Gelnhausen: Veritas AG nach vierjährigen Verhandlungen verkauft

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Mehr als vier Jahre lang hat Dr. Jan Markus Plathner mit seinem Team die Veritas AG und deren deutsche Tochtergesellschaften als Insolvenzverwalter geführt und in dieser Zeit eine Reihe von teils tiefgreifenden Sanierungsmaßnahmen durchgeführt. Auch deshalb konnte er jetzt zwei laut seinen Angaben "gewichtige Zukunftslösungen" des renommierten deutschen Automobil- und Industriezulieferers aus Gelnhausen (Hessen) umsetzen.



Zum einen erwirbt die weltweit tätige US-amerikanische Gesellschaft HDT Automotive Solutions LLC nach einem erneuten Verkaufs- und Verhandlungsprozess den Geschäftsbetrieb der Veritas AG sowie die Anteile an den ausländischen Tochtergesellschaften in Mexiko, Bosnien, Ungarn und Österreich mit insgesamt rund 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. HDT Automotive Solutions mit Hauptsitz in Michigan / USA ist ein weltweit führender Anbieter von Leitungskomponenten für die Automobilbranche, die in Fluid-, Transfer- und Thermomanagementsystemen zum Einsatz kommen.

Zum anderen erwirbt eine deutsche Gesellschaft der slowenischen Siliko d.o.o. den Geschäftsbetrieb am sächsischen Veritas-Standort Neustadt mit rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Siliko ist Entwicklungslieferant und Hersteller von technischen Produkten aus Elastomeren und Thermoplasten mit mehr als 30-jähriger Tradition. Siliko mit Sitz in Vrhnika, südwestlich der slowenischen Hauptstadt Ljubljana gelegen, ist Entwickler und Hersteller von Kautschuk-, Silikon-, Kunststoff- und Mehrkomponentenprodukten. 70 Prozent der gesamten Produktionsmenge werden innerhalb der Europäischen Union abgesetzt.

Die von Insolvenzverwalter Dr. Plathner und den Erwerbern geschlossenen Unternehmenskaufverträge wurden bereits vollzogen, so dass beide Transaktionen mit Wirkung zum 1. Juli 2024 abgeschlossen sind. Über die Kaufpreise wurde Stillschweigen vereinbart. Der erneute Verkaufs- und Verhandlungsprozess war notwendig geworden, weil in den Jahren 2021 und 2023 geschlossene Verträge nicht vollzogen werden konnten. Der Insolvenzverwalter hat die Produktion über mehr als vier Jahre fortgeführt und so die kontinuierliche Belieferung der Kunden sichergestellt.

Für den zweiten sächsischen Veritas-Standort in Polenz, den thüringischen Standort Benshausen sowie die Auslandsgesellschaften in der Türkei und in China mit insgesamt rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern führt Insolvenzverwalter Dr. Plathner derzeit Verhandlungen mit gesonderten Interessenten.

„Über vier Jahre ist es uns im Insolvenzverfahren gelungen, Veritas stabil aufzustellen und die Kunden zuverlässig zu bedienen. Dieser Erfolg ist zuallererst ein Verdienst der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, denn sie haben stets hoch engagiert gearbeitet und so ihr Unternehmen in dieser schweren Zeit herausragend unterstützt und getragen“, sagt der Automotive-erfahrene Sanierungsexperte Dr. Jan Markus Plathner. Er hebt die unter Beweis gestellte Einsatzbereitschaft aller Mitwirkenden hervor: „Die Arbeitnehmervertretungen und die Vertreter der Gewerkschaft IG BCE haben trotz der schwierigen Zeiten konstruktiv mit uns an der Zukunft der Veritas gearbeitet.“


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