Sollte der Konflikt anhalten, müssen aus Sicht des Pressesprechers Anton Hofmann, vom ACE Auto Club Europa Kreisvorstand Main-Kinzig und Wetterau, vor allem die Menschen mit niedrigem Einkommen unmittelbar und direkt entlastet werden.
Anton Hofmann: „Wir als Auto Club Europa sehen mit Besorgnis, wie die steigenden Spritpreise zunehmend die deutschen Autofahrerinnen und Autofahrer belasten. Wenn der Konflikt nicht zeitnah deeskaliert wird, so dass sich die Kraftstoffpreise wieder normalisieren, braucht es aus unserer Sicht eine Entlastung, die den Menschen unmittelbar hilft und direkt bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern ankommt. Wichtig ist dabei, dass diese Entlastung sozial ausgestaltet wird, so dass insbesondere Menschen mit niedrigen Einkommen, die auf das Auto angewiesen sind, gezielt entlastet werden.
Ob eine Spritpreisbremse hier die richtige Lösung ist, ist fraglich: Als ein Tankrabatt 2022 für drei Monate eingeführt wurde, wurden sozial schwächere Haushalte weniger entlastet als erhofft. Zusätzlich kam es zu erheblichen Mitnahmeeffekten auf Seiten der Mineralölkonzerne. Hier bräuchte es eine so genannte Übergewinnsteuer, als zusätzliche Abgabe auf außergewöhnlich hohe Gewinne, die Unternehmen durch Krisen oder externe Ereignisse erzielen. Außerdem benötigen Kartellbehörden mehr Kompetenzen, um bei sprunghaftem Anstieg schnell eingreifen zu können.
Die unmittelbare Verteuerung an der Zapfsäule ist ein weiterer Beleg für unsere starke Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und sollte von der Regierung als Warnsignal verstanden werden. Gerade geopolitische Krisen zeigen, wie riskant diese Abhängigkeit ist. Ziel muss es sein, unsere Abhängigkeiten konsequent zu reduzieren und deshalb den Ausbau der Elektromobilität entschlossen weiter voranzubringen.“



