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„Stationäre medizinische Versorgung ist Aufgabe der Landkreise“

„Stationäre medizinische Versorgung ist Aufgabe der Landkreise“

Der stellvertretende Vorsitzende und gesundheitspolitische Sprecher der hessischen SPD-Landtagsfraktion besuchte vor wenigen Tagen die Main-Kinzig-Kliniken in Gelnhausen.

Höfler Fenster

Begrüßt wurde er von Aufsichtsratsvorsitzendem Dr. André Kavai, Geschäftsführer Dieter Bartsch, Pflegedirektorin Elke Pfeifer und dem stellvertretenden Ärztlichen Direktor Dr. Heiner Roos. Im Mittelpunkt des Meinungsaustauschs stand die Rolle des Kreises bei der medizinischen Versorgung der hiesigen Region.

So diskutierten die Klinikvertreter und der Landtagsabgeordnete aktuelle Themen wie Krankenhausfinanzierung, Fachkräftemangel, Privatisierungen und die wohnortnahe Notfallversorgung. Das Fazit lautete insgesamt: Kommunen tragen eine große Verantwortung bei der regionalen Gesundheitsversorgung. Sie können Versorgungslücken frühzeitig erkennen, um sie dann auch mithilfe von Kooperationen zu schließen. „Wir nehmen unsere Verantwortung gegenüber den Menschen im Main-Kinzig-Kreis ernst. Uns ist es wichtig, dass sie, wenn es sein muss, in gute Krankenhäuser in der Nähe gehen können. Das geht aber nur, wenn wir als Kreis der Eigentümer der Kliniken und so direkt am Geschehen beteiligt sind. Ansonsten würden wir es dem freien Spiel des Gesundheitsmarkts überlassen, welche Angebote in Gelnhausen oder Schlüchtern zur Verfügung stehen“, betonte Aufsichtsratschef und Erster Kreisbeigeordneter Dr. Kavai.

Auch Dr. Spies unterstrich die Bedeutung der kommunalen Verantwortung: „Die Sicherstellung der stationären medizinischen Versorgung ist Aufgabe der Landkreise. Dabei müssen die Länder den jeweiligen Kreis unterstützen und Kooperationen fördern; wenn nötig, auch mithilfe von gezielten Investitionen. Nicht jedes Krankenhaus muss jedes Fachgebiet vorhalten, aber das, was behandelt wird, muss auf einem qualitativ hochwertigen Niveau geschehen.“

Dafür müsse dringend seitens der Politik an der Verbesserung der Rahmenbedingungen für Kliniken gearbeitet werden, erläuterte Bartsch, auch in seiner Funktion als Präsident der Hessischen Krankenhausgesellschaft. „Wir können nicht auf der einen Seite mit Sorge auf den drohenden Fachkräftemangel blicken, während wir auf der anderen Seite gezwungen sind, eine Arbeitsverdichtung aufgrund eines Preisdeckels herbeizuführen. Wir brauchen zeitnah eine faire Finanzierung für Krankenhäuser. Dies dient den Mitarbeitern und damit nicht zuletzt den Patienten und Bürgern.“

Foto (von links): Dr. Heiner Roos, Dr. Thomas Spies, Dr. André Kavai und Dieter Bartsch.

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