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Zu Gast ist Dr. Tobias Krohmer. Der Medizin-Ethiker ist Sprecher des Netzwerks Leben im Alter der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau.

Im Februar 2020 hat das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass das Verbot zur Beihilfe der Selbsttötung, geregelt im §217 des Strafgesetzbuchs, gegen das Grundgesetz verstößt. Begründet wird das Urteil damit, dass das allgemeine Persönlichkeitsrecht ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben umfasst. Dieses Recht schließt die Freiheit ein, sich das Leben zu nehmen und hierbei auf die freiwillige Hilfe Dritter zurückzugreifen. Die beiden großen Kirchen in Deutschland reagierten mit Sorge auf dieses Urteil, und auch ein Jahr nach der Urteilsverkündung sind viele Fragen offen. Mittlerweile liegen zwei Gesetzentwürfe für die juristische Regelung zur Suizidbeihilfe vor, und zu Beginn des Jahres brachte der Vorschlag, auch in kirchlichen Einrichtungen einen professionell begleiteten assistierten Suizid zu ermöglichen, erneut Bewegung in die Debatte.

Über dieses Thema, das vielfältige ethische Fragen aufwirft, wollen die Verantwortlichen des Politischen Nachtgebets im Evangelischen Dekanat Dreieich-Rodgau mit Dr. Tobias Krohmer sprechen. Der promovierte Philosoph schrieb seine Dissertation im Bereich Bio- und Medizin-Ethik. Seit 2005 ist Krohmer Referent für Gesellschaftliche Verantwortung im Evangelischen Dekanat Hochtaunus und gehört auch dem Vorstand des Bad Homburger Hospizdienstes an. Im Herbst 2020 wurde er Sprecher des Netzwerks „Leben im Alter“ der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Angeboten wird die Veranstaltung über das Videokonferenz-System ZOOM. Wer dabei sein möchte, erhält Informationen sowie die Zugangsdaten bei Carolin Jendricke per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Das „Politische Nachtgebet“ geht zurück auf den 82. Deutschen Katholikentag im September 1968 in Essen. Der damalige ökumenische Arbeitskreis, zu dem bekannte Persönlichkeiten wie Dorothee Sölle, Fulbert Steffensky und Heinrich Böll zählten, engagierte sich gegen den Vietnamkrieg und für Einmischung und Engagement. Wegen seines späten Beginns erhielt der von ihnen geplante Gottesdienst den Titel „Politisches Nachtgebet“. Das Format etablierte sich, wurde auf 20:30 Uhr vorverlegt, und wird seither an vielen verschiedenen Orten fortgeführt. Grundelemente sind Information, Meditation und Aktion. So umfasst die Veranstaltungsstruktur politische Information in ihrer Konfrontation mit biblischen Texten, eine kurze Ansprache, Aufrufe zur Aktion und schließlich die Diskussion mit der Gemeinde.

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