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Keiler Bier

„Doppelwumms“

„Doppelwumms“

Vor geraumer Zeit groß angekündigt, ist er jetzt über uns gekommen, ein „Doppelwumms“ der besonderen Art: Die Ampel-Regierung ist zerbrochen und im fernen Amerika wurde ein Kandidat mit stattlicher Mehrheit zum Präsidenten gewählt, obwohl bundesdeutsche Medien übereinstimmend ein „Kopf-an-Kopf-Rennen“ prognostiziert hatten und dabei wie so oft daneben lagen.

Dass es mit der Ampel zu Ende gehen würde, dazu gehörte wirklich keine prophetische Gabe. Jetzt ist es soweit und in wenigen Wochen werden unsere Straßen und Plätze wieder mit mehr oder weniger hässlichen Plakaten gesäumt sein. Daran wird der von der Bundeswahlleiterin geweissagte „Papiermangel“ kaum etwas ändern. Die Konterfeis und Sprüche der um die Wählergunst buhlenden Parteien werden überdies heute meist nicht mehr auf Papier sondern auf Kunststoff gedruckt und aufgehangen.

Wichtiger als die Frage, wie Wahlwerbung und Stimmzettel gedruckt werden, ist die politische Standortbestimmung und darauf basierend der Ausblick in die Zukunft. Da kommen eindeutige Vorgaben aus den USA, die für die westliche Hemisphäre den Takt vorgeben – böse Zungen sprechen von einem „Vasallenstatus“, den insbesondere Deutschland gegenüber den USA einnehmen (muss). Nachdem die führenden deutschen Industriebranchen von interessierter Seite mit immer neuen Angriffen nunmehr deutlich geschwächt sind, die Sozialkosten des Staates eine schwindelerregende Höhe erreicht haben, der demografische Wandel sichtbare Zeichen der Veränderung in unserer Gesellschaft hinterlassen hat, steht die nächste Bundesregierung vor gewaltigen Aufgaben.

Mit kleineren Korrekturen und „fine-tuning“ an den Stellschrauben wird es wohl nicht getan sein. Wer immer die neue Regierung anführt, er (oder sie) muss mit spürbaren Eingriffen das schlingernde Staatsschiff wieder auf Position bringen. Dabei wird es auch darauf ankommen, die sogenannten „politischen Ränder“ wieder zu integrieren. Fraglich dabei, wie man „Ränder“ definiert. Zwischenzeitlich gibt es links und rechts von der oft zitierten „Mitte“ Kräfte, die zusammengenommen stärker sind, als die größte Volkspartei CDU. Und die AfD allein erhält nach übereinstimmender Einschätzung der Demoskopen deutlich mehr Zuspruch als die klassische Arbeiterpartei SPD. Als Phänomen präsentiert sich zudem das Bündnis Sarah Wagenknecht (BSW), das sich innerhalb weniger Monate aus dem Nichts zu einer respektablen Kraft gemausert hat.

Nun liegen in der Tat zwischen Umfragewerten und Wahlergebnissen noch einige Wochen Zeit. Ob sich die absehbaren Tendenzen wirklich ändern, daran bestehen allerdings ernsthafte Zweifel.

Zum Autor

Im Jahre 1971 startete Hans-Jörg Vogler (74) als nebenberuflicher Vereinsberichterstatter seine journalistische Karriere. Nach Stationen als Redaktionsleiter und Publizist mehrsprachiger, internationaler Kundenmagazine sowie als Autor von mehreren Büchern ist der gelernte Redakteur bis heute als "Freier Autor" aktiv. Von 1977 bis 2001 gehörte Vogler - mit einer kurzen Unterbrechung - als CDU-Abgeordneter dem Main-Kinzig- Kreistag an und war zehn Jahre lang CDU-Fraktionsvorsitzender in Erlensee. Partei und aktiver Politik hat er vor mehr als 20 Jahren den Rücken gekehrt. Er lebt heute mit seiner Familie in Biebergemünd.

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Kommentare

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Ur-Stephan
1 jahr vor
Den Doppelwumms bekommen Tausende von Menschen, die in diesem Jahr Weihnachten vielleicht ohne Job, Heizung oder Essen verbinden werden.
Zumindest nicht so Feiern können, wie sie es kennen, denn die Altparteien haben bisher alles daran gesetzt,
Deutschland an die Wand zu fahren, die Leute in den Ruin zu treiben und ihnen das Leben so schwer wie möglich zu machen.

Ohne ein Mitspracherecht der AfD wird es keine Umkehr geben.
Die CDU koaliert doch ebenfalls mit Links-rot-grün, um an die macht zu kommen.

Anstatt das die CDU nun ihre Versprechen umsetzt, werden keine Anträge gestellt.
Die AfD könnte ja zustimmen!

Lächerlich, denn die Versprechen der CDU sind die Punkte der AfD, nur wollen sie keine Umsetzung.

Das aktuelle politische Geschehen grenzt an ein Bühnenstück der Lächerlichkeit.
Scholz will nicht gehen und erneut kandidieren und Habeck stellt sich ebenfalls als Kanzler!

Eine Partei, die mit Mühe und Not zweistellig ist, malt sich eine Kanzlerposition aus!

Wenn man nicht wüsste, dass dies alles so wirklich geschieht, könnte man es für einen schlechten Traum halten.
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Jackson
1 jahr vor
Sollten die Grün:innen mit dem zu erwartenden mickrigen Wahlergebnis leider wieder in den Bundestag einziehen und sogar - leider - gegen die bösen Blauen als Mehrheitsbeschaffer Regierungspartei werden, werden sie Deutschland endgültig den Todesstoß versetzen: mit Energiewende, Klimaschutz, Deindustrialisierung, Masseneinwanderung, Kriegshetze, Indoktrination statt Bildung, Überwachung, Zensur u.a.
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Ruffty
1 jahr vor
Die bisher als Volksparteien bekannten Kräfte fahren gerade ein, was sie jahrzehntelang ausgesät haben. Und die Quittung davon ist, daß sie keine Volksparteien mehr sind.
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