Heute gehören sie insbesondere in Großstädten fest zum Alltag: Auch ehemalige Stigma, beispielsweise was die künftigen Karrierechancen mit Tattoos anbelangt, sind heute eher Vergangenheit. Speziell der Gesundheit wegen, sollte man aber nach wie vor auf die Qualität der Farbe achten.
Ein schönes Tattoo hängt von mehreren Faktoren ab
Entscheidend dafür ist natürlich allen voran das Talent und Handwerk des Tätowierers. Den sollten sich Tattoo-Begeisterte also mit Bedacht wählen. Unbedingt ist notwendig, sich die schon abgeschlossenen Werke des Tätowierers anzuschauen. Einerseits um herauszufinden, ob dessen Stil einem selbst zusagt, aber auch um die handwerkliche Qualität zu beurteilen. Die Qualität der genutzten Farbpigmente spielt ebenso eine Schlüsselrolle: Die Pigmente bestimmen beispielsweise, wie intensiv Farben auf der Haut wirken oder wie lange diese möglichst authentisch und gestochen scharf bleiben. Ein generelles Verblassen ist speziell über die Jahrzehnte unvermeidbar: Aber Tattoos sollten eben erst nach vielen Jahren etwas verblassen, nicht schon zwei Jahre später.
Innerhalb Europas gelten strenge Vorschriften
Jüngst fanden immer wieder neue und teilweise umfangreiche Studien zur Hautverträglichkeit solcher Tattoo-Farbpigmente statt. Bis heute ist nicht vollständig ausgeschlossen, ob diese nicht eine Krebsbildung begünstigen könnten. Immerhin dürfen sich Deutsche und Europäer auf die strikten Vorgaben des Gesetzgebers verlassen - die unter anderem in der REACH-Verordnung festgehalten sind. Die regelt beispielsweise, dass Inhaltsstoffe festgelegte Grenzwerte nicht überschreiten dürfen, auch sind einige Substanzen vollständig verboten, dürfen in Tattoo-Farbe also nicht enthalten sein. Die Hersteller solcher Pigmente unterstehen indes strengen Dokumentations- und Kennzeichnungspflichten.
Als hochwertig gelten Tattoo Farben dann, wenn sie lediglich auf geprüfte und zugelassene Inhaltsstoffe zurückgreifen. Außerdem sollten die Farben eine gleichmäßige Partikelgröße haben, was unter anderem auf das optische Ergebnis Einfluss nimmt. Eine stabile Farbstruktur ist speziell bei bunten Farben ebenfalls notwendig. Weiterhin sollten keine unnötigen Füllstoffe enthalten sein und die Chargenqualität muss eine größtmögliche Konstanz aufweisen. Talentierte und engagierte Tätowierer legen darauf ebenfalls viel Wert: Das ist logisch, denn sie möchten mit ihrer Kunst das bestmögliche Ergebnis sicherstellen. Wer also echte Top-Tätowierer aufsucht, der kann sich normalerweise auch auf den Einsatz qualitativ hochwertiger Farbpigmente verlassen.
Wie beeinflussen die Pigmente die praktische Arbeit des Tätowierers?
Etwa 17 % aller Deutschen haben ein oder mehrere Tattoos, auch weil die heute kein No-Go mehr im Job sind. Tätowierer in Deutschland haben also viel zu tun: Sie setzen grazile Fine-Line-Tattoos um, schaffen puren Realismus auf der Haut oder eindrucksvolle Dotwork-Kunstwerke. Mit hochwertigen Farben sehen solche Tattoos über viele Jahre und gar Jahrzehnte noch gut aus, da sie gleichmäßig und nur sehr langsam verblassen.
Die Qualität der Farben ist auch da wichtig, wo nicht mit bunten Farben gearbeitet wird. Die Viskosität ist zum Beispiel bei Fine-Line-Tattoos ein Schlüsselkriterium, damit diese Kunstwerke auch möglichst grazil und fein aussehen. Selbst für den Tätowierer sind qualitativ hochwertige Farben ein Plus: Neben der Qualität des Ergebnisses auch deshalb, weil sich mit hochwertigen Farben schneller arbeiten lässt.



