etwas mehr Routine beim Kuppeln und Schalten“. Gefahren wird durch den immer wechselnden Parcours mit einem Opel Corsa mit Überollkäfig, Hosenträgergurt und Schalensitz. Das ist mehr passive Sicherheit als das Gefährt, mit dem Lena sonst fährt, zu bieten hat. Angefangen hat Sie nämlich im Kart in Wittgenborn, wo sie als Teil der Rookies des MSC-Wittgenborn regelmäßig ihre Runden dreht. Kartfahren ist die beste Kombination aus Fitness und Verbesserung ihrer fahrerischen Fähigkeiten für Lena.

Entweder übt Lena im regelmäßigen Jugendtraining oder sonntags mit Papa Jürgen. Der ist übrigens nicht ganz unschuldig am Rennvirus seiner Tochter, ist er doch selbst erfolgreicher Bergrennfahrer und hat einige automobile Juwelen in der Garage stehen. Das ein oder andere Schätzchen durfte Lena schon mal bewegen, mit Papa als Beifahrer. Begleitetes Fahren mal anders! Nicht nur die Leidenschaft für das Fahren sondern auch für die Pflege der Rennfahrzeuge teilen Vater und Tochter, nach jedem Einsatz werden die Sportgeräte penibel gereinigt. Unterstützt werden die beiden von Mama Silke und Bruder Tim, Motorsport ist bei Fechters Familiensache. Für die Saison 2026 möchte sie im Slalom  weiter nach vorne kommen und gute Ergebnisse erzielen. Nebenbei steht der Realschulabschluss an, danach möchte Lena sich ans Fachabi machen. In der närrischen Zeit geht sie dann noch ihrer zweiten Leidenschaft nach, dem Gardetanz. Also ein ganz schön voller Terminkalender im Hause Fechter. Aber sollte Papa Jürgen mal den Schlüssel für einen seiner Bergrenner rausrücken, findet sich bestimmt noch die ein oder andere freie Minute!

Zeig dein Herz und spendiere der Redaktion einen Kaffee! Jede Unterstützung hilft uns, weiterhin unabhängig aus der Region zu berichten.
☕ Kaffee spendieren
Artikel teilen: Teilen Tweeten Teilen
Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de
Interkulturelle Wochen im Main-Kinzig-Kreis