Bereits im Vorjahr war die Gesamtzahl der Handwerksbetriebe nahezu konstant geblieben. Hauptgeschäftsführer Harald Brandes zufolge waren am 31. Dezember 2015 insgesamt 25.697 Betriebe in der Handwerksrolle eingetragen. Dies entspricht lediglich einer Steigerung von 0,4 Prozent oder einem Plus von 109 Betrieben im Vergleich zum 31. Dezember 2014.
„Die Dynamik bei der Zahl der Betriebe in den handwerksähnlichen Gewerben und den zulassungsfreien Handwerken, die nach der Novelle der Handwerksordnung 2004 einsetzte, scheint gebrochen. Diese Entwicklung konnten wir auch schon im Vorjahr beobachten“, erklärte Kammerhauptgeschäftsführer Brandes. Bei den handwerksähnlichen Betrieben ist mit einer Veränderung um 4 Betriebe (0,1 Prozent) auf 3.761 Betriebe nahezu Konstanz erreicht und auch die zulassungsfreien Handwerke können die teils erheblichen Zuwachsraten der Zehnjahresperiode nach 2004 mit einer aktuellen Steigerung um nur noch +2,2 Prozent oder +148 Betriebe auf jetzt 7.010 Betriebe nicht mehr erreichen. Bei den zulassungspflichtigen Handwerken, in denen der Meisterbrief Voraussetzung für das Führen eines Betriebs ist, sank die Betriebszahl um -43 bzw. um -0,3 Prozent auf 14.926 Handwerksbetriebe.
Laut Hauptgeschäftsführer Brandes sind die stärksten Rückgänge bei den zulassungspflichtigen Handwerken bei den Tischlern zu verzeichnen. Hier sank die Zahl der Betriebe um -27. Bei den Elektrotechnikern war ein Rückgang um -19 Betriebe festzustellen. Demgegenüber konnten die Maler- und Lackierer mit einem Plus von +29 Betrieben und die Friseure mit einem Zuwachs von +21 Betrieben die stärksten Zugänge verzeichnen. Bei den zulassungsfreien Handwerken gab es die stärksten Zuwächse erneut bei den Fotografen (+73 Betriebe) und bei den Fliesen-, Platten- und Mosaiklegern (+34 Betriebe). Bei den handwerksähnlichen Gewerben fiel vor allem der Bereich ‚Einbau von genormten Baufertigteilen‘ mit einem Rückgang um -24 Betriebe auf, während die Kosmetiker um +29 Betriebe zunahmen.
Weniger Handwerksbetriebe in Wiesbaden, Zuwächse im Rheingau-Taunus-Kreis
In der Betrachtung der Landkreise und kreisfreien Städte gab es in der Landeshauptstadt Wiesbaden die stärksten Betriebsrückgänge. Hier sank die Betriebszahl um -0,7 Prozent oder um ‑27 Betriebe auf jetzt insgesamt 3.827. Demgegenüber stieg die Zahl der Handwerksbetriebe am stärksten im Rheingau-Taunus-Kreis um +2,0 Prozent auf 2.539 Betriebe. Relativ starke Zuwächse gab es auch im Landkreis Limburg-Weilburg (+1,7 Prozent).
Zahl der Handwerksbetriebe im Bezirk der Handwerkskammer Wiesbaden
| Landkreis/Kreisfreie Stadt | Insgesamt |
| 31.12.2014 | 31.12.2015 | Veränderung | Veränd. in % | |
| Gießen | 2.917 | 2.918 | 1 | 0,0 |
| Lahn-Dill | 2.978 | 2.991 | 13 | 0,4 |
| Limburg-Weilburg | 2.354 | 2.395 | 41 | 1,7 |
| Main-Kinzig | 5.475 | 5.505 | 30 | 0,5 |
| Vogelsbergkreis | 1.506 | 1.506 | 0 | 0,0 |
| Wetterau | 4.015 | 4.016 | 1 | 0,0 |
| Rheingau-Taunus | 2.489 | 2.539 | 50 | 2,0 |
| Wiesbaden | 3.854 | 3.827 | -27 | 0,7 |
| Gesamt | 25.588 | 25.697 | 109 | |
| Veränd. zum Vj - in % - | 0,4 |


