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„Nicht nur am Tag des Wassers aktiv!“

„Nicht nur am Tag des Wassers aktiv!“
Von links: Rouven Kötter, Erster Beigeordneter des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain; Dr. Birgit Müller Fachreferentin für das Thema Trink- und Brauchwasser in der Abteilung Klima, Energie und Nachhaltigkeit im Regionalverband; Dr. Kirsten Schröder-Goga, Leiterin der Abteilung Klima, Energie und Nachhaltigkeit des Verbands.

Ausgetrocknete Bäche, sterbende Bäume, mancherorts sogar Trinkwassernotstand - angesichts der Dürrephasen in den vergangenen Jahren ist die Wasserversorgung auch in der Region FrankfurtRheinMain ein Thema.

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Die Kommunen stehen hier vor großen Herausforderungen und suchen nach praktikablen Lösungen. Um genau solche Lösungen ging es Mitte März beim „Wasserforum 2023“ im Haus der Region, zu dem der Regionalverband FrankfurtRheinMain kurz vor dem heutigen Weltwassertag eingeladen hatte.

Gut 50 Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen und Landkreisen sowie aus den Wasserverbänden kamen hier zum fachlichen Austausch rund um die Trink- und Brauchwasserversorgung zusammen. „Wasser ist die Grundlage unseres Lebens und wir müssen schonend und nachhaltig mit dieser Ressource umgehen. Dieses Thema beschäftigt uns nicht nur in den trockenen Sommermonaten, sondern ist eine Daueraufgabe, bei der wir unsere Mitgliedskommunen gerne unterstützen wollen. Mit dem Wasserforum wurde nun ein Auftakt gemacht, um die relevanten Akteure besser zu vernetzen und den Unterstützungsbedarf bei den Städten und Gemeinden abzufragen. Der Umgang mit Wasser und die Sicherung der Versorgung mit sauberem Trinkwasser ist eine gemeinschaftliche Aufgabe, die uns alle angeht“, so der für Klima, Energie und Nachhaltigkeit zuständige Erste Beigeordnete des Regionalverbands Rouven Kötter.

Eines der Themenfelder, die dringend angepackt werden müssen, demonstrierte Referent Karsten Kutschera, Bauamtsleiter der Gemeinde Mühltal. Er hatte ein altes, durchlöchertes Trinkwasserleitungsrohr mitgebracht, das vor Kurzem im Leitungsnetz entdeckt und ausgetauscht wurde. So wies er auf den dringenden Handlungsbedarf bei der Wasserinfrastruktur hin.

Inhaltlich ging es bei der Veranstaltung einmal um die Auswirkungen des Bevölkerungswachstums und Klimawandels auf die Wasserressourcen in der Region, welche von Elisabeth Jreisat, Vorsitzende der AG Wasserversorgung Rhein-Main und Geschäftsführende der Hessenwasser GmbH & Co. KG, anschaulich dargestellt wurden. Auch Dr. Wilhelm Bouwer vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz legte dar, vor welchen Herausforderungen die Wasserversorgung steht und erläuterte entsprechende wasserwirtschaftliche Steuerungsinstrumente des Landes Hessen. Eines dieser Instrumente ist das Leitbild Integriertes Wasserressourcen-Management Rhein-Main, welches in einem breit angelegten Dialogprozess erarbeitet wurde. In diesem Leitbild ist vorgesehen, dass Kommunen, deren Wasserversorgung nicht langfristig sichergestellt ist, ein kommunales Wasserkonzept erstellen.

Der zweite Teil des Wasserforums beschäftigte sich mit diesen kommunalen Wasserkonzepten. Dr. Birgit Müller, zuständige Fachreferentin für das Thema Trink- und Brauchwasser in der Abteilung Klima, Energie und Nachhaltigkeit im Regionalverband, erklärte dazu: „Kommunen sind der essentielle Baustein für den Weg zu einer zukunftsfähigen Wasserversorgung. Dafür spielen kommunale Wasserkonzepte eine wichtige Rolle. “Sie dienten dazu, so Müller, die Ist-Situation sowie Prognosen für den zukünftigen Trinkwasserbedarf zu analysieren und den vorhandenen Wasserressourcen gegenüberzustellen.

