Bautätigkeit und Instandhaltung sorgen weiter für Ausfälle und Verspätungen
Prof. Knut Ringat, Vorsitzender der RMV-Geschäftsführung: „Die Personalengpässe der vergangenen Jahre waren eine enorme Belastung für unsere Fahrgäste. Hier sehen wir inzwischen deutliche Fortschritte: Die verbesserte Verfügbarkeit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei der S-Bahn Rhein-Main führte zu einer höheren Zuverlässigkeit unseres Fahrplans: Personalbedingte Zugausfälle finden nur noch im Ausnahmefall statt, beispielsweise bei kurzfristiger Krankmeldung vor der Fahrt. Gleichzeitig erleben wir aber, dass das hohe Baugeschehen immer stärkere Auswirkungen auf Stabilität und Pünktlichkeit hat – bei steigenden Fahrgastzahlen. Wir brauchen deshalb Tempo und breite Unterstützung für den Schienenausbau.“
Mit 839 Millionen Fahrgästen verzeichnete der RMV 2025 einen Fahrgastrekord. Die S-Bahn Rhein-Main wird täglich von etwa 500.000 Fahrgästen genutzt. Im ersten Quartal 2026 lag die Zuverlässigkeit der S-Bahn bei 89,9 Prozent und damit leicht höher als in 2025 (88,3 Prozent). Die Zuverlässigkeit der Regionalbahnverkehre stieg um 1,7 Prozentpunkte auf 90,0 Prozent. Die Qualitätswerte werden nach wie vor stark vom Bau- und Instandhaltungsgeschehen beeinflusst: In diesem Jahr hat die DB InfraGO AG 2.800 fahrplanwirksame Bautätigkeiten für das RMV-Gebiet angekündigt.
„Die verbesserte Personalsituation ist für uns ein Zeichen, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben“, so Hendrik Penner, Chef der S-Bahn Rhein-Main. „Wir haben in den vergangenen Monaten über 70 neue Lokführer:innen eingestellt. Ergänzend bilden wir jedes Jahr 30 neue Lokführer:innen im Rahmen der Berufsausbildung zur/m Eisenbahner:in im Betriebsdienst aus. Damit verfügen wir über eine ausgeglichene Personallage, übrigens auch bei unseren Mitarbeitenden in der Instandhaltung. Wir sind für die Zukunft gut gewappnet – so auch für den gerade mit dem RMV vereinbarten Weiterbetrieb des Gallusbündels mit den Linien S3, S4, S5 und S6 bis Ende 2033.“


