Für Kunden, die ein Auto kaufen möchten, gibt es mittlerweile aber ebenfalls weitere Möglichkeiten.
Der Status Quo in der Automobilbranche
Jüngst schockierte Porsche mit, wie die Presse titelte, "katastrophalen" Zahlen. Nachdem die Branche diesen Schock verdaute, folgte die nächste Hiobsbotschaft sogleich auf den Fuß: Bei Volkswagen brach der Gewinn ein, mehr als 50.000 Stellen sollen gestrichen werden. Die schlechten Nachrichten reißen in der deutschen Automobilbranche nicht ab, während chinesische Autobauer konsequent neue Rekordzahlen vorweisen. Für Kunden, die nicht bei den deutschen Autobauern arbeiten, könnte die kriselnde Branche aber eine Chance sein.
Was ist mit Dynamic Sourcing überhaupt gemeint?
Der Begriff klingt ein wenig wie aus der IT-Welt, hat im Automarkt aber eine ganz spezielle Bedeutung. Interessierte, die ein Auto erwerben möchten, bekommen dadurch mehr Möglichkeiten in die Hand. Dynamic Sourcing ist auch ein Indiz dafür, wie interessiert deutsche Autobauer mittlerweile daran sind, die eigenen Fahrzeuge auf die eine oder andere Weise loszuwerden.
Beim Dynamic Sourcing werden verschiedene Modelle kombiniert, zum Beispiel ein klassisches Leasing, Auto-Abos, Kurzzeit- oder Langzeitmieten oder andere, agile Flottenlösungen für Gewerbetreibende. Dadurch soll Mobilität individueller werden, Kosten sollen planbarer sein und für den Endkunden ergibt sich, im Idealfall, eine Ersparnis. Ein offensichtlicher Vorteil ist natürlich, dass die Anfangsinvestitionen geringer als beim klassischen Kauf sind. Perspektivisch lassen sich Fahrzeuge so außerdem flexibler und häufiger wechseln.
Anbieter reagieren vermehrt stärker auf individuelle Präferenzen von Endkunden
Nicht nur einmalige Käufe verändern sich, sondern auch Leasing-Modelle. Selbige sind nicht neu, wurden zuletzt aber vermehrt neu gedacht. Flexible Alternativen zum Opel Leasing, wie sie Anbieter wie FINN offerieren, erweitern das schon bekannte Modell um eine Abo-ähnliche Komponente. Solche Abos, wie sie heute deutlich häufiger als noch vor 20 Jahren genutzt werden, enthalten im Regelfall viele weiterführende Leistungen - zum Beispiel integrierte Fahrzeugwechsel im Tarif oder Versicherungen. Ziel dieser Anbieter ist normalerweise, dem Endkunden alles aus einer Hand zu bieten.
Derartige Modelle unterstreichen einmal mehr, dass der reine Besitz heute nicht mehr so wichtig wie in früheren Jahren ist. Stattdessen werden Lösungen bedarfsgerecht, auf die eine oder andere Weise, angemietet und dann so lange behalten, bis sie nicht mehr notwendig sind. Für Endkunden ergibt sich dadurch mehr Flexibilität, auch wenn das Auto selbst nicht ihr konkretes Eigentum ist, so wie bei einem einmaligen Kauf direkt beim Händler.
Perspektivisch zusätzliche Flexibilität gewinnen
Vor allem der agile Fahrzeugwechsel, der indirekt Teil des Dynamic Sourcing Vertriebsmodells ist, gewann zuletzt an Bedeutung. Technologische Fortschritte gibt es im Automobilsektor nämlich reichlich, von Assistenzsystemen bis hin zu zahlreichen Funktionen zur digitalen Konnektivität. Dieser Fortschritt wird anhalten: Mit Dynamic Sourcing können Autofahrer etwas flexibler darauf reagieren und neue Systeme und Modelle mit niedrigen Eintrittsbarrieren ausprobieren.



