Interessierte können sich am Dienstag, 01. Oktober um 17 Uhr, über die Möglichkeiten des Brustaufbaus bzw. Brusterhalts bei Brustkrebs informieren. Die Veranstaltung findet im Gebäude HB (Neubau), 5. OG, Konferenzraum des Klinikums Hanau statt. Im Anschluss an das Patientenseminar folgt die bundesweite Aktion Lucia der Frauenselbsthilfe nach Krebs vor dem Haupteingang des Klinikums. Mit dem gemeinsamen Anzünden von Kerzen möchten die Organisatoren „mehr Licht in das Thema ‚Brustkrebs in Deutschland‘“ bringen.
Im zertifizierten Brustzentrum des Klinikums Hanau wird immer, so schonend wie möglich operiert. Bei etwa 20 Prozent aller Brustkrebspatientinnen ist eine brusterhaltende Operation allerdings aus medizinischen Gründen nicht möglich. Im Klinikum Hanau wird mit allen Patientinnen vor der eigentlichen Krebsoperation über die verschiedenen Möglichkeiten eines Brustwiederaufbau inklusive der Brustrekonstruktion mit Eigengewebe gesprochen und diese schon im Rahmen der Primäroperation oder auch später angeboten. Die Wiederherstellung einer Brust mit Implantat oder Eigengewebe kann bereits im Rahmen der ersten Krebsoperation oder auch nach der eigentlichen Behandlung erfolgen.
„Ungefähr die Hälfte der betroffenen Frauen wählt den Brustaufbau mit einem Expander/Silikon“, erläutert die Brustfachschwester Sabine Liebeck: „Die übrigen zirka 50 Prozent nutzen die am Klinikum Hanau seit Jahren etablierten modernsten mikrochirurgischen Methoden des Brustaufbaus mit Eigengewebe.“
Die Informationsreihe „Lebendige Perspektiven“ richtet sich an Menschen, die an Krebs erkrankt sind, aber auch an Angehörige und andere Interessierte. Bereits seit Jahren existiert mit den Lebendigen Perspektiven eine enge Kooperation des Krebsschwerpunktes der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe des Klinikums Hanau unter der Leitung von Privatdozent Dr. Thomas Müller und der Frauenselbsthilfe nach Krebs (Hanau und Maintal). „Bei unserem interdisziplinären Informationsangebot für Patienten ergänzt persönliches Erfahrungswissen ärztliche Expertise auf bestmögliche Art“, erläutert der Ärztliche Direktor Dr. André Michel.



