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Keiler Bier

Mit dem Fahrrad am und zum Flughafen Frankfurt

Der Frankfurter Flughafen als größter Arbeitgeber in FrankfurtRheinMain birgt noch ein Riesenpotenzial in sich.

Der Anteil der Arbeitnehmer, die mit dem Fahrrad zu ihrer Arbeitsstelle fahren können, und der Anteil derer, die innerhalb des weitläufigen Flughafengeländes ihre Dienste mit dem Velo erledigen können. Am Beispiel der Beschäftigtenzahlen nur der Fraport AG ergibt sich folgendes Bild: von circa 20.000 Mitarbeitenden könnten aufgrund des Wohnstandorts 2.000 bis 2.400, also etwa zehn bis zwölf Prozent, das Rad für ihren täglichen Weg zur Arbeit nutzen. Aktuell wird dieser Anteil auf zwei bis drei Prozent geschätzt. Und dienstlich lässt sich das Velo auch sehr gut zwischen den einzelnen Bereichen The Squaire / Terminal 1 + 2, Gateway Gardens, CargoCity Süd / Terminal 3 und Mönchhof West im Flughafengebiet einsetzen. „Auch hier müssen wir Mobilität neu denken: Das Fahrrad als das umweltfreundliche und nebenbei auch gesundheitsfördernde Verkehrsmittel schlechthin kann sehr viele Fahrten ersetzen, die jetzt mit dem Auto getätigt werden“, erklärt die Erste Beigeordnete des Regionalverbandes, Birgit Simon (Grüne). Zähle man die steigende Anzahl an Pedelecnutzern hinzu, so erweiterten sich die Wegstrecken immens und entsprechend steige auch das Umsteigepotenzial.

Deshalb wird unter der Federführung des Regionalverbandes eine erste Infrastruktur geschaffen:

⦁    Noch in diesem Jahr werden 20 E-Radboxen im neuen Stadtteil Gateway Gardens und auf dem Flughafengelände aufgestellt.
⦁    Weiterhin werden zehn E-Räder für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gateway Gardens Grundstücksgesellschaft und der Fraport AG angeschafft, die dafür ihr Auto auf dem Weg zur Arbeit stehen lassen sollen.
⦁    Gleich drei Fahrradzählstellen werden im Flughafengebiet aufgestellt, um verlässliche Zahlen über den Radverkehrsanteil zu erfassen und auszuwerten.
⦁    Im Frühjahr 2018 soll eine Mobilitätsstation für Radfahrende mit Service- und Repariermöglichkeit aufgebaut werden.
⦁    Weitere dezentrale, überdachte Radabstellanlagen sollen den Bedarf an Parkmöglichkeiten für Radfahrende decken.

Unterstützt werden die Vorhaben über ein Förderprojekt des Bundes mit rund 200.000 Euro und der EU mit knapp 350.000 Euro. Der verbleibende Anteil in Höhe von 280.000 Euro wird vom Regionalverband, der Fraport AG und der Gateway Gardens Grundstücksgesellschaft getragen, auch der ADFC Hessen und die Stadt Frankfurt leisten einen finanziellen Beitrag. Über alle diese Vorhaben ist eine Broschüre des Regionalverbandes erschienen: „Mit dem Fahrrad am und zum Flughafen Frankfurt“ lautet der Titel, downloadbar unter www.region-frankfurt.de/downloads. Sie spricht Unternehmen am Standort Flughafen genauso an wie die Radfahrenden selbst.

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