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Mit Ergotherapie zurück ins Leben

Mit Ergotherapie zurück ins Leben
Unter anderem durch kreative Handarbeiten lernen die Patienten in der Ergotherapie Belastungen des Alltags zu bewältigen.

Christiane Wolf ist weder Ärztin noch Psychologin. Trotzdem ist die Arbeit der Ergotherapeutin ein wichtiger Teil des Weges psychisch erkrankter Patienten am Bergman Clinics Mathilden-Hospital in Büdingen zurück in ein geordnetes Leben. Die Erfahrungen in der Ergotherapie helfen, später die Belastungen des Alltags wieder zu ertragen. „Es ist eine der schwierigsten Aufgaben und Übungen, alte Gewohnheiten zu verändern“, weiß Wolf.

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Dabei sind häufig solche Gewohnheiten und Lebensweisen die Ursachen, weshalb Patienten in der Psychiatrie des Mathilden-Hospitals Hilfe suchen. Die Ergotherapeutin betont, dass die Genesung nur möglich ist, wenn die Patienten mitarbeiten. Wolf hat beobachtet, dass Menschen häufig mit dem Anspruch, „macht mich gesund“, in die Psychiatrie kommen. Doch ohne Veränderungen in Lebensweise und Alltag sei die Gesundung in der Regel nicht zu erreichen. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen helfe sie den Patienten, Belastungen zu erkennen und zu korrigieren.

„Die Menschen nehmen sich oft nicht mehr wahr“, stellt Wolf fest. In der Ergotherapie trainieren die Patienten, ihre eigenen Fähigkeiten wieder zu erkennen. Schon die Teilnahme an den Therapieprogrammen ist dabei ein erster Schritt aus der Situation, die in die Psychiatrie geführt hat. Die Patienten werden wieder aktiv. Die Taktung der Therapiepläne gibt ihnen eine Tagesstruktur. Belastbarkeit und Ausdauer werden allmählich gesteigert. Sehr unterschiedliche Ergotherapieangebote sprechen verschiedenste Interessen an. Neues kann entdeckt, an vernachlässigte Fähigkeiten angeknüpft werden. So können Patienten kreativ mit Ton, Speckstein oder verschiedenen Maltechniken eigene Arbeiten gestalten. Auch Seidenmalerei und Holzarbeiten gehören zum Angebot der Ergotherapie am Bergman Clinics Mathilden-Hospital.

„In der Nachrichtengruppe lesen wir regelmäßig die Tageszeitung“, berichtet Wolf. Artikel werden besprochen. Das schult nicht nur die Konzentrationsfähigkeit und die Möglichkeit, Gedanken auszudrücken. Die Auseinandersetzung mit der Welt außerhalb der Klinik gibt den Patienten innerhalb des geschützten Raums der Psychiatrie eine Verbindung zu der Außenwelt, die nach dem Klinikaufenthalt wieder Teil des Alltags sein wird. Um dessen Belastungen gewachsen zu sein, vermittelt die Ergotherapie am Bergman Clinics Mathilden-Hospital wichtige Fähigkeiten. Die Patienten lernen mit Kritik umzugehen, Konflikte besser zu verarbeiten und eigene aggressive Impulse zu bewältigen. Sie bekommen eine höhere Frustrationstoleranz, lernen eigene Bedürfnisse und Wünsche zu erkennen und üben neue Denkmuster ein.

„Manche unserer Patienten benötigen auch Hilfe bei ganz grundsätzlichen Alltagskompetenzen“, ergänzt Wolf. Im geschützten Rahmen der psychiatrischen Abteilung erfahren sie die Bedeutung von Pünktlichkeit und Genauigkeit. Ebenso wichtig ist, die Entscheidungsfähigkeit und Eigeninitiative zu schulen. Ziel der erfolgreichen Therapie ist das Selbstvertrauen der Patienten zu stärken, damit sie zukünftig ihren Alltag bewältigen können, ohne erneut an dessen Belastungen zu erkranken.

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Unter anderem durch kreative Handarbeiten lernen die Patienten in der Ergotherapie Belastungen des Alltags zu bewältigen.

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