Karsten Kutschera, Bauamtsleiter der Gemeinde Mühltal und Alexander Kehl vom Umweltamt der Stadt Frankfurt am Main stellten jeweils das Wasserkonzept ihrer Kommune vor und beantworteten Fragen zum Entstehungsprozess.

Ziel der kommunalen Wasserkonzepte ist es, Maßnahmen zu entwickeln, die die Trinkwasserversorgung nachhaltig gestalten. Doch oft können Kommunen deren Umsetzung nicht alleine stemmen und wünschen sich Unterstützung und Fördermittel. Die Veranstaltung bot Gelegenheit, sich über mögliche kommunale Lösungsansätze auszutauschen.

Ein Fazit des Tages: Der Druck auf die Wasserressourcen in der Region wird durch den Bevölkerungszuwachs und den Klimawandel weiter steigen. Deshalb ist es nötig, Wasserressourcen nachhaltig zu bewirtschaften und sorgfältig mit dem lebensnotwendigen Element Wasser umzugehen.

Dr. Birgit Müller, erklärte in der Rückschau: „Das Wasserforum hat gezeigt, wie wichtig der Austausch zwischen den Akteurinnen und Akteuren für eine zukunftsfähige Wasserversorgung ist. Eine nachhaltige Wasserversorgung ist nur gemeinsam möglich, ein gutes Beispiel dafür ist das bereits bestehende weitläufige Trinkwasserleitungsnetz bei uns in der Region.“

Der Regionalverband unterstützt seine Mitgliedskommunen mit Informationsangeboten und Veranstaltungen zum intensiven Austausch. Dr. Kirsten Schröder-Goga, Leiterin der Abteilung Klima, Energie und Nachhaltigkeit des Verbands, setzt ein besonders großes Gewicht auf den Online-Service ihres Teams: „Der Regionalverband bietet mit dem Klima-Energie-Portal eine regionale Informationsplattform zu den Themen Klima, Energie und Nachhaltigkeit an, auf dem unsere Mitgliedskommunen Fachinformationen und Unterstützungsangeboten auch zum Themenfeld Wasser finden können. Das Portal sowie der Klima-Energie-Atlas werden stetig erweitert und aktualisiert.“

Weitere Informationen:

  • Der Regionalverband ist Mitglied des Beirats Integriertes Wasserressourcen-Management Rhein-Main und der AG Wasserversorgung Rhein-Main.
  • Ebenso gibt es die Ausstellung „Wasser im Klimawandel für Grundschulen“
  • Online-Vortragsreihe mit Fokusthema Wasser 2023 (ab Juni 2023)

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Von links: Rouven Kötter, Erster Beigeordneter des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain; Dr. Birgit Müller Fachreferentin für das Thema Trink- und Brauchwasser in der Abteilung Klima, Energie und Nachhaltigkeit im Regionalverband; Dr. Kirsten Schröder-Goga, Leiterin der Abteilung Klima, Energie und Nachhaltigkeit des Verbands.

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Kommentare

0
Josef Mistetzky
3 jahre vor
Eine hoffnungsgebende Veranstaltun? Oder wie die Welt-Klima-Konferenzen ein wirkunsloses Palaver für eine optimale Selbstdarstellung? Wir werden sehen, in wie weit das Wirken des regionalVerbandes Folgen hat Der Unterstützungsbedarf beginnt mit solchen Veranstaltungen und sollte ingrundsätzliche Aussagen münden, mit denen Gemeinden aufgefordert werden eine*n Verantwortliche*n für dieses drängende Thema zu benennen. Wer z.B. ist verantwortlich dafür, dass die neuen Flüchtlingsunterkünfte keine Dachbegrünung, keine Zisternen und keine PV-Anlage haben? Da wird gewissenlos die Klimaerwärmung angeheizt, das Wasser vergeudet und auf Stromerzeugung verzichtet. Wer sucht denn wirklich "nach praktikablen Lösungen". Dies würde passieren, wenn Brachttal gegen den Zwang, den Vogelsberg für Ffm und MKK auszusaugen aufbegehren würde und die Absaugpumpen abstellen und die Anlage einbetonieren würde. Wenn dann der Druck im Wasserhahn abfällt, die Hochhäuser in Ffm trocken fallen, wird Umdenken aktiv
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