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Keiler Bier

No Mercy Run: Keine Gnade am Wassergraben

No Mercy Run: Keine Gnade am Wassergraben

Für die einen war es nur eine ekelhaft stinkende Kloake, für die anderen der größte Spaß überhaupt: Am Wassergraben schieden sich auch beim „3. HKS No Mercy Run“ die Geister, das kühle Nass auf dem Gelände des MSC Aufenau war trotz angenehmer Lauftemperaturen für manche Teilnehmer eine echte Herausforderung. Über 300 Starterinnen und Starter nahmen diesmal den Hindernisparcours in Angriff, der erstmals komplett auf das Motorsportgelände begrenzt war.

Höfler Fenster

Zehn Hindernisse waren in Aufenau aufgebaut, sechs Runden á 2,5 Kilometer warteten für eine ultimative Herausforderung. Da brauchte es mit Lutz Möhring aus Einbeck schon einen erfahrenen Ausdauerathleten, um als Erster nach insgesamt 15 Kilometern in einer Zeit von 1:23:29 Stunden über die Ziellinie zu laufen. Er verwies Mathias Sorge (Bravehearts 100/1:24:02) und den Bruchköbeler Triathleten Lukas Stehr (1:28:47) auf die Plätze. Über die kürzere Distanz war dann ein heimischer Starter nicht zu schlagen: Thomas Wunner vom RFC Roßbach holte sich über die 10-Kilometer in 59:28 mit deutlichem Vorsprung den Sieg. Und auch über die 5-Kilometer-Strecke triumphierte ein Lokalmatador: Olaf Pospiezsynski vom MSC Aufenau war in exakt 29 Minuten der Schnellste. Allerdings kamen nicht alle ins Ziel: Ein Teilnehmer stürzte drei Meter in die Tiefe und zog sich eine Fußverletzung zu. Sanitäter trugen ihn aus dem Wettkampfbereich, Rettungswagen und Notarzt rollten an.

Sein schmerzverzerrtes Gesicht sprach Bände, aber auch viele blutende Knie und Schienbeine ließen darauf schließen, dass bei manchen Startern die nachlassende Kraft mit einer steigenden Leidensfähigkeit ausgeglichen wurde. Der Wettbewerbe waren diesmal extra in die Mittagszeit gelegt worden, um den kühlen Morgentemperaturen aus dem Weg zu gehen und zudem familienfreundlicher zu werden. Erstmals konnten neben den Teams auch Väter, Mütter und Kinder gemeinsam antreten, den Abschluss bildete ein Schülerlauf über eine Runde.

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Als Ersatz für den Streckenteil außerhalb des Motorsportgeländes wurde mit der Steilwand ein neues Hindernis eingebaut, das sowohl auf- aber auch abwärts besonders kräftezehrend war. Ebenfalls neu: Kurz vor dem Ziel wartete eine drei Meter hohe Kletterwand, die ganz zum Schluss noch einmal alles abverlangte. Dazu kamen wie gewohnt die Kletterpassagen über Container, der Autoreifen-Parcours und die Stroh-Barrieren sowie der Sandsack-Auf- und Abstieg mit anschließendem „Down to Earth Hindernis“, bei dem sich Nase und (Gras)-Narbe verdammt nah kamen.

War alles noch zu schaffen mit richtiger Kleidung und Schuhwerk, doch neben Turnschuhen und Sporttrikots waren diesmal auch Stöckelschuhe und bunte Perücken auf der Strecke unterwegs. Aber auf für diese Starter kannte die Strecke „No Mercy“ – keine Gnade.

Ergebnisse: http://www.br-timing.de

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