Kein Wunder, hat Mozilla den Browser in den letzten Jahren mit verschiedenen Updates deutlich verbessert. Vor allem in puncto Geschwindigkeit und Ressourcenmanagement kann der Fuchs inzwischen durchaus mit Chrome und anderen flotten Browsern wie Opera und Edge mithalten. Je nach Nutzerverhalten kann aber auch Firefox mit der Zeit Probleme bereiten und verrichtet seine Arbeit dann mitunter deutlich langsamer, als es sein müsste. Meist liegt dies an einem unnötig aufgeblähten Cachespeicher oder an vielleicht ebenfalls nicht unbedingt nötigen Erweiterungen. Erfreulicherweise gibt es aber gleich mehrere Lösungen und nützliche Tools, um dem Fuchs wieder flott zu kriegen.
Firefox: Darum kann er mit der Zeit langsamer arbeiten
An Gründen, warum ein Browser, es muss ja schließlich nicht unbedingt Firefox sein, mit der Zeit langsamer wird, mangelt es prinzipiell nicht. Meist sind große Datenmengen, die sich über die Zeit angesammelt haben, eine der Hauptursachen. Wer beispielsweise viel im Netz unterwegs ist und das auch noch in vielen verschiedenen Tabs und Fenstern, sammelt bei seinem Weg durch das Internet mit jedem seiner Klicks weitere Daten ein. Spiele, soziale Medien, Vulcan Automatenspiele online zocken und viele andere Angebote und Seiten sorgen für eine gewisse Sammelwut des Browsers. Verlaufseinträge in der Surfhistorie und Chronik, Suchhistorien, gespeicherte Formulardaten und natürlich auch zwischengespeicherte Daten wie Grafiken, Bilder und Cookies. Gerade beim Start kann Firefox Probleme haben, diese ganzen gespeicherten Daten neu zu laden und bereitzustellen. In dem Fall sorgen die Daten, die den Fuchs eigentlich in vielen Fällen ursprünglich beschleunigen sollten, für ein langsameres Starten und Arbeiten. Abhilfe schafft ein manuelles Löschen der Browserdaten. Doch Vorsicht: Hierbei können auch durchaus gewollte Daten gelöscht werden, wie etwa gespeicherte Formulardaten, gespeicherte Passwörter und andere Dinge, die den Internetalltag eigentlich durchaus erleichtern können.
Ein weiteres häufiges Problem sind Erweiterungen. Wie viele andere Browser auch lässt sich der Funktionsumfang von Firefox relativ schnell und einfach mittels oft kostenloser Erweiterungen ausbauen. Beliebte Erweiterungen sind etwa Werbeblocker, Passwortmanager, Datenschutzerweiterungen, Suchmaschinen-Plugins, Erweiterungen für soziale Netzwerke oder auch Erweiterungen, welche die Produktivität steigern sollen. Problem hier: Jede installierte Erweiterung belegt zusätzlichen Arbeitsspeicher, von dem sich die meisten Browser ohnehin bereits jede Menge einverleiben. Darüber hinaus sind nicht alle Erweiterungen immer gänzlich fehlerfrei. Auch hier gilt: Je mehr Erweiterungen installiert sind, desto größer das Risiko, dass eine fehlerhafte Extension dabei ist. Des Weiteren sind vom Entwickler nicht mehr aktualisierte und somit veraltete Erweiterungen ebenfalls eine häufige Fehlerquelle. Wer wissen möchte, wie es um die Erweiterungen seines Browsers steht und wie viele Ressourcen diese belegen, wirft am besten einen Blick in den integrierten Task-Manager von Firefox. Dieser lässt sich mit dem Befehl "about:performance" in der Adressleiste aufrufen. Hier sollte der Blick vor allem auf den Typ der Anwendung (Tab/Erweiterung/System) und Energie- und Arbeitsspeicherverbrauch gerichtet sein.
Abhilfe schaffen: So macht man den Browser wieder flott
Wie bei nahezu allen Problemen gibt es auch immer mehrere Ansätze zur Problemlösung. Im Falle von Firefox und anderen Browsern lohnt es sich eigentlich immer, alle folgende Schritte durchzuführen beziehungsweise bestimmte Tools zu installieren und zu nutzen.
- Browserdaten löschen: Im ersten Schritt sollten Nutzer ihre Browserdaten löschen. Dies kann wahlweise manuell oder mithilfe spezieller Erweiterungen erfolgen, die wir im Folgenden noch genauer vorstellen. Für das manuelle Löschen der Daten reicht ein Aufruf der entsprechenden Option über das Hauptmenü im Browser. Hier kann der Nutzer einfach in den Tab "Datenschutz und Sicherheit" wechseln. Am Ende der sich öffnenden Seite ist die Browserhistorie zu finden. Ein Klick auf "Daten entfernen" öffnet einen weiteren Dialog mit zusätzlichen Optionen. Hier sollte man nun etwas vorsichtiger agieren, sofern man bestimmte Daten wie etwa gespeicherte Website-Daten oder Cookies nicht löschen möchte.
- Aktualität des Browsers prüfen: Für gewöhnlich aktualisiert sich Firefox regelmäßig selbst, sobald neue Updates bereitstehen. Dennoch kann es sich bei Problemen immer lohnen, den aktuellen Updatestatus des Browsers zu überprüfen. Hierzu ruft man erneut das Hauptmenü des Browsers auf und wählt hier den Reiter "Hilfe" und klickt hier auf "Über Firefox". Nun sollte sich ein kleines Dialogfenster mit allen wichtigen Informationen zum installierten Browser und dessen Version öffnen.
- Erweiterungen prüfen: Sind einige oder gar viele Erweiterungen installiert, sollte man dessen Status genauer überprüfen. Hier geht es ebenfalls vor allem um die Aktualität und um mögliche Updates. Erweiterungen lassen über das Hauptmenü>Add-ons>Add-ons-Einstellungen verwalten.
Zu guter Letzt gibt es noch nützliche Tools und Erweiterungen, welche viele der oben genannten Schritte automatisch durchführen und den Browser so mit nur wenigen Klicks aktuell und sauber halten. Besonders empfehlenswerte Erweiterungen sind hier:
- · Firemin: Firemin ist ein kleines Tool, welches vor allem die Nutzung des Arbeitsspeichers von Firefox optimiert.
- · History AutoDelete: History AutoDelete macht genau das, was der Name der Erweiterung bereits aussagt. Es löscht automatisch die Browserhistorie.
- · SpeedyFox: SpeedyFox defragmentiert und optimiert die Profildatenbank von Firefox.
Neben diesen Erweiterungen finden sich auf der Webseite von Mozilla noch unzählige weiter nützliche Tools und Erweiterungen, die Firefox durchaus schneller machen können. Sollten alle Tools und Tipps nichts nützen, kann es sich empfehlen, den Browser entweder im Privatmodus/Sicherheitsmodus zu starten oder aber ihn komplett zu deinstallierten und danach neu zu installieren!


