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Biebergemünd und Steinau: Aus tegut wird Tante Enso

Biebergemünd und Steinau: Aus tegut wird Tante Enso

Nach abgeschlossener Prüfung durch das Kartellamt dürfen nun die übernommenen tegut-Standorte genannt werden, die in den nächsten Monaten zu einem Tante Enso werden sollen ."Alle neuen Filialorte werden schrittweise ins Tante Enso-Konzept überführt. Dies beinhaltet zunächst die Vorstellung des 24/7 hybriden Smart Store-Konzepts auf einer Bürgerversammlung", teilt das Unternehmen mit. Unter den 36 bisherigen tegut-Filialen sind auch die Standorte in Steinau und Biebergemünd-Bieber.

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Tante Enso will das Prinzip des klassischen „Tante-Emma-Ladens“ mit moderner Digitaltechnik verbinden und basiert auf Bürgergenossenschaften. "Tante Enso ist ein stationärer Supermarkt auf durchschnittlich 250 qm, der rund um die Uhr geöffnet und zu bestimmten Tageszeiten mit Personal besetzt ist – in der Regel vier Stunden täglich. Zu diesen personalbesetzten Öffnungszeiten funktioniert Tante Enso genauso wie jeder andere Supermarkt mit verschiedenen Zahlungsmitteln. Das Sortiment ist mit 3.000 bis 4.000 Artikeln derart umfangeich gestaltet, dass es als Vollversorgungsangebot die Versorgungslücke komplett schließen kann. Tante Enso ist bereits in einigen Filialen auch an den Online-Shop von Enso angebunden, mit einem zusätzlichen Warenangebot von rund 15.000 Artikeln. Die Bewohner mit einem Tante Enso im Ort können sich dort Artikel bestellen und als kostenfreien Service in ihre Filiale liefern lassen", so die Eigenbeschreibung.

Nach der Vorstellung des Konzeptes soll über einen Zeitraum von vier Wochen die Genossenschaftskampagne laufen, in der eine festgelegte Anzahl von Menschen (500-800) aus dem Ort und nahem Umkreis einen Genossenschaftsanteil erwerben müssen und damit zu Teilhaber:innen werden: "Die Beteiligung der Menschen vor Ort stellt eine langfristige Standortsicherung dar. In vielen Standorten haben bereits Gespräche mit den Gemeinden stattgefunden, und wir werden mit offenen Armen empfangen – das freut uns natürlich sehr“, erzählt Gründer und Geschäftsführer Norbert Hegmann. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass das 24/7-Konzept von Tante Enso in den neuen Standorten für die Bevölkerung eine echte Bereicherung darstellt“, ergänzt COO Thomas Gutberlet, der familienhistorisch eine enge Verbundenheit zu tegut-Filialen mitbringt.

Tante Enso setzt beim Sortiment auf Preiseinstiegs- und Markenprodukte (Belieferung durch Rewe) sowie etwa 15% regionale Hersteller (lokale Helden) und Enso Helden – Produkte von kleineren Herstellern oder mit Fokus auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit. „Die tegut-Eigenmarke werden wir ersetzen durch bei der Rewe erhältliche Bioprodukte, und die Kunden können sich auf viele neue Produkte freuen“, so Thomas Gutberlet. Was bei Tante Enso ein zentrales Element sein soll: Die Mitgestaltung des ortseigenen Supermarktes. Norbert Hegmann skizziert das Konzept: „Das fängt schon in der Kampagnenphase an – wir fragen die Bürger:innen nach beliebten regionalen Herstellern, die sie im Sortiment haben möchten. Wir fragen auch nach anderen Kriterien, wie etwa der Farbwelt im Laden. Und nach der Eröffnung gibt es bei uns eine Wünsch-dir-was Tafel, auf der weitere Wünsche notiert werden können und nach Verfügbarkeit und Mehrheitsnennung ihren Weg in die Regale finden“.

Die Mitarbeiter:innen der tegut-Filialen werden laut Unternehmensangaben alle übernommen und umfassend zum Tante Enso-Arbeitsalltag informiert sowie in allen kommenden Phasen der Umstellung begleitet. Thomas Gutberlet setzt auf Synergieeffekte: „Hier wird sicherlich ein guter Wissensaustausch stattfinden, auf der beide Seiten, alte und neue Mitarbeitende, viel voneinander lernen können“. Außerdem soll die Standortattraktivität gewahrt bleiben, so dass Tante Enso auf weitere Versorgungsthemen und Services mit Vertriebspartnern setzt, die zum Teil schon vorhanden sind und ebenso bleiben sollen.

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