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Nachdem nun nicht mehr mit längeren Frostperioden zu rechnen ist, wurde am vergangenen Freitag an Station 5 "Wiesenwässerung" eine handbetriebene Schwengelpumpe installiert. Bauunternehmer Holger Körner aus Neuhütten und Bauhofmitarbeiter Jens Bernard setzen den schweren Pumpenkopf auf den im letzten Herbst errichteten Pumpenschacht.

Besucher:innen sollen an der Station die Funktionsweise der früher hier in den Spessartwiesen praktizierten Wiesenwässerung spielerisch erleben. Mittels der Pumpe können sie Wasser in eine Zulaufrinne pumpen, die auf dem Grat einer ehemaligen Wässer- bzw. Rückenwiese verläuft. Von dort fließt das Wasser flächig über den gewölbten Wiesenrücken und versickert dort. Überschüssiges Wasser wird über zwei seitliche Ablaufrinnen einem Graben zugeführt. „Früher hat man natürlich keine Pumpen zur Bewirtschaftung der Wiesen genutzt, sondern das benötigte Wasser an Stauwehren aus den Bächen und Flüssen ausgeleitet und über ein ausgeklügeltes Grabensystem auf den Rückenwiesen verteilt.“ erklärt Oliver Kaiser, Geschäftsführer des Naturpark Spessart.

Dies bestätigt Andreas Fleckenstein (86), der bei seinem täglichen Spaziergang an der Lehrpfadstation vorbeikommt. Der rüstige Wiesthaler erzählt, dass er als Kind hier die Gräben freigehalten und gemäht hat. „Auf die Wiesen musste immer wieder neues Wasser aufgeleitet werden, um Ungeziefer loszuwerden.“ Maulwürfe und Wühlmäuse wurden durch das Wasser vertrieben, die Wiesen im Frühjahr durch das Wasser erwärmt und gedüngt. „Wasser war ja früher noch genug da“ sagt Fleckenstein. Viel Handarbeit war das, so ohne Traktoren und große Geräte.

Eine Reaktivierung der früheren Zulaufgräben wäre am Erlebnispfad zu aufwändig gewesen, erläutert Oliver Kaiser: „Um die Funktionsweise der Wässerwiese zu demonstrieren, behelfen wir uns daher mit der Schwengelpumpe.“  Der Naturpark-Geschäftsführer ist sich sicher, dass die Wasserpumpe von Familien mit Kindern gerne genutzt werden wird. Die Pumpe arbeitet bei einem ersten Test einwandfrei: Wiesthals Bürgermeister Karl-Heinz Hofmann betätigt den Schwengel und kurz darauf fließt klares Wasser in die Wasserrinne. Dass der Pfad bereits vor Fertigstellung der Pumpe rege besucht wurde, kann Hofmann bestätigen. „An Wochenenden oder wenn das Wetter passt, ist hier viel los.“ Tagesgäste, und auch Schulklassen aus den Nachbargemeinden, seien schon hier gewesen.

„Das ist etwas für die ganze Bevölkerung.“ freut sich der Bürgermeister über das starke Interesse. Im Ort wurden bereits Hinweisschilder aufgestellt, die auch die Parkflächen ausweisen. „Viele parken direkt an der Straße, besser ist es an der Kulturhalle zu parken und von dort zu laufen“, erklärt Hofmann. Dies sei auch ein idealer Ausgangspunkt, um die Ruhmühle anzuschauen. Die letzte von ehemals sechs Mühlen in Wietshal ist ein beliebtes Ausflugsziel und wird gerade vom Mühlenverein neu hergerichtet. Auch hier hat die Gemeinde Wiesthal finanziell unterstützt. „Hier war schon wieder der Maulwurf am Werk!“ schmunzelt Andreas Gries, Naturpark-Ranger und holt eine Schaufel aus seinem Wagen, um die Wasserinne nach dem Probelauf der Pumpe von Erde zu säubern. Das Team des Naturpark Spessart wird die Stationen des Erlebnispfads regelmäßig kontrollieren; leider ist neben den natürlichen Einflüssen auch Vandalismus immer wieder ein Thema. „Wir stehen als Naturpark-Ranger natürlich auch für Besuchende immer für Fragen zur Verfügung. Und wir freuen uns, wenn wieder Führungen möglich sind.“

„Wir, vom Bauhof Wiesthal, werden hier zukünftig ebenfalls nach dem Rechten sehen und vor allem für das Mähen der Flächen zuständig sein", ergänzt Bauhofmitarbeiter Jens Bernard. Oliver Kaiser lobt das Engagement von Bernard und dessen Kolleg:innen: „Es ist schön, wenn man weiß, dass bei der Gemeinde zuverlässige Leute sind, die sich um den Erlebnispfad kümmern“.  Ihm ist es sehr wichtig, dass bei den Projekten alle an einem Strang ziehen. Der Pfad wurde daher in enger Abstimmung mit der Gemeinde Wiesthal gestaltet; die Gemeinde ist Projektpartner und finanziert den von der Regierung von Unterfranken geförderten Lehrpfad mit. „Das ist eine rundum gelungene Sache!“, ist sich Bürgermeister Hofmann sicher. Er ist froh, dass solche Projekte mit Unterstützung der neuen Gemeinderätinnen und -räte, umgesetzt werden können. „Das hier gehört einfach zu unserer Kulturlandschaft und muss erhalten bleiben.“

Foto: Wiesthals Bürgermeister Karl-Heinz Hofmann weiht die neue Pumpe des Natur-Erlebnispfads ein. Mit im Bild Oliver Kaiser (links), Jens Bernard und Holger Körner (rechte Seite).
Foto: Jens Bernhard vom Bauhof Wiesthal, Oliver Kaiser vom Naturpark-Spessart und Holger Körner, Bauunternehmer installieren die neue Pumpe - damit ist der neue Natur-Erlebnispfad nun fertig.



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