Mobbing unter Jugendlichen ist mittlerweile fast zum Alltag an Schulen geworden. Immer häufiger tritt dieses Phänomen auch schon im Alter von zehn bis zwölf Jahren auf. Die Folge ist, dass die jungen Opfer Angst haben in die Schule zu gehen. „Vor allem Mobbing im Internet, das sogenannte Cyber-Mobbing, wird verstärkt von Jugendlichen genutzt“, berichtet Erster Kreisbeigeordneter Helmut Betschel aus der Erfahrung des Fachdienstes Jugendarbeit. „Im Netz sind die Verursacher des Mobbings meist anonym und eine gewisse Distanz zu den Betroffenen entsteht.“
Diese Distanz macht es noch leichter jemanden in einem weit größeren Ausmaß seelisch zu verletzten. Soziale Netzwerke wie Facebook, WhatsApp und Twitter können das Mobben im Internet zunehmend unterstützen. Dezernent Betschel betont deshalb die Wichtigkeit der Vorbeugung von Mobbing unter Jugendlichen: „Mobbing muss gestoppt werden. Hier ist insbesondere die Präventionsarbeit wichtig und Fachkräfte müssen dabei unterstützt und zusätzlich geschult werden.“
Mobbing stoppen
Wie Mobbing gestoppt werden kann, das ist Inhalt der Fortbildungsveranstaltung die die Fachstelle Jugendarbeit des Wetteraukreises unter dem Titel: ‚No-Blame-Approach. Mobbing: Hinschauen, Handeln‘ anbietet. Diese Veranstaltung ist vor allem für Fachkräfte aus dem Bereich der Sozialarbeit, Jugendarbeit sowie Lehrerinnen und Lehrer. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern soll vermittelt werden, wie Mobbing gestoppt werden kann und sie den Betroffenen helfen und Schutz bieten können. Die eintägige Trainingseinheit findet am 14. März 2016 von 9:30 bis 17:00 im Kreishaus am Europaplatz in Friedberg statt. Eine verbindliche Anmeldung ist per Post, Fax oder E-Mail bis zum 4. März 2016 möglich und die Teilnahmegebühren berufen sich auf 95€ (Lehrer/innen aus Schulen im Wetteraukreis), 65€ (neben- und hauptamtlich tätige Personen) und 45€ (ehrenamtlich tätige Personen). Weitere Infos unter: www.no-blame-approach.de



