Die neue Saison 2014/2015 in der Bezirksliga wird für die Volleyballdamenmannschaft des VC Schöneck eine harte Nuss werden. Das war Trainer Klaus Diel spätestens ab dem Zeitpunkt klar, als er die Informationen hatte, welche Gegner den Vorjahresvierten erwarten. In der Vorbereitung setzte er den Trainingsschwerpunkt darauf, die Eigenfehlerquote zu minimieren, um über einen ruhigen Spielaufbau dann selbst zu punkten. Doch war das wirklich der richtige Ansatz? Oder war die Konzentration auf die Fehlervermeidung vielleicht falsch?
Genau wie beim Fußball liegt auch beim Volleyball die Wahrheit bekanntlich auf dem Platz. Um die Frage also zu beantworten, traten die Schönecker Damen am Sonntag, den 28.09.2014, in der Rosenstadt Steinfurth an. Da die Gastgeberinnen gleich ihr erstes Spiel gegen Neuenhasslau verloren, standen sie vor dem Spiel gegen den VCS bereits gehörig unter Erfolgsdruck. Steinfurth wollte die zweite Begegnung des Tages unbedingt gewinnen, doch Schöneck hielt dagegen. Im ersten Satz merkte man den VCS-Damen eine leichte Unsicherheit an, die sich in zu harmlosen Angriffsbemühungen widerspiegelte. Doch die Heimmannschaft zog daraus keinen Nutzen. Mit einer kämpferischen Leistung sicherten sich die Schönecker Damen den ersten Satz mit 25:22 Punkten. In der Folge hatten sie die Zeichen des Trainers verstanden – der Druck im Angriff wurde verstärkt. Schöneck gewann aufgrund einer soliden Leistung diesen Durchgang mit 25:17 Punkten deutlich.
Leider ging es im dritten Satz nicht so erfolgreich weiter. Die Abstimmung innerhalb der Mannschaft stimmte nicht mehr, die Zahl der vermeidbaren Fehler stieg erheblich. So etwas macht den Gegner stark und Steinfurth witterte Morgenluft. Mit 25:12 Punkten ging der dritte Satz überdeutlich an den Gastgeber. Trotz dieser Packung blieben die Schönecker Damen ruhig. Auch Trainer Diel glaubte an sein Team und schickte im vierten Satz die gleiche Sechs auf das Feld, die Durchgang Drei so haushoch verloren hatte. Die knüpfte an die Leistung des zweiten Satzes an und zeigte dabei nicht nur kämpferischen Einsatz, sondern auch ein nahezu fehlerfreies Annahmespiel, clevere Zuspiele durch die Stellerinnen, variable Angriffe und zupackende Blockarbeit. Lohn der Mühe war der souveräne Gewinn des vierten Satzes und damit auch des Spiels mit 25:18 Punkten.
Für den VCS standen auf dem Feld: Sabine Diel, Karin Kannowski, Carmen Gonzalez, Petra Lukas, Claudia Müller, Uli Scholz-Heck, Christine Kleinschmidt, Svenja Koch.



