Hauptgeschäftsführer Harald Brandes zufolge waren am 31. Dezember 2014 insgesamt 25.588 Betriebe in der Handwerksrolle eingetragen. Dies entspricht lediglich einer minimalen Steigerung von 0,1 Prozent oder einem Plus von 29 Betrieben im Vergleich zum 31. Dezember 2013.
Verantwortlich für diese Entwicklung sind vor allem zwei Faktoren: Zum einen ist die Zahl der Betriebe bei den handwerksähnlichen Gewerben deutlich um 134 Betriebe (-3,4 Prozent) auf 3.757 Betriebe zurückgegangen. Zum anderen hat sich der Anstieg der zulassungsfreien Handwerke, die in den Vorjahren ganz erhebliche Zuwachsraten zu verzeichnen hatten, auf nur noch 2 Prozent oder 137 Betriebe auf jetzt 6.862 Betriebe deutlich abgeschwächt. Bei den zulassungspflichtigen Handwerken, in denen der Meisterbrief Voraussetzung für das Führen eines Betriebs ist, stieg die Betriebszahl nur um 26 bzw. um 0,2 Prozent auf 14.969 Handwerksbetriebe.
Brandes zufolge seien die stärksten Rückgänge bei den zulassungspflichtigen Handwerken bei den Maurern und Betonbauern zu verzeichnen. Hier sank die Zahl der Betriebe um 20. Demgegenüber konnten die Maler- und Lackierer mit einem Plus von 30 Betrieben und die Dachdecker mit einem Zuwachs von 24 Betrieben die stärksten Zugänge verzeichnen. Bei den zulassungsfreien Handwerken gab es die stärksten Zuwächse bei den Fotografen (+ 75 Betriebe) und den Raumausstattern (+56 Betriebe). Verantwortlich für den starken Rückgang bei den handwerksähnlichen Gewerben war vor allem das Holz- und Bautenschutzgewerbe mit einem Negativ-Saldo zwischen Betriebszu-/abgängen von 50 Betrieben.
Weniger Handwerksbetriebe in Wiesbaden, Zuwächse im Lahn-Dill- Kreis
Regional betrachtet gab es in der Landeshauptstadt Wiesbaden die stärksten Rückgänge. Hier sanken die Betriebszahlen um 2,7 Prozent oder um 105 Betriebe auf jetzt insgesamt 3.854. Demgegenüber stieg die Zahl der Handwerksbetriebe am stärksten im Lahn-Dill-Kreis um 1,7 Prozent auf 2.978 Betriebe. Relativ starke Zuwächse gab es auch im Rheingau-Taunus-Kreis (+1,4 Prozent) und im Main-Kinzig-Kreis (+1,3 Prozent).


