TPL_VORSPRUNG_SKIP_NAV
Keiler Bier

Noch mehr Handys für den Laubfrosch

Noch mehr Handys für den Laubfrosch

Seit Beginn ihrer Handysammlung Ende 2010 konnte die Gesellschaft für Naturschutz und Auenentwicklung (GNA) mehr als 2.500 ausgediente Handys dem Recycling zuführen.

VORSPRUNG - Anruf genuegt

Ein gutes Resultat – für Umwelt und Natur. Denn in Handygeräten stecken neben wertvollen Rohstoffen auch zahlreiche Schadstoffe. Um mit beiden verantwortungsvoll umzugehen, hat die GNA nicht nur ein Netz aus Sammelstellen eingerichtet, sondern auch eine mobile Handysammlung ins Leben gerufen. Ähnlich den bekannten Schadstoffmobilen, die im Landkreis unterwegs sind, fährt das blaue GNA Mobil einmal im Monat die beiden Kommunen Langenselbold und Freigericht an. So steht das GNA Mobil am 14. Mai in der Zeit von 10 bis 11 Uhr auf dem Parkplatz zwischen Busbahnhof und Rathaus in Freigericht-Somborn und am 15. Mai (gleiche Uhrzeit) auf dem Wochenmarkt an der Friedrichstraße/Ecke Gartenstraße in Langenselbold. Im April findet ausnahmsweise keine mobile Sammlung statt.

Alternativ verweist die GNA auf ihre zahlreichen Sammelstellen im Main-Kinzig-Kreis, bei denen Althandys zu den jeweiligen Öffnungszeiten abgegeben werden können. Für das Recycling ist es unerheblich, ob das Handy defekt ist ober nicht. Die GNA Sammelboxen „mit dem blauen Deckel“ befinden sich in den Rathäusern der Gemeinden Freigericht-Somborn (Rathausstraße 13, 63579 Freigericht), Gründau(Am Bürgerzentrum 1, 63584 Gründau – Lieblos) und Rodenbach (Buchbergstr. 2, 63517 Rodenbach) sowie im Rathaus der Stadt Langenselbold (Schloßpark 2, 63505 Langenselbold), im Wertstoffsammelhof Langenselbold (Gottlieb-Daimler-Straße, 63505 Langenselbold) und im Rathaus und beim Bürgerservice der Stadt Bad Orb (Frankfurter Str. 2, 63619 Bad Orb).

Des Weiteren nehmen die Mitarbeiter/innen in den Filialen der Sparkasse Hanau in Maintal-Dörnigheim (Kennedystr. 60, 63477 Maintal), in Rodenbach (Hanauer Landstr. 1, 63517 Rodenbach), in Steinheim (Ludwigstr. 52, 63456 Hanau) und in Kesselstadt (Kastanienallee 2a, 63452 Hanau) gerne ausgediente Handys für die GNA entgegen. In Gelnhausen können Altgeräte bei der Unteren NaturschutzbehördedesMain-Kinzig-Kreises (Barbarossastr. 20, 63571 Gelnhausen, 3. Stock) abgegeben werden. In Rodenbach selbst empfiehlt sich auch der Einwurf des Althandys in den GNA Postkasten am Pfarrhaus (Buchbergstraße 6) oder die persönliche Abgabe in der GNA Geschäftsstelle im ersten Obergeschoss des Evangelischen Gemeindezentrums.

Biotopverbund erhöht Überlebensrate

Als offiziell berechtigte Sammelgruppe erhält die gemeinnützige GNA für jedes Handy 1,50 Euro von der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Bedingung ist, dass der Erlös aus dem Handyrecycling zu 100 % in das langjährig betreute Auenschutzprogramm der GNA fließt. Diese will mit einem Biotopverbund nicht nur dem Laubfrosch ein Überleben sichern, sondern auch zahlreiche andere heimische Tier- und Pflanzenarten in der unteren Kinzigaue fördern.

„Wie viele Amphibienarten ist der Laubfrosch in der aktuellen Roten Liste Hessens als „stark gefährdet“ eingestuft. Das bedeutet, dass sein Bestand in den letzten Jahren nicht nur erheblich zurückgegangen ist, sondern durch laufende oder absehbare menschliche Einwirkungen ernstlich bedroht ist. Wird die aktuelle Gefährdung nicht schnellstmöglich abgewendet, rückt der Laubfrosch schon sehr bald in die nächste Kategorie auf. Und die lautet: „Vom Aussterben bedroht“. Unser Ziel ist es deshalb, den Laubfroschbestand im Main-Kinzig-Kreis durch geeignete Schutz- und Hilfsmaßnahmen zu stabilisieren, möglichst aber zu vergrößern.“, erläutert die GNA Biologin Susanne Hufmann die Hintergründe ihres Engagements. Durch die umfangreichen Artenschutzmaßnahmen der GNA werden außerdem die Lebensräume des Weißstorches sowie die Brutplätze für den seltenen Kiebitz und die vom Aussterben bedrohte Bekassine verbessert.

Laubfrösche brauchen Freunde

Es gibt viele Möglichkeiten, dem Laubfrosch und anderen Auenbewohnern nachhaltig zu helfen. Wer in seiner Firma, Schule oder im Verein eine Handysammlung starten möchten, wende sich bitte direkt an die GNA. Ansprechpartnerin ist Susanne Hufmann (Telefon: 06184 – 99 33 797, E-Mail: gna.aue@web.de). Als Laubfroschpate hilft man dauerhaft, erhält eine hübsche Urkunde und regelmäßige Informationen über die Arbeit der Naturschützer. Auch eine einmalige Spende hilft dem Laubfrosch, seinen Lebensraum zurückzuerobern. Mit 20 Euro kann beispielsweise ein Kubikmeter Erde bewegt werden, um ein neues Laichgewässer zu schaffen. 50 Euro helfen, einen Tümpel für Kaulquappen zu pflegen und zu erhalten und 75 Euro sind nötig, um einen Meter Entwässerungsgaben in ein Biotop umzuwandeln. Das GNA Spendenkonto lautet:Raiffeisenbank Rodenbach, BLZ 506 636 99, Konto 10 70 800 (IBAN: DE75 5066 3699 0001 0708 00, BIC: GENODEF1RDB). Spenden an die GNA sind steuerlich absetzbar. Mehr Informationen wie immer unter www.gna-aue.de.

Artikel teilen: Teilen Tweeten Teilen
Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de
Zeig dein Herz und spendiere der Redaktion einen Kaffee! Jede Unterstützung hilft uns, weiterhin unabhängig aus der Region zu berichten.
☕ Kaffee spendieren
Interkulturelle Wochen im Main-Kinzig-Kreis