TPL_VORSPRUNG_SKIP_NAV
Keiler Bier

Höherer Lohn: 16,60 Euro pro Stunde ist das neue „Dachdecker-Minimum“

Höherer Lohn: 16,60 Euro pro Stunde ist das neue „Dachdecker-Minimum“

Höherer Lohn für die „höchsten Jobs“ im Main-Kinzig-Kreis: Für Dachdecker gibt es einen speziellen Mindestlohn. Und der geht jetzt im Januar nach oben: Wer seinen Gesellenbrief als Dachdecker in der Tasche hat, verdient ab sofort mindestens 16,60 Euro pro Stunde. Darauf hat die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hingewiesen.

"Dachdecker haben damit bei einem Vollzeitjob am Monatsende gut 100 Euro mehr in der Tasche“, sagt Gernot Sattler von der IG BAU Hessen-Mitte. Auch der Mindestlohn für ungelernte Kräfte in den 61 Dachdeckerbetrieben im Main-Kinzig-Kreis steige: „Er liegt jetzt bei 14,96 Euro pro Stunde“, so der stellvertretende Bezirksvorsitzende Sattler.

Die IG BAU Hessen-Mitte ruft die Dachdecker im Main-Kinzig-Kreis, die statt des Tariflohns lediglich den Mindestlohn verdienen, dazu auf, ihre Lohnabrechnung für den Januar zu kontrollieren. Die IG BAU hat zudem bereits für die kommenden beiden Jahre eine weitere Steigerung des Dachdecker-Mindestlohns am Verhandlungstisch durchgesetzt. Insgesamt arbeiten im Main-Kinzig-Kreis nach Angaben der IG BAU Hessen-Mitte rund 480 Beschäftigte im Dachdeckerhandwerk. Die Gewerkschaft beruft sich dabei auf Angaben der Arbeitsagentur.

 

 

Kommentare

1
Karlheinz
3 monate vor
Fakt ist, dass sie jungen Handwerksgesellen erklären müssen, dass sie zu Beginn ihrer beruflichen Tätigkeit gerade einmal ca. 200 Euro mehr im Monat als Vergütung erhalten als ein Bürgergeldempfänger.

Zieht man davon die Fahrtkosten zur Betriebsstätte sowie Arbeitskleidung ab, kommt jeder zu dem Schluss, dass Nichtarbeiten unwesentlich lukrativer ist.

Handwerksberufe müssen endlich lukrativer bezahlt werden.

Hut ab vor jedem der bei Wind und Wetter draußen Arbeiten muss.
Gefällt mir 2 Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Kommentar melden
0
Pietje
3 monate vor
Bei solchen Statements frage ich mich immer, woran es liegt, dass die Differenz so gering ist: an der Höhe des Bürgergelds oder an der Höhe der Stundenlöhne? Wenn ich heutzutage eine Handwerker-Rechnung bekomme, dann liegt der Stundenlohn fast immer jenseits der 80€-Marke uugl. Umsatzsteuer. Wenn die Vergütung eines Gesellen dann nur 200€ über dem Bürgergeld liegt, hat das -aus meiner Sicht- eher wenig mit dem Bürgergeld zu tun. Insbesondere auch dann, wenn der Geselle auch noch die Berufsbekleidung selbst kaufen muss. Unter solchen Bedingungen, sollte man durchaus auch mal die Bezahlung des Handwerksbetriebs netwas kritischer betrachten, als sofort die "Bürgergeld-Karte" zu ziehen.
Gefällt mir Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Kommentar melden
0
Heinrich
3 monate vor
Ständig liest man hier etwas über Dachdecker. Vielleicht sind die Mitarbeiter der Redaktion gelernte Dachdecker?
Gefällt mir 3 Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Kommentar melden
Zeig dein Herz und spendiere der Redaktion einen Kaffee! Jede Unterstützung hilft uns, weiterhin unabhängig aus der Region zu berichten.
☕ Kaffee spendieren
Artikel teilen: Teilen Tweeten Teilen
Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de
Interkulturelle Wochen im Main-Kinzig-Kreis